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Mo, 10:24 Uhr
25.01.2021
Auseinandersetzung um die Thüringer Schulschliessungen

Opposition unterbreitet konkrete Vorschläge

Die FDP-Fraktion setzt sich für mehr Kreativität bei der Gewährleistung schulischer Bildung in Thüringen ein. Sie schlägt drei konkrete, noch dazu unkompliziert umsetzbare Maßnahmen vor. Unter anderem: eine Halbjahreszeugnisse...

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„Bei allem Respekt für die schwierigen Entscheidungen, die zu treffen sind: Es wird immer noch viel zu sehr in Formalien und Verwaltungskorridoren gedacht. Wir haben keine Zeit für politisches Taktieren oder Zuständigkeitsgeschiebe. Es geht darum, Lernen und Wissensvermittlung in Pandemie-Zeiten zu ermöglichen. Die Probleme sollten schnellstmöglich angegangen und gelöst werden. Dabei müssen Kommunen und Land an einem Strang ziehen.“ Das sagt Franziska Baum, die bildungspolitische Sprecherin der Liberalen im Thüringer Landtag.

Vorschlag 1: Thüringens Bildungsminister erwartet, dass die Schulen bis Ostern geschlossen bleiben. Da das Ministerium sich außerdem dafür entschieden hat, dass zum Schuljahresende keine Versetzungsentscheidung notwendig ist, können wir die Halbjahreszeugnisse in den meisten Klassenstufen auslassen. Die bisher erfassten Noten es sind ohnehin nur sehr wenige fließen in das Schuljahresendzeugnis ein. Dadurch wird viel Druck von den Lehrkräften und aus den Familien genommen. Lediglich die 9. und die 10. Realschulklassen benötigen unbedingt ein Halbjahreszeugnis.

Vorschlag 2: Grundschulkindern, die auf dem Land leben und in Nachbargemeinden beschult werden, kann man wohnortnahe Lerngruppen ermöglichen. Dafür kommen zum Beispiel Bürgerhäuser in Frage. So werden Kontakte im öffentlichen Nahverkehre vermieden und die Kinder können dennoch in einem festen Kreis gemeinsam weiter lernen.

Vorschlag 3: Für die Sekundarschulen muss der digitale Distanzunterricht endlich flächendeckend funktionieren. Es braucht mehr Lernorte, an denen Schülerinnen und Schüler Hilfestellungen beim Lernen erhalten. Die Notbetreuung muss auch für die Teilnahme am Distanzunterricht genutzt werden können. Der Bildungsminister hat sowohl für die erforderliche Infrastruktur zu sorgen als auch die formellen Probleme zu lösen.
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