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Do, 08:48 Uhr
25.02.2021
Was haben 100 Jahre Frauenwahlrecht gebracht?

Doppelbelastung für Frauen steigt

Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, was Frauen alles leisten. Nicht nur im Beruf sind Frauen häufig im Sozial-, Erziehungs-, Pflege- und Gesundheitsdienst zu finden, sondern parallel dazu haben sie im häuslichen Umfeld viel zu bewältigen...



Sorge- und Erziehungsarbeit, gerade in den Zeiten des Lockdowns, in dem die klaren Linien zwischen Leben und Arbeit aufgeweicht sind, kosten viel Kraft. Homeschooling, Kinderbetreuung, Homeoffice, Hausarbeit und/ oder Pflege von Angehörigen sind Aufgaben, die zu großen Teilen von Frauen übernommen werden.

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Es ist wertvoll, den Frauen Dank und Anerkennung auszusprechen, doch noch wertvoller ist es, dies mit Taten zu unterstreichen. Für Frauen geht viel zu wenig.

Nach über 100 Jahren der Einführung des Frauenwahlrechts ist das deutsche Parlament so männlich wie seit 20 Jahren nicht mehr. Gerade ein Drittel der Abgeordneten sind Frauen. Hinzu kommt, dass der Rechtspopulismus vehement ein rückständiges Frauenbild und Familienvorstellungen von „gestern“ vertritt, was wieder Abhängigkeiten von Frauen beinhaltet. Gerade das Corona-Geschehen hat uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass gute und gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen und Männer unabdingbar sind. Nach wie vor arbeiten Frauen in Berufen, die schlechter bezahlt sind und stehen vor ungelösten Arbeitszeitproblemen, haben geringere Karrierechancen und am Ende eine kleinere Rente als Männer.

Der internationale Frauentag mahnt uns, bereits errungene Frauenrechte nicht aus den Augen zu verlieren und sich für bestehende Ungerechtigkeiten für Frauen in aller Welt, wie das Recht, nicht zwangsverheiratet oder beschnitten zu werden, einer Arbeit nachzugehen oder einfach nur gewaltfrei leben zu können, einzusetzen.

"Mit Frauen Power geht alles. Wir sind bereit. Sie möchten, dass diese Informationen haften bleiben? Dann wartet auf Sie zum Frauentag ein Haftnotizzettelblock im Landratsamt in Sondershausen auf Abholung", appelliert die Familien-/Gleichstellungsbeauftragte Katharina Töppe.

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