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Mo, 15:33 Uhr
25.01.2021
THC geht in die nächste englische Woche

Die Woche der Bewährung

Nach zwei Siegen in der Bundesliga geht es in eine weitere englische Woche. Am Mittwoch trifft die Mannschaft in einem Nachholspiel des 12. HBF-Spieltag auswärts auf die Neckarsulmer Sport Union. Drei Tage später kommt es im Viertelfinale des DHB-Pokals in der Salza-Halle zu einem ganz wichtigen Spiel gegen die TuS Metzingen. Der Sieger qualifiziert sich für das OLYMP-FINAL4 im Mai in Stuttgart...

Rückblick:
In den ersten 20 Minuten kam man aus dem Wundern nicht so schnell heraus. Nach gutem Start kam der THC gegen das Tabellenschlusslicht ins Schlingern und zeigte plötzlich Nerven. Dabei spielten die Kurpfalz Bären mutig das Sieben gegen sechs und ernteten dafür nach dem Spiel ein dickes Lob von Herbert Müller. Der wurde indes oft genug wegen dieses Mittels gescholten, wenn das Risiko sich in leichte Tore für den Gegner wendete.

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Dennoch hält es Herbert Müller für eine probate „Waffe“, wenn klein gegen groß spielt. War er doch damit gerade in der EHF Champions League so manches Mal erfolgreich. Auch die „gnadenlos gespielte offensive Abwehr“ stellte den Gegner zunächst vor Probleme. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit und in der ersten zwanzig Minuten der zweiten Hälfte zeigte sich der THC von seiner Schokoladenseite. Da sah Herbert Müller seinen THC „so spielen, wie ich es mir immer vorstelle.“

Da zerlegte man den Gegner mit einem 12:0-Lauf und korrigierte das Ergebnis von 11:10 auf ein 27:12 bis zur 52. Minute. Herausragend in dieser Phase die Deckungskonsequenz, eine gut haltende Marie Skurveit Davidson, die beim Wurf ins verwaiste Bären-Tor zu ihrem ersten Treffer für den THC kam. Damit war die Pflichtaufgabe erfüllt und die zwei Punkte gewonnen. Dann ließ Herbert Müller die "zweite Reihe" auf die Platte, gab so allen Spielerinnen auf der Bank ihre Chance und längere Spielzeit.

Zu den Spielen:
Die Neckarsulmer Sport-Union ist wie die HSG Blomberg-Lippe die Überraschungsmannschaft der Saison. Nicht nur, dass sie nach Minuspunkten vor dem THC liegen, sie haben gegen starke Teams wie Leverkusen, Bensheim/Auerbach und Buxtehude gewonnen. Vor dem 37:34 Tore Festival gegen den Buxtehuder SV gab es zwei ganz knappe Zwei-Tore Niederlagen gegen TuS Metzingen und den verlustpunktfreien Ligaüberflieger BVB 09 Dortmund. Keine andere Mannschaft hatte den EHF-Champions League-Teilnehmer aus Dortmund so nahe an einer Niederlage. Das zeigt die Schwere der Auswärtsaufgabe am Mittwochabend.

Die muss gelöst werden, um nach Minuspunkten mit der besseren Tordifferenz an dem Mitkonkurrenten in der Tabelle vorbeizuziehen. Herbert Müller hält sich indes überhaupt nicht mit Wenn und Aber auf. „Jetzt geht es Step by Step. Es kommen die schweren Spiele und wir müssen diese Spiele annehmen. Ich will jedes Spiel gewinnen, in das ich gehe.“, sagt er selbstbewusst. Vor der Leistung von Neckarsulm gegen Dortmund zieht Herbert Müller den Hut, aber er sagt dennoch „wir brauchen auch die Punkte in Neckarsulm, um unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, sich noch für die internationalen Plätze in der nächsten Saison zu qualifizieren.“

Gegen Metzingen geht es um ein anderes Saisonziel. Der THC ist amtierender DHB-Pokalsieger: „Wir wollen ins OLYMP-FINAL4, um unseren Titel zu verteidigen.“, lautet die Ansage von Herbert Müller. Im Bundesligaspiel (10. Spieltag) in Metzingen sah die Mannschaft lange Zeit wie der Sieger aus und gab das Spiel in der Crunchtime noch her.

Es wird ein unsagbar schweres Spiel, wenn man bedenkt, dass die TuSsies „gefühlt zehn Spiele in Folge gewonnen haben und so einen ungebremsten Lauf haben“, sagt der THC-Trainer. Die Metzingerinnen waren recht unglücklich in die Saison gestartet, haben dann tatsächlich die letzten elf Spiele gewonnen und stehen so auf dem 3. Tabellenplatz in der Bundesliga. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze und wenn sich die Mannschaft in dieser verkorksten „Corona-Saison“ noch selbst belohnen will, muss die Pokalaufgabe gelöst werden. Gegen Neckarsulm kann man sich das nötige Selbstbewusstsein holen. Die THC-Mannschaft hat doch in Blomberg beim K. O. Spiel um den Einzug in die Gruppenphase der EHF European League gezeigt, dass sie entscheidende Spiele zu ihren Gunsten gewinnen kann. Warum dann nicht dieses Pokal-Viertelfinale?

Zum Kader:
Zuletzt waren einige Spielerinnen angeschlagen. Neben den langzeitverletzten Meike Schmelzer und Ines Khoildi konnte auch Lydia Jakubisova nicht spielen. Sie wird bis Mittwoch noch nicht einsatzbereit. Die Mannschaft tritt in selber Besetzung an, wie zuletzt gegen die Kurpfalz Bären.
HaJo Steinbach
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