Fr, 08:27 Uhr
29.01.2021
CDU-Landtagsabgeordneter Stefan Schard kritisiert Ramelow
Thüringen ist blamiert bis auf die Knochen
"Bis vor wenigen Tagen wusste ich ehrlich gesagt nicht einmal, was es mit dem Handyspiel Candy-Crush auf sich hat. Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow hat durch die Ereignisse der letzten Tage dafür gesorgt, dass die in Thüringen lebenden Menschen und weit darüber hinaus diesbezüglich nun Bescheid wissen.", schreibt Stefan Schard in seinem Statement...
"Dazu kommt, dass er die Bundeskanzlerin, deren Entscheidungen er im Entschuldigungsgestus und im Nachhinein im Gegensatz zu seinen als die richtigen lobt, despektierlich als Merkelchen verspottet. Und auch hier wieder das gleiche Muster; eine kurze Entschuldigung und die Sache ist gegessen.
In dieser Angelegenheit geht es weder um eine Hexenjagd auf den Regierungschef noch um plumpe parteipolitische Taktik. Es geht auch nicht darum, einem Ministerpräsidenten zur richtigen Zeit nicht etwas Entspannung zu gönnen. Worum es aber geht sind Pflicht, Verantwortung und Feingefühl. Unser Freistaat nimmt bei der Coronabekämpfung einen der letzen Plätze, wenn nicht sogar den letzen Platz ein. Schulchaos, Impfchaos, Zick-Zack-Kurs in den Entscheidungen usw. erfordern eigentlich jede Aufmerksamkeit, um die Situation zu verbessern. Unternehmer und Angestellte fürchten um ihre Existenzen. Es geht um die Gesundheit aller Thüringer und nicht zuletzt um Leben und Tod bei so manchem Älteren.
Auch wir haben kürzlich ein Familienmitglied an Corona verloren. Gerade deshalb nehme ich für mich in Anspruch, die Situation einschätzen zu können. Dass in einer solchen Lage alle Aufmerksamkeit und alle Anstrengungen der Pandemiebekämpfung gelten müssen, ist dabei nicht zu viel verlangt. Es ist vielmehr die verdammte Pflicht derer, die dazu gewählt wurden, das Land zu führen! Deshalb geht von der Situation, dass der hiesige Regierungschef während der Tagung des wichtigsten Gremiums in dieser Pandemiebekämpfung (der bundesweiten Ministerpräsidentenkonferenz - auf dem Höhepunkt der Krise) seine Aufmerksamkeit lieber Handyspielen schenkt, eine mehr als fragwürdige Symbolik aus. Ja, solche Sitzungen können lang sein. Aber das sind sie nicht ohne Grund, wenn tatsächlich Lösungen gesucht und Gefahren beseitigt werden sollen.
Kein Arbeitnehmer und kein Schüler käme ungeschoren davon, wenn er, anstatt zu arbeiten oder in der Schule aufzupassen, lieber mit dem Handy spielt und auch noch damit prahlt, wie viele Level er in dieser Zeit schafft. Ein Ministerpräsident hat die Probleme des Landes und der Bevölkerung gefälligst ernst zu nehmen!
Was bleibt? Zumindest ein blamiertes Thüringen, sowie eine Institution des Ministerpräsidenten, die sich der öffentlichen Lächerlichkeit preisgibt. Man braucht vieles, um ein Land gut durch eine Krise führen zu können. Dazu gehören u. a. Respekt und auch Autorität, die bestenfalls aus guten und souveränen Entscheidungen hervorgehen sollten. Wenn nun auch schon die Pressesprecherin des Thüringer Innenministeriums, die damit quasi auch Regierungsmitarbeiterin ist, die Vorgänge als irre und in hohem Maß verantwortungslos beschreibt / beschreiben kann, dann darf man sich durchaus fragen, ob der notwendige Respekt und die Autorität zur Führung eines Landes tatsächlich noch gegeben sind.
Stefan Schard, Landtagsabgeordneter
Autor: red"Dazu kommt, dass er die Bundeskanzlerin, deren Entscheidungen er im Entschuldigungsgestus und im Nachhinein im Gegensatz zu seinen als die richtigen lobt, despektierlich als Merkelchen verspottet. Und auch hier wieder das gleiche Muster; eine kurze Entschuldigung und die Sache ist gegessen.
In dieser Angelegenheit geht es weder um eine Hexenjagd auf den Regierungschef noch um plumpe parteipolitische Taktik. Es geht auch nicht darum, einem Ministerpräsidenten zur richtigen Zeit nicht etwas Entspannung zu gönnen. Worum es aber geht sind Pflicht, Verantwortung und Feingefühl. Unser Freistaat nimmt bei der Coronabekämpfung einen der letzen Plätze, wenn nicht sogar den letzen Platz ein. Schulchaos, Impfchaos, Zick-Zack-Kurs in den Entscheidungen usw. erfordern eigentlich jede Aufmerksamkeit, um die Situation zu verbessern. Unternehmer und Angestellte fürchten um ihre Existenzen. Es geht um die Gesundheit aller Thüringer und nicht zuletzt um Leben und Tod bei so manchem Älteren.
Auch wir haben kürzlich ein Familienmitglied an Corona verloren. Gerade deshalb nehme ich für mich in Anspruch, die Situation einschätzen zu können. Dass in einer solchen Lage alle Aufmerksamkeit und alle Anstrengungen der Pandemiebekämpfung gelten müssen, ist dabei nicht zu viel verlangt. Es ist vielmehr die verdammte Pflicht derer, die dazu gewählt wurden, das Land zu führen! Deshalb geht von der Situation, dass der hiesige Regierungschef während der Tagung des wichtigsten Gremiums in dieser Pandemiebekämpfung (der bundesweiten Ministerpräsidentenkonferenz - auf dem Höhepunkt der Krise) seine Aufmerksamkeit lieber Handyspielen schenkt, eine mehr als fragwürdige Symbolik aus. Ja, solche Sitzungen können lang sein. Aber das sind sie nicht ohne Grund, wenn tatsächlich Lösungen gesucht und Gefahren beseitigt werden sollen.
Kein Arbeitnehmer und kein Schüler käme ungeschoren davon, wenn er, anstatt zu arbeiten oder in der Schule aufzupassen, lieber mit dem Handy spielt und auch noch damit prahlt, wie viele Level er in dieser Zeit schafft. Ein Ministerpräsident hat die Probleme des Landes und der Bevölkerung gefälligst ernst zu nehmen!
Was bleibt? Zumindest ein blamiertes Thüringen, sowie eine Institution des Ministerpräsidenten, die sich der öffentlichen Lächerlichkeit preisgibt. Man braucht vieles, um ein Land gut durch eine Krise führen zu können. Dazu gehören u. a. Respekt und auch Autorität, die bestenfalls aus guten und souveränen Entscheidungen hervorgehen sollten. Wenn nun auch schon die Pressesprecherin des Thüringer Innenministeriums, die damit quasi auch Regierungsmitarbeiterin ist, die Vorgänge als irre und in hohem Maß verantwortungslos beschreibt / beschreiben kann, dann darf man sich durchaus fragen, ob der notwendige Respekt und die Autorität zur Führung eines Landes tatsächlich noch gegeben sind.
Stefan Schard, Landtagsabgeordneter
