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Fr, 18:10 Uhr
22.01.2021
Rückbau des alten Funktionsgebäudes im Sportzentrum Am Göldner

Richtigstellung der Stadt Sondershausen

Heute erreichte unsere Redaktion ein Statement von Bürgermeister Steffen Grimm zum Rückbau des alten Funktionsgebäudes im Sportzentrum „Am Göldner"...

Wir berichteten am 19. Januar von der geplanten Online-Petition des BSV Eintracht Sondershausen zur Rettung des Haus des Sports und der Gaststätte am Göldner. Initiiert wurde die Unterschriftensammlung von der Interessengemeinschaft Mehrzweckgebäude Göldnerstadion.

digital
"Im Laufe der Antragstellung seit 2015 im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" hat sich auch der BSV Eintracht Sondershausen verstärkt eingebracht und richtigerweise auf die schlechten die Nutzungsbedingungen im Sportzentrum „Am Göldner“ sowohl der Sportanlagen als auch des Gebäudes aufmerksam gemacht.

Nach Eingang des Zuwendungsbescheides 2018 bewarben sich in einem vorgeordneten Planerauswahlverfahren drei Büros mit ihren Vorschlägen um die Generalplanung der Sanierung im Sportzentrum „Am Göldner". Wegen des sanierungswürdigen Bauzustandes und dem unwirtschaftlichen Betrieb des alten Funktionsgebäudes konnten alle drei vorgestellten Varianten von einem Ersatzneubau ausgehen.

Eine Jury, bestehend aus Vertretern von Nutzern, der Architektenkammer Thüringen, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung, bewertete alle Varianten und entschied sich für die funktionellste Lösung, einem neuen Standort zwischen beiden Sportfreianlagen. Seitdem ist der Abriss des alten Funktionsgebäudes auch dem BSV Eintracht bekannt; wurde bei jeder Gelegenheit kommuniziert und mehr noch: Mit der Genehmigung zum Ersatzneubau ist der Rückbau Bestandteil der Förderung!

Allein aus dieser Tatsache heraus wurde gemeinsam mit den künftigen Nutzern, insbesondere dem BSV Eintracht Sondershausen, ein optimales Raum- und Nutzungskonzept für die neuen Gebäudeteile erarbeitet. Ziel war es, möglichst viele Funktionen des Altbaus in den Neubau zu übernehmen. Es folgten wochenlange und intensive Diskussionen um diesen Raum- und Funktionsplan und natürlich um seine Finanzierung. Denn die Wünsche der Nutzer und der Bauherrin waren größer als der städtische Geldbeutel.

Die Kosten beliefen sich zwischenzeitlich auf 5,7 Millionen Euro. Das war 2018/2019, und in dieser Phase stand das gesamte Bauvorhaben kurz vor dem Aus! Dann zog der Stadtrat einen Schlussstrich und deckelte das Gesamtbudget auf 5,0 Millionen Euro. Über die Hälfte fließen allein in die beiden neuen Gebäudeteile. Nun suchte die Stadtverwaltung nach praktikablen Einsparungen und Sponsoren. Beides gelang. Mit diesen Zusagen wurden die Planungen fortgesetzt und es entstanden die jetzigen Grundrisse.

Dazu gibt es einvernehmliche und positive Stellungnahmen aller Nutzer, auch des BSV Eintracht Sondershausen. Diese Stellungnahmen sind Bestandteil der Bauunterlagen, denn diese Zustimmung fordert der Fördermittelgeber im Zuge der Antragsprüfung nämlich ab. Warum auch sollte die Stadt Sondershausen an den Nutzern vorbei bauen? Es gab immer ein enges Miteinander. Die Stadt erinnert hier an die öffentliche Präsentation des Bauvorhabens im Januar 2020.

Jetzt zu behaupten, man habe es so nicht gewusst, es nicht verstanden oder gehofft, der Rückbau des Altbaus wird aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt, ist schlichtweg falsch."
Steffen Grimm, Bürgermeister
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Kommentare

22.01.2021, 18.33 Uhr
Kyffhaeuser | Hoffen kann man immer !
Was haben wir Sondershäuser nach 1989 nicht schon alles für Räumlichkeiten zum Feiern verloren ? eine kleine Aufzählung - "Haus des Handwerks", "Bergterrasse", "Kaliclubhaus", "Jugendclubhaus", "Wipperperle", "Bergfriede", "Borntalclub", "Juventas", "BOBA", "Ratskeller", Treffpunkt", Borntalgaststätte". OK, oft in privater Hand und die Stadt hatte keine Handhabe, aber hier handelt es sich nun mal um eine städtische Immobilie von immenser Ausstrahlung auf viele Vereine. Kommende Generationen wollen auch noch irgendwo Feiern und Tagen. Weggerissen ist immer schnell und in ein paar Jahren rauft man sich die Haare über die nicht vorhandenen Räumlichkeiten. Bei jedem größeren zukünftigen Sportfest, egal ob Leichtathletik, Behindertensportfest oder Fußball würde der Saal, mit Küche fehlen. Wenigstens versuchen sollte man es ! die kommende Generation wird es uns Danken.

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22.01.2021, 20.58 Uhr
Frank-Michael | Rückbau Göldner
Haben Wir was anderes erwartet, auf Bundesebene wird es vorgemacht und die Kommunen führen es weiter, sind doch Steuergelder.

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22.01.2021, 22.49 Uhr
Kobold2 | Man kann nicht
für alles die Politik verantwortlich machen
Die Gründe, das so einige Lokalitäten aufgegeben wurden liegt wohl hauptsächich in der fehlenden Wirtschaftlichkeit.
Die öffentlichen Kassen haben für dreierlei Subventionen wohl kaum Spielraum.
Ich sehe da auch ein Problem in der Einstellungsfrage der Kundschaft .
Es darf ja immer alles möglichst nichts kosten und von ein paar Familienfeiern kann man wohl nur schlecht überleben.

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