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Do, 11:27 Uhr
09.09.2021
Corona

Auffrischimpfungen ab sofort möglich

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen mitteilt, können ab das Auffrischimpfungen für Personen ab 60 Jahren und älter angemeldet werden können. Die vollständige Impfung muss dabei mindestens sechs Monate zurückliegen...

Die Gesundheitsministerkonferenz hat beschlossen, dass eine Auffrischimpfung zum jetzigen Zeitpunkt durch Personen, die das 60 Lebensjahr vollendet haben, nach individueller Abwägung, ärztlicher Beratung und Entscheidung wahrgenommen werden kann.

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Voraussetzung ist, dass die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Der Nutzen einer vorsorglichen Auffrischimpfung für diese Personengruppe, für die ein hohes Risiko für schwere Verläufe bei einer COVID-19 Infektion besteht, ist bereits hinreichend belegt. Aus diesem Grund haben Sie ab sofort die Möglichkeit, an allen Impfstellen über unser Buchungsportal www.impfen-thueringen.de einen Termin für Ihre Auffrischungsimpfung zu buchen.
Autor: red


Kommentare
Icefire
09.09.2021, 13.09 Uhr
Hinreichend belegt...
Die kvt lädt bereits munter die jenigen zur Drittimpfung ein, die sich zu Beginn der Kampagne auf impfen-Thüringen.de online angemeldet hatten. Selbstverständlich unter sorgfältiger Abwägung, aber doch schon unter dem Aspekt, dass der Vorteil hinreichend belegt ist.
Das ist verwunderlich. Entweder die kvt ist schlecht informiert oder sie ignoriert die Medienberichte bewusst, wo über schwere Reaktionen bei der dritten Impfung in einem Seniorenheim berichtet wird und Ärzten geraten wird, die generelle Empfehlung der EMA und Stiko abzuwarten, denn anscheinend gibt es diese noch gar nicht?
wahrist
09.09.2021, 14.45 Uhr
Wie irre
muss man sein, wenn man sich diese Impfung verpassen lässt? Geschehnisse in Oberhausen? Einfach mal wirklich informieren und nicht bloß in den linientreu gleichgeschalteten Medien, die uns immer mehr verdummen wollen und durch falsche oder Nicht- Information so entsetzlich viel Schaden anrichten. Auf Achgut ist sogar die Warnung der Ärztekammer Nordrhein verlinkt . Ich kann nur hoffen, dass dort viele nachlesen...
Marino50
09.09.2021, 15.58 Uhr
Impfauffrischung
Die Brühe ist doch nicht so optimal. Alle Versuchstiere (Menschen) wieder vortreten. Heute Drittimpfung und im März treffen sich alle wieder zur vierten. Aber zwischendurch noch die Doppelimpfung gegen Altersgürtelrose ( hier muss auch noch geforscht werden) und die Impfung gegen Grippe läuft ja auch wieder an.
Die Alten halten durch und lassen alles über sich ergehen. Ich gehöre auch zu dieser Ü 60 Gruppe
Kritiker2010
09.09.2021, 16.42 Uhr
Warum nicht gleich ein Impf-Abo - das wäre doch mal Zeitgeist!
Wer ein oder zweimal auf die Nummer reingefallen ist, wird es auch ein drittes, viertes und x-tes Mal machen.

Gelegentlich habe ich den Eindruck, dass so mancher Geimpfte seinen gesellschaftlichen Status am Impfstatus fest macht - nach dem Motto: Hochschulabschluss hab ich nicht, ne große Nummer bin ich auch nicht ... Aber ich bin geimpft, deshalb werde ich gelobhudelt und bekomme sogar ne „Extrawurst“.

In Zeiten, wo sachliche Recherche und die eingehende Auswertung empirischer Daten als Schwurbelei bezeichnet werden und das Nachplappern von Schlagzeilen durch irgendwelche Handlampen als Wissenschaft verkauft wird, ist alles möglich.

Leuten, die sich dennoch weiter quer bilden wollen, empfehle ich ein Video auf YouTube mit dem Titel "Die Pandemie in den Rohdaten".
Der Protagonist erklärt dort ruhig und nachvollziehbar, was ich seit Monaten versuche, dem Einen oder Anderen (auch hier) mit dem kleinen Löffelchen anzureichen.

Im Übrigen wünsche ich viel Spaß beim Weiterimpfen. Und bitte das Portmonee nicht vergessen. Denn am Ende läuft es doch immer so: Erst gratis anfüttern und dann abkassieren.
ndhmann
09.09.2021, 17.12 Uhr
hinreichend belegt ????????
Wer hat die Notwendigkeit der dritten Impfung hinreichend belegt?
Das ist allein eine politische Entscheidung der Gesundheitsminister der Länder und dem Dank Infektionsschutz vermeintlich allmächtigen Minister Spahn. Die Wissenschaft, auf die sich sonst gebetsmühlenartig berufen wird, hat bisher keine belastbaren Studien zu Drittimpfungen vorgelegt und deshalb gibt es auch keine klare Aussage der EMA bzw. Stiko. Es ist purer Aktionismus der Politik.
Was gibt es dann zukünftig für Einschränkungen bzw. ,,erimpfte Freiheiten" für nur 2x geimpfte Personen?
In ihrem Impfaktionismus erfinden Poliker dann vielleicht eine Kategoriesierung für Geimpfte ähnlich dem Energielabel.
2 x Klasse E , 3x Klasse D, 4x Klasse C............
Im Umgang mit Corona würde mich nichts mehr wundern!
Kobold2
09.09.2021, 20.47 Uhr
Ja, schon irre
Was hier so mancher von sich gibt.
Aber warum die Aufregung?
Nach den, für einige so wahrheitsgetreu und nicht gleichgeschalteten alternativen Medien, sterben die Geimpften doch sowieso in spätestens 2 Jahren.
Andere gehen sogar von September, ich meine, den aktuellen aufgenommen zu haben, aus.
Vermutlich nach der Wahl....???
Oder habt ihr jetzt doch Angst, vor der Überlastung des Gesundheitssystems, durch die Nebenwirkungen der Impfungen, wie uns der "seriöse" Dr. Dykta aus Hof vorhergesagt hat?
Zu Risiken und Nebenwirkungen, befragen sie bitte nur den, der ihrer Meinung ist...
Rob2000
09.09.2021, 21.06 Uhr
Da muss
Ich Kritiker2010 wirklich mal loben...
Ich denke auch das es auf ein Abo in naher Zukunft hinaus laufen wird.
Trüffelschokolade
09.09.2021, 22.22 Uhr
Youtube-Videos und co.
Und wenn man einmal dabei ist sich Videos auf Youtube anzuschauen, kann man gleich noch "Faktencheck: Die Widerlegung des Videos „Pandemie in den Rohdaten“ dazunehmen.

Das ist ganz praktisch um zu sehen wie viel Unsinn eigentlich die Coronahysteriker, auch bekannt als Querdenker, produzieren und mit was für billigen Maschen sie arbeiten.

Kann man auch sonst ganz gut sehen: schön ist es, dass etwas weiter oben Oberhausen angesprochen wird. In den einschlägigen Kanälen sieht man gerade einiges darüber, inklusive der ständigen Meldung eines Todesfalls. Das Besondere an der Sache ist: die vermeintliche Impftote hat gar keine Impfung erhalten, und wurde bereits palliativ versorgt.

Die Kassenärztliche Vereinigung wies am Mittwoch ebenfalls darauf hin, dass sie aufgrund der Vorfälle in Oberhausen ein generelles Aussetzen der Auffrischungsimpfungen nicht für notwendig halte und es schlichtweg weiter im Ermessen der behandelnden Person liegt. Mit anderen Worten: Der vermeintliche Impfskandal ist keiner.

Was hingegen ein Skandal ist: Wie die Krankenhäuser immer voller werden durch Ungeimpfte und damit die Versorgungslage für alle, ganz egal welchen Impfstatuses, verschlechtern. Wenn die Leute jetzt noch mehr im sowieso schon kaputtgesparten Gesundheitssystem belastet werden, dann müssen auch andere OPs abgesagt werden, Leute können nur noch schlechter versorgt werden, es passieren mehr Fehler aufgrund von Erschöpfung, etc.
Auf den Intensivstationen liegen dabei derzeit nicht nur Alte. Mehr als die Hälfte der Patienten, die Corona-bedingt auf der ITS liegen, sind unter 60. Mehr Leute zwischen 30-39 liegen da als 80+. Mit anderen Worten: Es trifft nicht nur alte Menschen.
Kritiker2010
10.09.2021, 10.21 Uhr
Faktencheck? Urteilen Sie gern selbst!
Wir wollen ja alle umfassend informiert sein und sollten daher jede seriöse Quelle nutzen. Daher empfehle ich, auch das von Trüffel angeführte Faktencheck-Video zu anzusehen.

Meine ganz persönliche Einschätzung möchte ich hier aber nicht verhehlen:
Schon rein qualitativ verbindet die beiden Videos und Personen nichts, aber auch der inhaltliche Bezug zum Original ist denkbar dünn und überlagert von falschen Unterstellungen des selbsternannten Faktencheckers. Die nüchternen Zahlen aus dem original werden, wie zu erwarten, nicht widerlegt, sondern, nach bekanntem Muster, mit irreführenden Fakten und viel Aufregung umschifft. Eine Menge dystopisches „Hätte, Würde, Könnte“, dazu ein emotionaler und inhaltlich wertloser Einspieler runden das verzerrte Bild ab.

Es möge sich dennoch jeder ein eigenes Urteil bilden, sowohl über die Erkenntnisse aus den Videos, als auch darüber, ob und was man sich in Zukunft so alles wegspritzen lässt.

P.S. Vielleicht nennt Trüffel auch noch ein paar belastbare Quellen zu seinen/ihren aktuellen Zahlen der an Covid-Erkrankten auf den ITS und deren Impfstatus. Rohdaten bevorzugt!
Trüffelschokolade
10.09.2021, 11.07 Uhr
Zahlen
Zahlen, so wie die von mir genannten, finden sich direkt bei der Quelle: Dem DIVI-Intensivregister.
Dort wird seit neuestem auch die Altersstruktur der Covid19-Fälle auf den ITS aufgeschlüsselt, und von da habe ich das Ganze auch übernommen.

Auch das RKI gibt massenweise Berichte und Zahlen heraus. Aufgeschlüsselt wird da zum Teil dann auch wer eigentlich auf den ITS liegt. Vor ca. zwei drei Wochen waren das bspw. 94% Ungeimpfte.
grobschmied56
10.09.2021, 13.40 Uhr
Die Märchen von der Überlastung...
... der Krankenhäuser mag man inzwischen kaum noch anhören. Kaum haben Klabauterbach und Co. die 'vierte Welle' mit Pathos und Brimborium verkündet, wird auch schon wieder das Schreckgespenst der 'voll-laufenden Krankenhäuser an die Wand gemalt.
Die realen Zahlen sagen was anderes aus.
Etwas über 1000 Patienten mit Covid 19 werden auf Intensivstationen behandelt. Bei 28 000 vorhandenen Intensivbetten ist das eine Belastung von kaum 5 %.
Einfach mal den Daueralarm abschalten.
Die Deutsche Krankenhaus Gesellschaft hat folgende Zahlen veröffentlicht:
Zitat: 'Ende August ist die Zahl der Covid-Kranken auf den Intensivstationen erstmalig wieder auf mehr als 1000 gestiegen. Sie steigt weiterhin kontinuierlich an. Allerdings stehen Inzidenz und Hospitalisierungszahlen mittlerweile in einem ganz anderen Verhältnis als während der vorangegangenen Wellen. Die Höhepunkte bei den intensivbehandelten Covid-Kranken der vergangenen Wellen lagen bei 2900 (Frühjahr 2020), 5800 (Anfang Januar 2021) und 5000 (Ende April 2021). '
Zitat Ende.
Kritiker2010
10.09.2021, 14.27 Uhr
1:0 für Trüffel
Nachdem ich die DIVI-Daten vom 05.05.2021 bis gestern ausgewertet habe, muss ich Trüffel recht geben: Der relative Anteil der "Jüngeren" ist in diesem Zeitraum deutlich gestiegen.

Absolut betrachtet liegen zurzeit aber ähnlich viele "jüngere" Patienten (mit/wegen) Covid auf ITS, wie bei der letzten Welle - allerdings, ohne dass wir aktuell eine große Welle hätten. Bei den "älteren" Patienten ist erfreulicherweise ein sehr starker Rückgang zu verzeichnen.

Die Impfquote bei den "Älteren" liegt im Allgemeinen höher und daraus ergibt sich dann eine nachvollziehbare Argumentation für die Impfung.

Ob/Welche Effekte (neben der Impfung) tatsächlich für die aktuellen Zahlen verantwortlich sind, ist unklar. Klar ist aber, dass es eine Tendenz gibt, Corona-Positive einerseits mit, andererseits ohne Impfung, mit unterschiedlichen Maßstäben zu messen, insbesondere, um das gewünschte Bild zu zeichnen.

Randnotiz: Aktuell wird mit der undifferenzierten Aussage hausiert, das Durchschnittsalter der Covid-Patienten auf den ITS läge bei knapp über 30 Jahren.
Bemühe ich die DIVI-Daten (die dafür eigentlich zu ungenau sind), so errechne ich ein Durchschnittsalter am 05.05.2021 von grob 64 Jahren, welches bis gestern kontinuierlich auf etwa 58 Jahre fiel - dennoch weit weg von 30 Jahren.
Trüffelschokolade
10.09.2021, 17.53 Uhr
Daten unklar
Was es noch alles für Effekte neben der Impfung gibt, würde mich auch sehr interessieren. Es gibt bei allem im Leben eine ganze Reihe von "Störfaktoren", von Variablen die etwas beeinflussen, aber im eigentlichen Modell nicht enthalten sind/gemessen werden (können).
Zum Glück wird so etwas mit zunehmender Datenlage immer besser. Neben der Impfung ist ja bspw. auch die allgemein Immunstärke der Geimpften entscheidend für potentielle Impfdurchbrüche - je schwächer das Immunsystem, desto größer immer auch die Gefahr eines Durchbruchs. Was nicht bedeutet, dass es bei einem starken Immunsystem keine Durchbrüche geben kann. Nur dass diese unwahrscheinlicher sind. Aber deswegen ist es natürlich immer wichtig zu schauen nicht nur wieviele geimpft sind, sondern auch wer.

Was ich gerade nicht verstanden habe ist folgender Punkt:
"Klar ist aber, dass es eine Tendenz gibt, Corona-Positive einerseits mit, andererseits ohne Impfung, mit unterschiedlichen Maßstäben zu messen, insbesondere, um das gewünschte Bild zu zeichnen."
Was genau ist it den unterschiedlichen Maßstäben gemeint? Zumindest mit Bezug auf Personen auf der ITS ist mir gerade auf den ersten Blick nicht klar, wie das gemeint ist. Bist du auf der ITS oder nicht, bist du (vollständig) geimpft oder nicht, sind ziemlich binäre Optionen.

Die Frage nach dem Durchschnittsalter hatte ich mir auch gestellt. Das kam aus den Zahlen nicht ganz raus, da müsste man wahrscheinlich direkt nach detaillierteren Auflistungen schauen.
Dass es etwas über 30 ist, kenne ich nur aus einem Interview mit einem Mediziner aus Köln (?), der das dezidiert für seine Einrichtung so benannt hat, nicht allgemein.
Das RKI selbst hatte Mitte August das Medianalter mit 48 angegeben. Anfang des Jahres war das noch 77.
(Wobei Median ungleich Durchschnitt. Durchschnitt addiert alles auf und teilt es durch die Zahl der Leute. Median hingegen ist die Zahl genau in der Mitte, wenn man die Messwerte nach Größe sortiert. Also bspw. wenn man 1,2,3,5,7,8,9,15 und 23 hat, wäre 7 der Median und 8,x der Durchschnitt.)
Kritiker2010
10.09.2021, 22.38 Uhr
Erklärung der unterschiedlichen Maßstäbe
Die Impfskepsis vieler Leute hat eine Ursache, nämlich die offizielle Berichterstattung. Fakten existieren nur in die eine Richtung, alles andere sind Verschwörungstheorien von bösen und dummen Menschen.

Unsere Experten haben sich aber im Verlauf der Pandemie so oft geirrt (zu unserem Glück), dass die Aufzählung der vielen Aspekte und des offenkundigen Unverständnisses mehrere Seiten füllen würde.

Zurück zur Überschrift:

Nach Informationen aus verschiedenen Quellen (nicht Social-Media), werden Ungeimpfte nach positivem Test immer als Infizierte gezählt. Geimpfte hingegen gelten nur als Infizierte (Durchbruchinfektionen), wenn sie auch eindeutige Symptome zeigen. Zudem werden Geimpfte - trotzt Infektionsgefahr - auch nicht mehr getestet. Da der Überwiegende Teil der Infektionen aber asymptomatisch oder mit milden Symptomen verläuft (unabhängig vom Impfstatus), werden die ohnehin nicht repräsentativen Infektionszahlen weiter zugunsten der Impfungen verzerrt.

Auch bei den ITS-Fällen oder Todesfällen nehme ich immer öfter eine zweigleisige Berichterstattung wahr. Geimpfte leiden oder sterben demnach trotz Infektionen eher an anderen Grunderkrankungen, Ungeimpfte aber grundsätzlich an Covid. Ob das tatsächlich so ist oder dies nur ein einseitiges Presse-Echo, kann ich noch nicht beurteilen. Die bisherige Serie von Experten-Irrtümern und Desinformation lassen aber vermuten, dass auch hier diese Marschrichtung vorgegeben ist.

Ebenso unglaubwürdig ist die Kommunikationsstrategie bezüglich Nebenwirkungen von Impfstoffen. Anstatt den Leuten reinen Wein einzuschenken und die tatsächlich beobachteten Fälle (die absolut häufig, relativ aber vermutlich dennoch selten sind) offen zu kommunizieren, wird auch hier gemauert und die Glaubwürdigkeit verspielt.

So überlässt man echten Querdenkern das Spielfeld und diese finden genügend Anknüpfungspunkte für unterhaltsame Geschichten.

Die weitreichende Impfskepsis könnte sehr viel geringer sein, wenn die offizielle Strategie nicht derart unglaubwürdig und aus dem Ruder gelaufen wäre.
Trüffelschokolade
12.09.2021, 16.14 Uhr
Unterschiedliche Maßstäbe
Die Kritik dieser unterschiedlichen Maßstäbe kann ich nur in Teilen nachvollziehen. In meinen Augen ist da viel Ignoranz dabei, die anderslautendes weitgehend ausblendet.
Ein Befund, dass Fakten nur in eine Richtung existieren würden, ist schlichtweg Unsinn. Dafür wird auch in Medien viel zu viel diskutiert, Maßnahmen auch kritisiert ohne ins querdenkerische abzustreifen. Das wird aber weitgehend ausgeblendet, und im Reden von den "Mainstreammedien" wird die auch darin existierende Vielfalt der Berichterstattung schlichtweg geleugnet. Das Problem zum Teil war ja eher, dass bestimmte Scharlatane sogar noch mehr Raum bekamen, als ihnen ernsthaft zustehen würde. Das dann aufgrund einer false balance. Das ist aber trügerisch - so werden Scharlatane wie bspw. Bhakdi aufgewertet, obwohl sie sich schon vor langer Zeit aus einer wahrheitsorientierten Debatte verabschiedet haben.

Gleichzeitig sehe ich oft ein ziemlich verqueres Wissenschaftsverständnis. Die Tatsache, dass Wissenschaftler anhand neuer Daten und Erkenntnisse bestimmte Sachverhalte neu bewerten, ist Stärke eines Systems, nicht Ausdruck einer Schwäche. Die dahinterliegende Daten müssen aber auch richtig eingeordnet und erhoben sein, der Kontext muss verständlich sein. Das ist bspw. eine der Vorteile Drostens: in großen Teilen ordnet er Sachen ein und wirft auch die dahinterliegende Beschränkungen auf. In der medialen und politischen Berichterstattungen geht das dann aber oft verloren.
Hier sehe ich zudem einen wichtigen Unterschied zwischen den Schwurblern und ernsthaften Experten: schaut man sich Menschen wie Bhakdi an, gibt es extrem viel Kritik, ein Großteil berechtigt und konstruktiv, ein kleiner Teil sicher auch über das Ziel hinausschießend. Aber statt das zu integrieren und zu hinterfragen, bleibt das in dem Moment aus. Zum Teil sogar mit absurden Situationen: da wird ein Artikel zitiert und gesagt, er würde das und das aussagen. Schaut man dann in den entsprechenden Artikel rein, steht da häufig genug was anderes, zum Teile wurde sogar dezidiert vor der falschen Interpretation gewarnt. Die Reaktion dann? Alles Lüge.
Trüffelschokolade
12.09.2021, 16.20 Uhr
Nachvollziehbar
Was ich nachvollziehen kann ist die Kritik an der Frage, wie Menschen gezählt werden. Da kenne ich die aktuelle Praxis nicht gut genug um sagen zu können, wie es gemacht wird. Das wäre aber auf jeden Fall zu kontextualisieren und auch zu kritisieren. Aber aus einem ähnlichen Grund vermeide ich bspw. den Vergleich zwischen reinen Inzidenzzahlen Ungeimpfter und Geimpfter. Das wird nämlich zu oft nebeneinander gestellt ohne auf die Schwierigkeiten der Erhebung (bzw. fehlenden Erhebung hinzuweisen.)

Was daran allerdings schon wieder dumpf ist, ist die "hier wird eine Marschrichtung" vorgegeben. Das ist natürlich eine denkbar einfache Erklärung. Aber auch eine denkbar einfach dumme.

Was absolut gar nicht nachvollziehbar ist, ist die Kritik an der Kommunikationsstrategie bezgl. Nebenwirkungen. Es wird dezidiert auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen, es wird darüber informiert im Impfzentrum und sonstwo, sie wurden in den Medien groß diskutiert und zum Teil noch aufgebauscht, für das PEI und die Meldung von Impfnebenwirkungen aktiv geworben.
Was Nebenwirkungen angeht wurde und wird mit offenen Karten gespielt.

Gleichzeitig würden sich viele Menschen zu recht auch mehr und bessere Kommunikation wünschen, das stimmt. Details und Informationen sind vielfältig verfügbar, viel diskutiert.
Was hingegen oftmals eher fehlt ist die bessere Begründung von bestimmten Sachen - es soll das und das auf dieser Grundlage gemacht werden. Da hakt(e) es an der Kommunikation häufig.
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