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Mo, 13:19 Uhr
15.02.2021
Ministerin Siegesmund: „Jetzt ist verstärkte Vorsorge wichtig“

"Einsatzbereit für die Schneeschmelze"

Bereits in dieser Woche ist mit Beginn der Schneeschmelze in Thüringen zu rechnen. Die Hochwassernachrichtenzentrale analysiert die Lage kontinuierlich und warnt die betroffenen Gebiete bei einer sich abzeichnenden Gefahr...

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Zur Einsatzbereitschaft bei Schneeschmelze erklärt Anja Siegesmund: „In den nächsten Tagen müssen wir wachsam sein. Unsere Hochwasseranlagen werden regelmäßig überwacht und im Notfall verstärkt. Und ein guter Hochwasserschutz braucht mehr als unsere Hochwasserschutzanlagen und unsere langfristige Vorausplanung für natürlichen Hochwasserschutz. Wir brauchen – wie immer bei Schneeschmelze - auch eine gut organisierte kommunale Gefahrenabwehr, also gut organisierte Wasserwehrdienste in den betroffenen Gemeinden.“

Durch die erhöhte Abgabe aus der Saalekaskade in den vergangenen Tagen wurde das Talsperrensystem bewusst entlastet, sodass nun ein Rückhalteraum mit über 120 Mio. m³ zur Verfügung steht (ca. 68 Mio. m³ zusätzlich zum üblichen Hochwasserrückhalteraum im Winter (55 Mio. m³). Auch die hochwasserrelevanten Hochwasserrückhaltebecken und Talsperren der Thüringer Fernwasserversorgung sind einsatzbereit und können jederzeit eingestaut werden.

Die Gemeinden bereiten sich auf eine mögliche Hochwasserabwehr vor. Eine besondere Bedeutung kommt hier dem gemeindlichen Wasserwehrdienst zu. Dieser ist für die Kontrolle und Verteidigung von Hochwasserschutzanlagen verantwortlich. Die Aufgabe kann von der Gemeinde auf die örtliche Feuerwehr übertragen oder eine eigene Wasserwehre gegründet werden.

Seit 2016 wurde die Erstausstattung von 14 Wasserwehrdienste durch das Umweltministerium mit insgesamt ca. 360.000 Euro gefördert. Neben der persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte (z. B. Gummistiefel und Regenjacken) können auch Boote, Notstromaggregate und Pumpen Teil der förderfähigen Erstausstattung sein.
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