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Di, 11:36 Uhr
12.01.2021
Thüringer Landesamt für Statistik

Thüringer Inflationsrate lag bei knapp einem Prozent

Im Jahr 2020 lagen die Verbraucherpreise um durchschnittlich 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ein Jahr zuvor betrug die durchschnittliche Jahresteuerungsrate 1,4 Prozent...

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes stiegen die Verbraucherpreise im Jahr 2020 auf einen durchschnittlichen Index von 106,3 Prozent (Basis 2015=100).

Die am 1. Juli in Kraft getretene Mehrwertsteuersenkung und sinkende Energiepreise (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) (-4,3 Prozent) beeinflussten maßgeblich die Höhe der Inflationsrate im Jahr 2020.

Den stärksten Rückgang gegenüber 2019 verzeichnete Heizöl (-20,6 Prozent). Kraftstoffe wurden um 9,5 Prozent günstiger angeboten, Fernwärme um 5,1 Prozent und die Preise für feste Brennstoffe fielen um 1,8 Prozent. Strom (+5,7 Prozent) und Gas (+0,6 Prozent) wurden 2020 empfindlich teurer.

Weitere Preissenkungen gegenüber dem Vorjahr wurden für Post-und Telekommunikationsdienstleistungen (-1,7 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhe (-0,5 Prozent) beobachtet.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, die circa 10 Prozent der Gesamtausgaben der Haushalte ausmachen, verteuerten sich 2020 um durchschnittlich 2,8 Prozent. Deutlich teurer gegenüber 2019 wurde Obst (+9,6 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+6,1 Prozent) oder Molkereiprodukte und Eier (+1,8 Prozent).

Rückläufige Preise wiesen dagegen Speisefette und Öle (-3,2 Prozent) aus.

ettokaltmieten und Wohnungsnebenkosten stiegen 2020 um durchschnittlich 1,5 Prozent.

Im Monat Dezember lag die Jahresteuerungsrate um 0,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat November stiegen die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent. Die Mineralölprodukte (-12,2 Prozent) waren zwar im Jahresvergleich noch günstiger, im Monat Dezember zogen die Preise an. Heizöl wurde um 13,2 Prozent teurer gegenüber dem Monat November und die Kraftstoffpreise um 3,8 Prozent.

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember erhöhten sich die Bahnpreise. In Thüringen stiegen die Preise im Verbundverkehr um durchschnittlich 1,6 Prozent. Auch die Deutsche Bahn zog die Preise im Nah- und Fernverkehr um durchschnittlich 1,9 Prozent an.

Zeitungen und Zeitschriften (+4,0 Prozent) verteuerten sich im Dezember merklich. Nennenswert sind auch die gestiegenen Preise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (1,7 Prozent). Die Preise für das Altenwohnheim verteuerten sich im Vergleich zum Vormonat um 2,0 Prozent, die ambulanten Pflegedienstleistungen um 1,2 Prozent.

Bitte beachten:
Aufgrund des Teil-Lockdowns durften im Dezember im Zeitraum der Preiserfassung einige Dienstleistungen in Thüringen nicht angeboten werden. Für die im Monat Dezember nicht angebotenen Dienstleistungen wurden die Preise maschinell berechnet bzw. fortgeschrieben. Dies betraf u.a. Sport- und Kulturveranstaltungen, Gaststättendienstleistungen, private Übernachtungen, der Besuch von Schwimmbädern oder Fitnessstudios. Die Indizes und Veränderungsraten der betroffenen Positionen sind in den Tabellen mit Klammern versehen.
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