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Mo, 13:56 Uhr
26.07.2021
CDU kritisiert Holter-Vorschläge scharf

„Distanzunterricht ist Bankrotterklärung von R2G“

„Schule lebt von der Anwesenheit von Schülern und Lehrern. Die Pläne des Thüringer Bildungsministers zum neuerlichen Distanzunterricht sind eine Bankrotterklärung der rot-rot-grünen Inklusionspolitik.“ Mit diesen Worten hat der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Christian Tischner, jüngste Aussagen des linken Bildungsministers Helmut Holter kritisiert...

Holter hatte erklärt, bei steigenden Corona-Zahlen gegebenenfalls Inklusionsschüler in der Schule und die restliche Klasse im Distanzunterricht zu Hause unterrichten zu lassen. „Damit gibt der Minister indirekt zu, dass Thüringer Schulen gar nicht dazu in der Lage sind, Inklusionsunterricht zu gestalten. Das Scheitern der Inklusion nonchalant mit Digital- und Distanzunterricht abmildern zu wollen, werden wir Herrn Holter nicht durchgehen lassen“, sagte Tischner.

Angesichts dieser Erkenntnis fordert der CDU-Abgeordnete, „Schülern eine erfolgreiche Bildungskarriere über die Förderschulen nicht länger zu verbauen. Grundübel ist das rot-rot-Schulgesetz. Es hat den Bildungsweg über spezialisierte Förderschulen massiv erschwert und muss dringend rückabgewickelt werden“, so Tischner. „Mit seiner verfehlten Inklusionspolitik bindet der Bildungsminister personelle Ressourcen und verschärft den Lehrermangel zusätzlich.“ Statt Lehrer von zusätzlichen Aufgaben zu entlasten, damit sie alle Kraft in den regulären Unterricht legen können, wolle Holter offenbar den Wechsel- und Distanzunterricht nutzen, um den Lehrermangel zu kompensieren. „Wir brauchen aber sowohl digitalen als auch analogen Unterricht auf einem hohen Niveau. Lehrer können nicht durch Bildschirme ersetzt werden“, sagte der CDU-Bildungsexperte.

Ebenfalls kritisch sieht Tischner die als „Ermächtigungsgesetz“ diskutierten Pläne Holters für den Fall einer erneuten Verschärfung des Infektionsgeschehens. Der Minister hatte gefordert, mit einem Notlagengesetz die kommunale Selbstverwaltung im Bildungsbereich außer Kraft zu setzen. „Nur damit er sich nicht mit Schulträgern und dem Landtag auseinandersetzen muss, will der Bildungsminister künftig einfach alle kritischen Maßnahmen im Alleingang durchdrücken“, so Tischner. „Der Minister würde seine Politik offenbar am liebsten nur noch per Anordnung machen. So kann er seinen Zick-Zack-Kurs unbehelligt fortführen und muss sich nicht mit lästigen Argumenten auseinandersetzen. Das hat er zuletzt schon bei seinem Umgang mit der parlamentarischen Kritik an der Maskenpflicht in Grundschulen und an der Aufhebung der Testpflicht an Schulen bewiesen“, sagte der CDU-Politiker.
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Kommentare

27.07.2021, 11.52 Uhr
Real Human | Schuldig sind jetzt allein die Impfgegner!
Mit alleinigen Schuldzuweisungen sollte man zwar vorsichtig sein. Aber angesichts der VERHEERENDEN Folgen, welche die Corona-Pandemie allein z.B. im Bildungsbereich hat, ist eine klare Ansage vonnöten.

Die Pandemie würde sehr schnell zu Ende sein, wenn weltweit alle Menschen, geimpft wären. Selbstverständlich außer denen, für die eine Impfung ein beträchtliches Risiko für ihre Gesundheit wäre. Sie müssten bis zur – dann sehr schnellen! – Ausrottung des Virus isoliert werden.

Nie zuvor in der Medizingeschichte wurden so schnell wirksame Arzneien (in diesem Fall Impfstoffe) gegen eine weltweite Seuche entwickelt wie jetzt. Für eine schnelle weltweite Behandlung ist aber ihre Produktion leider nicht schnell genug. Das bietet dem Virus die Möglichkeit, sich gegen die Impfstoffe evolutionär zu optimieren („Fluchtmutationen“). Etwa nach dem Motto: „Was mich nicht ausrottet, macht mich nur stärker!“ (Selbstverständlich ist ein Virus kein strategisch denkendes Wesen, sondern nur wandlungsfähiger Gencode in einer andockfähigen Hülle. Mal selbst genauer informieren!)

Um so schlimmer ist, dass es bildungs-unwillige/feindliche Zeitgenossen gibt, die dem gesundheitsschädlichen Parasiten quasi die Scheunentore öffnen. Noch schlimmer: Es gibt sogar Solche, die die zweite deutsche Demokratie durch die Beförderung einer Gesundheitskrise zuerst diskreditieren und danach abschaffen wollen!

Wer ein unwissenschaftliches abrahamitisches Hirngespinst im Parteinamen führt, dem ist schon deshalb nicht zu trauen!

Die praktische Konsequenz für verantworungsvolle Eltern wäre, ihre Kinder nicht in Schulen zu schicken, in denen JETZT – nachdem in Deutschland genügend Impfstoff vorhanden ist – auch nur ein Lehrer oder Erzieher nicht geimpft ist. Mal sehen, wie hoch der Schutz vor einer lebensgefährlichen Erkrankung verglichen mit der allgemeinen Schulpflicht vor Gericht gewertet wird!?

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27.07.2021, 12.31 Uhr
Paulinchen | Ein Impfgegner beim Autokauf:
Verehrter Kunde, Sie haben sich nun für den Typ X entschieden, dazu muss ich Ihnen sagen, dass dieses Modell über eine sehr geringe Serienausstattung verfügt. Deshalb muss ich jetzt von Ihnen folgendes Wissen?
- Wünschen sie sich Sicherheitsgurte und Gurtstraffer?
- Soll Ihr neues Auto über Airbags verfügen, wenn ja, wieviel?
- Möchten Sie ein ABS-bremssystem?
- Soll Ihr neues Auto über das ESP System verfügen?
- Es ist kein Seitenaufprallschutz in den Türen vorhanden. Möchten Sie diesen?
- Benötigen Sie einen Bremsassistenten?
- Wenn Sie eine Frontscheibe ohne Sicherheitsfolie nehmen, sparen Sie ebenfalls Kosten. Wie lautet hier Ihre Entscheidung?

Sollten Sie auf die bis jetzt genannten Optionen verzichten, dann sparen Sie ca. 5.000 €, möchten Sie das?
Kunde: Was Sie bis jetzt genannt haben sind doch alles nur Teile, welche für die Sicherheit der Fahrgäste (!!) und mich eingeschlossen dienen oder?
Verkäufer: Richtig, für ihre Sicherheit und aller Insassen, sollten Sie sich durchaus für diesen Geldbetrag entscheiden. Sie und wir alle haben ja nur dieses eine Leben.
Kunde: Da haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen, denn die meisten Automobilhersteller verbauen dies Sicherheitsoptionen inzwischen schon serienmäßig, man weiß ja nie, wann man sie braucht.
Verkäufer: Wie recht Sie doch denken, dann, machen wir das, gemäß Ihres Wunsches.

Warum denkt der Impfgegner nicht so über seine Mitmenschen bei der Impfung gegen Corona?

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27.07.2021, 12.37 Uhr
Mueller13 | Nomen est omen. Nicht.
@ Real Human

Zitat Real Human: "Die Pandemie würde sehr schnell zu Ende sein, wenn weltweit alle Menschen, geimpft wären."
-> Bitte geben Sie mal in eine Suchmaschine Ihrer Wahl die Wort: "Gibraltar 100% geimpft Inzidenz 600" ein. Und dann wiederholen Sie Ihren sinnbefreiten Satz nochmal.

Zitat Real Human: "Nie zuvor in der Medizingeschichte wurden so schnell wirksame Arzneien (in diesem Fall Impfstoffe) gegen eine weltweite Seuche entwickelt wie jetzt"
-> Und macht Sie dieser Umstand nicht nachdenklich?

Zitat Real Human: "Die praktische Konsequenz für verantworungsvolle Eltern wäre, ihre Kinder nicht in Schulen zu schicken, in denen JETZT – nachdem in Deutschland genügend Impfstoff vorhanden ist – auch nur ein Lehrer oder Erzieher nicht geimpft ist"
-> Aha, der "Real Human" will Lehrern und Erziehern also deren Grundrechte nehmen?!

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27.07.2021, 13.17 Uhr
Kritiker2010 | Ein Bisschen mehr Weitsicht wäre hilfreich
Natürlich muss man jetzt darüber nachdenken, wie es nach der Ferien weiter geht. Jedoch sollte man auch hier Regelungen für mehrere mögliche Szenarien im Blick haben - und dabei auch die tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten berücksichtigen. Denn die Realität spielt unseren Experten dieser Tage ja immer wieder Streiche und vereitelt die Pläne kurzfristig.

Um Paulinchen den Unterschied zwischen CORONA!-Impfbefürwortern, -Impfgegnern und den -Impfkritikern vor Augen zu führen, greife ich das Beispiel nochmal auf.

Impfbefürworter:
K: Ist da alles drin was man heute so haben muss?
V: Ja natürlich, und total sicher ist es auch, wie im Prospekt beschrieben.
K: Na gut. Dann kaufe ich den Wagen.

Impfgegner:
K: Hat der so ne Airbags? Die könnten ja einfach so los gehen, oder?
V: Machen Sie sich keine Sorgen, das hat sich millionenfach bewährt.
K: Nein, das glaube ich nicht. Mein alter Wagen hatte das auch nicht. Tschüß.

Impfkritiker:
K: Der Wagen ist also mit Vollausstattung?
V: Ja, tolles Ding und absolut sicher.
K: Und die Berichte zum Ausfall der Sicherheitssysteme?
V: Naja, die Leute reden viel, sie wissen ja und dann diese Querdenker, ha ha ha.
K: Es gibt dazu aber ne Rückrufaktion. Wurde das Teil hier schon ersetzt?
V: Machen Sie sich mal keine Sorgen. Fahren Sie erst mal und dann sehen wir weiter.
K: Und wenn es doch knallt?
V: Na so dürfen Sie nicht denken.

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27.07.2021, 13.20 Uhr
PandaR | Nicht nur eingeben, sondern auch zu Ende lesen
@Müller
Mittlerweile ist die Bevölkerung von Gibraltar sogar schon zu 116 % geimpft und am Ende des Artikels finden Sie die Auflösung!
Es wurden nur die verabreichten Impfungen gezählt, aber dabei missachtet, dass auch Nichteinwohner von Gibraltar mitgeimpft wurden.
Insgesamt liegt die Impfquote der tatsächlichen Bevölkerung deutlich unter 100 %.
Immer nur das hören und sehen, was ins eigene Weltbild passt und den Rest geflissentlich weglassen beim nachplappern - so entstehen und verbreiten sich diese „Wahrheiten“.
Im Übrigen hat Gibraltar nur ca. 34.000 Einwohner, d.h., es müssen nur ca. 200 Menschen in 7 Tagen anstecken, um eine Inzidenz von 600 zu erreichen.

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27.07.2021, 14.42 Uhr
Kritiker2010 | Ja, bitte zu Ende lesen.
Ist etwas abseits des Artikels - dient aber zur Ergänzung der Kommentare.

Gibraltar:
vollständige Impfungen offiziell: 39.077
Bevölkerung (im Jahr 2019): 33.701
Impf-Überhang: fast 5.400 Personen

Bis zu 8.000 spanische Pendler sollen in den Impfungen enthalten sein. Daraus errechnet sich eine Impfquote von knapp 80% bei den Einwohnern.
All diese Zahlen sind natürlich mit Unschärfen behaftet.

Aktuell werden dort 281 aktive Infektionen gezählt.
Davon sind 254 Einheimische betroffen und 27 Besucher.
Die genaue Zahl der geimpften und nicht geimpften Infizierten und deren Kranheitsverläufe bleiben offen.

Zumindest wirft man aber ein Bröckchen hin:
Von 18 (vor)gestern gemeldeten Personen,
sind immerhin 10 geimpft und 8 nicht geimpft.

Die Meldung zeigt sehr schön, wie man mit solchen Zahlen Stimmung machen kann.
Der mediale Aufschrei bei einer nominal äquivalenten 200er Inzidenz in Deutschland wäre vermutlich dramatisch.
Die 600er Inzidenz in Gibraltar lässt sich hingegen irgendwie weg erklären.

Der Paradigmenwechsel beginnt offenbar.

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27.07.2021, 16.28 Uhr
Mueller13 | Dann eben eine Nummer größer
@ PandaR

Wenn Ihnen Gibraltar nicht relevant genug ist, dann nehmen Sie von mir aus auch Spanien oder Großbritannien.

Großbritannien: Impfquote 55%, Inzidenz 372
Spanien: Impfquote 56%, Inzidenz 385

Deutschland: Impfquote 50%, Inzidenz 15

Sehen Sie eine signifikante Korrelation von Impfquote und Inzidenz?

@ Paulinchen
Wenn ich ü60 wäre, würde ich der Vektor- und mRNA-Impferei auch wesentlich aufgeschlossener gegenüberstehen.^^ Bin Ich aber nicht. Ein Blick in die Sterbedaten 2020 sagt zudem, dass Corona mehr oder weniger nur in der Alterskohorte ü80 stattgefunden hat. Wenn wir also den Personenkreis ü60 schützen, ist die Nummer statistisch durch.

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27.07.2021, 18.06 Uhr
Kama99 | Ich glaube ...
vor der Wahl keinen Zahlen mehr. Wir haben eine so niedrige Inzidenzzahl die unglaubwürdig ist, während Länder um uns drumherum erschreckende Zahlen aufbieten. Welche Partei würde jetzt, vor den Wahlen, noch einmal einen Lockdown ankündigen wollen.

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