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Do, 13:19 Uhr
25.02.2021
CDU warnt vor "toten Innenstädten"

Kleine Geschäfte müssen jetzt an den Start

Die kleinen Geschäfte müssen jetzt an den Start gehen dürfen, sonst sind die Innenstädte tot und viele Einzelhändler am Ende, diesen Appell an die Landespolitik hat jetzt Torsten Juch gesandt, der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT)...

„Ich erwarte jetzt auch den Druck von der kommunalen Politik und den einheimischen Landespolitikern nach Erfurt. Sonst laufen wir bald durch Geisterstraßen.“

„Gerade die Einzelhandelsgeschäfte haben kreative Ideen für einen hygiene-sicheren Verkauf entwickelt, von der `Klingelware´ bis hin zu Onlineshops. Das muss jetzt honoriert werden. Es kann nicht sein, dass die Gartenmärkte aufmachen dürfen und die kleinen Geschäfte wieder nicht. Hier fehlt jede Logik“, so Juch.

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Eine zügige Öffnung sei auch deshalb nötig, „weil in diesen Tagen zum Beispiel die Textilgeschäfte ihre Sommerwaren geliefert bekommen, die sie vor Monaten geordert hatten. Schon das Wintergeschäft war kaputt, die Ware musste auf Halde. Das kann sich jetzt nicht wiederholen. Die Einzelhändler tragen- im Vergleich zu großen Ketten oder Konzernen – das volle unternehmerische Risiko: Die Waren können sie nicht mehr zurückgeben oder in anderen Filialen vermarkten. Hier geht es jetzt um Existenzen.“

Torsten Juch weist die Händler zugleich auf ein heute (24.2.) gefälltes Urteil des Oberlandesgerichts Dresden hin. Dieses hatte einer Gewerbemieterin Recht gegeben, und geurteilt, dass Gewerbemieten bei einem staatlich verordneten Lockdown gesenkt werden dürften, da der Mieter die Störung seiner Geschäftsgrundlage nicht selbst verursacht habe.
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Kommentare

25.02.2021, 14.37 Uhr
Hans Dittmar | Stirbt der Einzelhandel - stirbt die Stadt
Genau so ist es. Und das sollten mal die Politiker in Erfurt und Berlin bedenken. Hier sind Händler die keine monatlichen Diäten erhalten. Die sind morgen in Insolvenz.

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25.02.2021, 15.19 Uhr
Sigmund | WHO
Ein Vertreter der WHO sagt, „Ende der Pandemie in Sicht – offenbar auch ohne Impfung.“ Jetzt muss ich einmal die Frage stellen, wo sitzen nun die größeren „Deppen“ bei „WHO“ oder in der Bundesregierung? Ich denke die Frage ist erlaubt, oder?

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25.02.2021, 15.22 Uhr
Heimathistoriker | Der Einzelhandel in seiner Vielfalt stirbt
"Das Sterben des Einzelhandels begann schon in den 1990er Jahren. Die Geschäfte waren vielfältig und zahlreich. Ein wahrer Boom führte 1990 dazu, das an jeder Ecke Geschäfte entstanden, wo es nicht schnell genug ging, mussten Verkaufswagen und umgebaute Wohnwagen als Übergang herhalten.
Doch mit den Bau der Einkaufsmärkte veränderte sich erstmalig die Struktur des Einzelhandels.
Das Internet und das damit verbundene Angebot führte in den letzten Jahren dazu, das Preise schneller vergleichbar waren und man auch für Angebote einige Kilometer Fahrt auf sich nahm. Es folgten die großen Onlineportale, welche im eigentlichen Sinn dem Einzelhandel zusetzten.
Der Kunde selbst hat es in der Hand und es gibt diese, die treu ihre Stammläden aufsuchen. Aber sie werden weniger und werden den Lauf nicht aufhalten können.
In der aktuellen Situation wird der Einzelhandel wie auch die Gastronomie enorm belastet.
Um so länger der Lockdown anhält, um so mehr Geschäfte werden aufgeben. Es muss und kann nur besser werden!"

Zitiert von einem bekannten Nordhäuser CDU-Regionalpolitiker!

Und jetzt mal ran an die Bouletten, die Politik hat eigentlich die Möglichkeiten, etwas zu ändern!

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25.02.2021, 16.25 Uhr
Christian79 | Heimathistoriker mit solch einen Namen..
Heimathistoriker mit solch einen Namen sollten Sie aber wissen das es in den vor 1930 viel mehr Geschäfte gab.
Es ist nun einmal der Lauf der Wirtschaft, Angebot und Nachfrage .
1920 hätte jeder von uns ohne selbst zu produzieren zum Bäcker Fleischer Schumacher Schneider und vieles mehr gemusst um sich einzudecken dann kamen immer mehr vollversorger auf dem Markt mag es einst die Konsum/Supermärkte gewesen die die einzelnen Geschäften den gar ausmachen sind es gestern /heute die Märkte mit dem vollsortiement wie Marktauf die den Rest platt machen wie den Bäcker und Fleischer elektronikläden usw. Jetzt ist es Amazon und und Co. Es gab immer Verlierer und wird immer welche geben.
Die Gewinner sind immer die Kunden schneller und billiger sowie Wege gespart.
Ich kann es nicht nachvollziehen warum Galeria Kaufhof oder wie die heißen unterstützt werden aufhalten kann es keiner.
Staat und Stadt sollten sich heraushalten es wäre ein fass ohne Boden.

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25.02.2021, 16.40 Uhr
A-H-S | Selbst angeordnete Tötung
Nein, der Einzelhandel stirbt nicht - er wird getötet.

Nach wie vor kann mir niemand erklären, warum 40 Leute in einen Discounter einkaufen können, der auch Lebensmittel Schuhe, Werkzeug oder Blumen anbietet - aber nebenan der Schuhladen, der Baumarkt oder Blumenladen geschlossen wurde.

Oder unsere letzten Klamottenhändler der Stadt - diese Läden werden vielleicht von 20-40 Leuten am Tag besucht, eine Menge, die sich ständig in einem Discounter befindet.

PS1: Ich traue mich gar nicht nach der Verantwortlichkeit für die Schließung zu fragen...

PS2: Wir benötigen auch keine verkopfte Öffnungsstrategie. Die Ansage lautet einfach: macht wieder auf.

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26.02.2021, 06.47 Uhr
Marco Müller-John | .....Öffnen reicht nicht
Zu kurz gedacht. Fakt ist doch, das geöffnet wird, ob jetzt oder in 4 Wochen. Spätestens, wenn der Maibaum steht, gibt's kein Halten mehr.

Liebe CDU ändert das Ladenschlussgesetz ab und belebt die Innenstädte durch attraktive Verkehrskonzepte . Wenn Montags tote Hose ist, muss ein Einzelhändler auch Sonntags öffnen dürfen. Die Kleinen wohlgemerkt, nicht die omnipräsenten gesichtlosen Ankermieter in den Einkaufszentren.

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26.02.2021, 07.17 Uhr
diddi72 | Wasser und Wein
Es soll doch tatsächlich ortsansässige Unternehmen geben, die seit Jahren ihr Geld mit dem Import von Waren aus China und anderen Ländern und deren Weitervertrieb zu einem großen Teil über Onlinehandel ihr Geld verdienen.

Ja, der Einzelhandel wird getötet. Genau von solchen Unternehmen. Schon seit vielen Jahren, da brauchte es Corona gar nicht mehr.

Es soll hier sogar Kommentatoren geben, die ihr Geld auf die gleiche Weise verdienen. Nix Genaues weiß man nicht. ;) Das mit dem Wasser und dem Wein sollten solche Leute auch mal überdenken.

Davon ab: Ich halte Onlinehandel nicht für komplett falsch. Das ist der Lauf der Zeit. Die Gesellschaft muss sich darauf einstellen. Und das tut sie auch. Nur geht es mir gegen den Strich, wenn sich die Profiteure dieses Wandels über das Sterben des Einzelhandels empören.


Gruß
Diddi

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