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Sa, 09:03 Uhr
13.03.2021
Politiker in der Covid-Klemme

Das Dilemma des Öffnens

Mehr öffnen heißt, viele Bürger glücklich zu machen, ein Stück alten Lebens zurück zu bekommen, aber mehr Öffnen macht in letzter Konsequenz auch mehr Tod auf den Intensivstationen wahrscheinlicher. - Gedanken von Bodo Schwarzberg...


Die Unfähigkeit oder Schwierigkeit, zu entscheiden, ob das Verrammeln von Türen oder deren Öffnung die richtige Entscheidung ist, beweisen uns die meisten Politiker tagtäglich. Das ist richtig schlimm und sie sind nicht zu beneiden:

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Denn die Virologen und noch mehr die Systembiologen haben uns die dritte Welle und damit mehr Schwerkranke seit Wochen vorausgesagt. Nimmt ein verantwortlicher Politiker volle Intensivstationen und mehr um ihr Leben ringende Menschen leichtfertig in Kauf, wenn er den Kreis Nordhausen zu einer Modellregion eines Aufbruchs machen will? Ausbruch also contra Aufbruch? -

Es kann durchaus sein, dass Menschen der Politik einst Anzeigen schreiben: die einen, weil sie durch Verdrängung, Leichtfertigkeit und einen Schuss Egoismus ihre Familienangehörigen geopfert sehen, die anderen, weil sie ihr die Zerstörung ihrer Existenz vorwerfen. Das Dilemma mit der unantastbaren Würde des Menschen wird durch die Pandemie offenkundig.

Aber: Die Zahlen der täglichen und nun, dank Lockerungen sicher wieder ansteigenden Covidtoten sind leider abstrakt.

Sie verschleiern das wahre, schlimme Leiden. Die Schwerkranken, die um Luft ringen, sind für uns, und hier vor allem für die nicht von Covid betroffenen Familien, unsichtbar, da weggeschlossen.
Die geschlossenen Geschäfte, Fitnesstudios und Klubs in unseren Städten, ja den ganzen Glücksentzug aber, sieht und spürt die gesamte Gesellschaft unmittelbar.

Brechts berühmter Satz: "Erst wird gefressen und dann kommt die Moral." - Er zieht sich wie ein Riss durch unser Gemeinwesen. - Denn was ist die richtige Entscheidung in einer solchen Situation?
Bodo Schwarzberg
Autor: psg

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Kommentare
tofa
13.03.2021, 09:52 Uhr
Zeit zwischen Heu und Gras...
Wer gern in isländischer Literatur schmökert (so wie ich) wird immer wieder auf den Begriff "eine Zeit zwischen Heu und Gras" stoßen. Er wird dort meist sinnbildlich gebraucht, bezieht sich aber auf eine typische Situation der Bauern auf Island in früheren Zeiten - immer im Frühjahr: das Heu in der Scheune ist alle, das erste Gras auf den Wiesen lässt noch auf sich warten, die Schafe verhungern und sterben, obwohl doch endlich wieder die ersehnte Sonne scheint...
So kommt mir unsere Situation gerade auch vor - das Heu (der Lockdown, der nicht mehr durchzuhalten ist, weil die Stimmung kippt und die Schäden zu groß werden) ist alle und das Gras (die Impfung (insbesondere der Alten), die alles entschärfen könnte) lässt auf sich warten. Möglicherweise kommt jetzt erst die eigentliche Durststrecke der ganzen Pandemie?
Aber ich bin auch etwas optimistisch. Ich glaube, auch der größte Coronaleugner hat inzwischen ein Gespür für Hygiene entwickelt. Wenn nur jeder Vorsicht walten lässt, vor allem im Kontakt mit seinen älteren Familienangehörigen, die Möglichkeit der Schnelltests reichlich genutzt wird - dann steigt vielleicht die Zahl der Infizierten, aber nicht die der ITS Patienten und Toten...? Das Virus springt von Mensch zu Mensch - letztendlich liegt die Verantwortung auch bei jedem Einzelnen und kann nicht einfach nur auf die Politik geschoben werden...
Halssteckenbleib
13.03.2021, 10:36 Uhr
Hygiene
hin oder her.Es gibt immer wieder Situationen wo es einfach nicht möglich ist.Zuviel Hygiene füht auch nur wieder zu Allergien.Alles muß heutzutage steril sein.Ist ja irre...Das Virus mutiert und schert sich nicht um Hygiene.Gelle?
Halssteckenbleib
13.03.2021, 10:47 Uhr
Und
was ist dann wenn das Virus Teil resistent gegen Masken,Abstand,und Hygiene wird?Oder gegen blaue und weiße Masken?Dann kommt pink...
Das Ganze wird wohl ewig so weiter gehen.
Vielleicht kommt dann das Ende der Welt
sputnik
13.03.2021, 11:53 Uhr
mehr öffnen
ich habe mit großem Interesse die Entscheidung im Saarland verfolgt und auch die Begründung des Gerichtes. Tenor dort und sicher auch mal allgemein richtungweisend mit Verweis auch auf das RKI. Die Hauptquellen der Ansteckung/Infektion liegen im privaten Bereich. Deshalb hat das Gericht im Saarland auch wegen Unverhältnismäßigkeit die Schließung aller Geschäfte gekippt und auch die verordnete 40 m2 Regelung. Selbst in den kleinen Gaststätten und Bars wurde schon im letzten Jahr ganz viel für Hygeine und Abstand getan, ebenso in Hotels hier im Lande.
Das finde ich gut und richtig. Ich bin also für eine wesentliche weitere Öffnung.
Erstens wird in den kleinen Läden auch sehr penibel auf Hygiene usw. geachtet. Zweitens habe ich auch absolut nicht verstanden und verstehen wollen, dass die großen Discounter alles und alle Sortimente verkaufen dürfen und die kleinen Fachgeschäfte mit dem teils selben und sogar noch besserem Sortiment und Beratung nicht öffnen durften.
Das Krisen-Management des Bundes ist für mich schon seit Beginn nur eine einzige Kathastrophe gewesen. Wann wurde endlich mal mit größeren Tests begonnen? Wann wurde sich mal endlich um Masklen bemüht? Wann wurde sich endlich mal um Impfstoff bemüht? Meines Wissens und aus den Medien heraus erst per Auschreibung Mitte November. Da fragt man sich doch: Leute, gehts noch? Andere Länder haben zwar eventuelld das Doppelte für den Imopfstoff bezahlt, erhalten den aber auch vorrangig und ausreichend und sind mittlerweile bei einer Impfrate > 50 %. Was macht Deutschland? Alles ein- und wegsperren, dadurch die Wirtschaft, Handel kaputt machen und nun mit Milliarden am Leben erhalten müssen. Statt dessen hätte man sehr zeitig mit Testen und auch Impfen beginnen müssen. Die Kosten und der Aufwand sind bereits jetzt abschätzbar viel geringer als für Dauer-Lockdown. Warum dann noch Lockdouwn? Ganz einfach, weil man unfähig und nicht in der Lage war rechtzeitig, angemessen, richtig auf diese Pandemei zu reagieren und zu agieren. Angebliche logische Konsequenz daraus sietens der Politik: Wir müssen Lockdown machen damit sich das Virus und die Mutationen nicht wieter ausbreiten können. Blödsinn!
Halssteckenbleib
13.03.2021, 12:47 Uhr
Anstecken - privaten Bereich?
Woher weiß man das so genau?Werden wir etwa heimlich ausspioniert?Kontrolle wer wen und wieviel wann anstecket....schlimm das alles.Heutzutage scheint jeder Mensch auf einer Intesivstation nur noch an diesen Virus zu sterben.
sputnik
13.03.2021, 13:35 Uhr
anstecken im privaten Bereich
Das hat man sicherlich herausgefunden bei der Kontakt-Verfolgung, soweit diese überhaupt möglich war.
Bega
13.03.2021, 15:18 Uhr
Öffnen?
Was wurde denn gelockert?
Ich darf jetzt zum Friseur - super, ab nächste Woche in den Buchladen, zur Kosmetik....
Aber der Baumarkt, der soweit ich mich noch erinnern kann, aus einer riesigen Halle mit hohen Decken besteht, bleibt zu. Hä? Die Kosmetikerin behandelt mein Gesicht und in den Baumarkt darf ich nicht. Im Lidl, Aldi und Co. ist es auf Grund von Angeboten voll...
Vor einigen Tagen kam vom MDR ein Bericht über den Thüringer Landtag, selbst Herr Ramelow saß über einen längeren Zeitraum sehr dicht mit den Abgeordneten zusammen. Was soll man dazu sagen?
Sie predigen Wasser und trinken Wein.
Aber die „armen“ Politiker.....
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