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Di, 18:06 Uhr
11.01.2022
Im vergangenen Jahr gestorben:

Mehr als eine Million Menschen gestorben

Im Dezember 2021 sind in Deutschland nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 100 291 Menschen gestorben. Diese Zahl liegt 22 % über dem mittleren Wert (Median) der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat (+17 821 Fälle). Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor...

Grafik (Foto: Statista) Grafik (Foto: Statista)
1,02 Millionen Sterbefälle im Jahr 2021
Nach den ersten vorläufigen Ergebnissen der Sonderauswertung überstieg die Zahl der Sterbefälle im gesamten Jahr 2021 mit 1 016 899 Fällen die Marke von einer Million. Über eine Million Sterbefälle hatte es auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik in der Nachkriegszeit nur 1946 gegeben (rund 1 001 600). Während damals schwierige Lebensverhältnisse die hohen Sterbefallzahlen erklärten, liegen die Zahlen heutzutage hauptsächlich aufgrund der größeren Bevölkerung und des höheren Anteils älterer Menschen in dieser Größenordnung.

Im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020 sind die Sterbefallzahlen 2021 um 3 % oder 31 327 Fälle gestiegen. Die Alterung der Bevölkerung erklärt diesen weiteren Anstieg nur zum Teil: Aufgrund des zunehmenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung wird seit etwa 20 Jahren mit einer jährlich steigenden Zahl der Sterbefälle in Deutschland gerechnet. Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung vor Beginn der Corona-Pandemie jedoch tendenziell an.

Der Effekt der steigenden Lebenserwartung schwächte damit den Alterungseffekt ab. Bei gleichzeitigem Wirken beider Effekte stiegen die Sterbefallzahlen vor Beginn der Pandemie jährlich um durchschnittlich 1 bis 2 %. Mit dem Einsetzen der Pandemie änderte sich dies: Bereits 2020 war der Anstieg im Vergleich zum letzten Vorpandemiejahr 2019 stärker ausgeprägt (+5 %). Ausgehend von 2019 wäre für 2021 eine Sterbefallzahl von 960 000 bis 980 000 erwartbar gewesen, also ein Anstieg um 2 bis 4 %. Tatsächlich ist sie von 2019 auf 2021 um 8 % gestiegen.

Jahresverlauf 2021:
Sterbefallzahlen nur im Februar und März unter dem mittleren Wert der Vorjahre – deutlich erhöhte Zahlen im Januar, November und Dezember

In Deutschland und weltweit wurde zu Jahresbeginn 2021 über eine äußerst niedrige Aktivität anderer Atemwegserkrankungen als COVID-19 berichtet. Besonders deutlich wurde dies bei der Grippe. Die Stärke von Grippewellen hat sich in der Vergangenheit auch in den gesamten Sterbefallzahlen widergespiegelt und zu erhöhten Fallzahlen in den Wintermonaten geführt. Im Januar 2021 – noch während der zweiten Corona-Welle – lagen die Sterbefallzahlen in Deutschland insgesamt 25 % über dem mittleren Wert der vier Vorjahre. In diesem Monat deckten sich die zusätzlichen Sterbefälle nahezu komplett mit den beim Robert Koch-Institut gemeldeten COVID-19-Todesfällen.

Durch die nahezu ausgefallene Grippewelle in der Saison 2020/2021 und trotz der neu aufgetretenen COVID-19-Todesfälle lagen die gesamten Sterbefallzahlen dann im Februar (-2 %) und im März (-6 %) unter dem Vergleichswert der Vorjahre. Während der dritten Corona-Welle im April (+4 %) und Mai (+7 %) lagen sie wieder darüber. Im Juni (+8 %) fielen die erhöhten Sterbefallzahlen mit einer Hitzewelle zusammen und hatten ihren höchsten Ausschlag in der 24. Kalenderwoche (14. bis 20. Juni), dem Höhepunkt der Hitzewelle mit +17 %.

Im Juli lagen die Sterbefallzahlen noch etwas über dem mittleren Wert der Vorjahre (+2 %), im August lagen sie in dessen Bereich. Im September (+10 %) und Oktober (+11 %) lagen die Sterbefallzahlen wieder deutlich über dem Vergleichswert der Vorjahre. Die Sterbefallzahlen für November und Dezember übertrafen während der vierten Corona-Welle den Vergleichswert nochmals stärker: So starben im November 21 % und im Dezember 22 % mehr Menschen als im Mittel der vier Vorjahre.

Gemeldete COVID-19-Todesfälle erklären hohe Zahlen im Herbst nur zum Teil
Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle ist derzeit bis November 2021 möglich. Im November lagen die Sterbefallzahlen um 15 723 Fälle oder 21 % über dem mittleren Wert der Vorjahre. Beim RKI wurden bislang 7 591 COVID-19-Todesfälle mit einem Sterbedatum in diesem Monat gemeldet. Auch im September und Oktober erklärten die gemeldeten COVID-19-Todesfälle die erhöhten Sterbefallzahlen nur zum Teil.

Für den zusätzlichen Anstieg der Sterbefallzahlen sind mehrere Ursachen denkbar: So können hier unerkannte COVID-19-Todesfälle (Dunkelziffer) oder die zeitliche Verschiebung von Sterbefällen innerhalb eines Jahres infolge der zum Jahresbeginn ausgefallenen Grippewelle eine Rolle spielen (sogenanntes „mortality displacement“). Möglicherweise zeigen sich auch die Folgen verschobener Operationen und Vorsorgeuntersuchungen. Der Beitrag einzelner Effekte lässt sich allerdings derzeit nicht beziffern.

Sterbefallzahlen im November in allen Bundesländern erhöht
Auf Länderebene lassen sich die Sterbefallzahlen derzeit noch nicht für das gesamte Kalenderjahr abbilden. Im November 2021 lagen sie in allen Bundesländern über dem jeweiligen mittleren Wert der vier Vorjahre. Am höchsten waren die Abweichungen in Sachsen (+49 % oder 2 184 Fälle), Thüringen (+47 % oder 1 124 Fälle) und Bayern (+32 % oder 3 529 Fälle). Auch in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Baden-Württemberg betrugen die Abweichungen 20 % oder mehr. Damit waren die Befunde zur Übersterblichkeit in den Bundesländern am deutlichsten, in denen auch die Corona-Infektionszahlen zuvor am höchsten waren. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen waren die Abweichungen am geringsten – hier lagen die Sterbefallzahlen um weniger als 10 % über dem Vergleichswert aus den Vorjahren.

Erhöhte Sterbefallzahlen im Dezember auch in anderen europäischen Staaten
Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts europaweit vergleichend ein. In Deutschland und den Nachbarstaaten Dänemark, Belgien, Frankreich, Schweiz und Österreich wurde in den Dezemberwochen eine moderate bis hohe Übersterblichkeit („moderate excess“ bis „high excess“) festgestellt. In den Niederlanden wurde die Übersterblichkeit in ersten zwei Dezemberwochen bislang als sehr hoch („very high excess“) eingeordnet.

Methodische Hinweise zu den Sterbefallzahlen für Deutschland:
Grundlage der Sonderauswertung für das Jahr 2021 sind erste vorläufige Daten (Rohdaten). Dabei handelt es sich zunächst um eine reine Fallzahlauszählung der eingegangenen Sterbefallmeldungen aus den Standesämtern ohne die übliche Plausibilisierung und Vollständigkeitskontrolle der Daten. Durch gesetzliche Regelungen zur Meldung von Sterbefällen beim Standesamt und Unterschiede im Meldeverhalten der Standesämter an die amtliche Statistik sind diese Daten noch unvollständig.

Aufgrund der hohen Relevanz aktueller Sterbefallzahlen in der Corona-Pandemie hat das Statistische Bundesamt ein Schätzmodell zur Hochrechnung der unvollständigen Daten entwickelt. Damit lassen sich bundesweite Sterbefallzahlen bereits nach etwa einer Woche bereitstellen. Dabei werden die Sterbefallzahlen der letzten neun dargestellten Wochen auf Basis der bislang eingegangenen Meldungen aus den Standesämtern hochgerechnet. Die Zahlen können deshalb zu einem späteren Zeitpunkt geringfügig höher oder niedriger sein. Die Schätzung basiert auf in der Vergangenheit beobachteten Mustern im Meldeverzug, die sich regional zum Teil deutlich unterscheiden. Miteinander vergleichbare Ergebnisse für die Bundesländer liegen deshalb erst nach etwa vier Wochen vor. Die Sonderauswertung wird wöchentlich auf der Themenseite „Sterbefälle und Lebenserwartung“ aktualisiert. Neue Ergebnisse sind jeden Dienstag verfügbar.

Anhand der vorläufigen Sterbefallzahlen lassen sich Phasen der Übersterblichkeit im Laufe eines Jahres identifizieren. So werden direkte und indirekte Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Sterbefallzahlen zeitnah sichtbar. Hierfür wird ein Vergleich zu einem mittleren Wert (Median) mehrerer Vorjahre herangezogen, um das unterschiedliche Ausmaß von saisonal wiederkehrenden Effekten (z. B. durch Grippe- oder Hitzewellen) zu berücksichtigen. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung und des steigenden Anteils älterer Menschen auf die zu erwartende Zahl an Sterbefällen kann in diesen unterjährigen Vergleich nicht einberechnet werden.

Der Median wird für den Vergleich mit den Vorjahren seit Berichtsmonat Juli 2021 verwendet. Der Median hat gegenüber dem arithmetischen Mittel den Vorteil, weniger anfällig gegenüber einmaligen Sonderentwicklungen und Ausreißern zu sein. Ansonsten würde die zweite Corona-Welle ab Oktober 2020 das Durchschnittsniveau so weit anheben, dass man die aktuellen Werte nicht mit einer „normalen“ Sterblichkeit, sondern mit einer durch außergewöhnliche Effekte überhöhten Sterblichkeit vergleichen würde. Der Rückgriff auf den Median ermöglicht somit eine aussagekräftigere Einordnung des weiteren Jahresverlaufes. Weitere Informationen zur Berechnung und Verwendung des Medians enthält die Pressemitteilung Nr. 373 vom 10. August 2021.

Ab März 2020 lassen sich die Zahlen nur vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie interpretieren. Neben der Vermeidung von COVID-19-Todesfällen können die Maßnahmen und Verhaltensänderungen auch dafür gesorgt haben, dass weniger Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Grippe verursacht werden, was sich ebenfalls auf den Vergleich mit Vorjahren auswirkt. Die Ergebnisse der Todesursachenstatistik für das Jahr 2020 legen diesen Zusammenhang nahe. Rückgänge oder Anstiege bei anderen Todesursachen können ebenfalls einen Effekt auf die gesamten Sterbefallzahlen haben. Über die Häufigkeit einzelner Todesursachen können die Sterbefallzahlen jedoch keine Auskunft geben.

Für die abschließende Einordnung der Sterblichkeitsentwicklung werden die Sterbefälle noch ins tatsächliche Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt, um beispielsweise auch den Alterungsprozess der Bevölkerung einzubeziehen. Die dafür erforderlichen endgültigen Ergebnisse inklusive aller Nachmeldungen liegen turnusgemäß zur Mitte des jeweiligen Folgejahres vor. Informationen zu derartigen Ergebnissen für das Jahr 2020 bietet die Pressemitteilung Nr. 331 vom 9. Juli 2021.

Die vorläufigen Sterbefallzahlen beziehen sich auf den Sterbetag, nicht auf das Meldedatum. Da die gemeldeten COVID-19-Todesfälle vom RKI nach Sterbedatum derzeit bis zur 51. Kalenderwoche 2021 veröffentlicht worden sind, ist ein zeitlicher Vergleich mit den vorläufigen Gesamtsterbefallzahlen nach Monaten aktuell bis November möglich. Fälle, für die keine oder unplausible Angaben zum Sterbedatum übermittelt wurden, sind nicht enthalten. Diese Ergebnisse sind noch nicht für den Meldeverzug korrigiert und werden sich voraussichtlich durch Nachmeldungen noch weiter erhöhen. Weitere Hintergrundinformationen zu diesen Daten gibt es im Internetangebot des RKI.
Autor: psg

Kommentare
pseudonym
11.01.2022, 18.36 Uhr
Entweder ich habe es überlesen,
oder es wird interessanter Weise auf eine Auswertung um den Zusammenhang zwischen Impfquote und Covid-Sterblichkeit über der Zeit verzichtet.
Halssteckenbleib
11.01.2022, 18.40 Uhr
Mehr gestorben
Alles wird gezählt..alles wird registriert..alles wird ausgefragt..alles wird gefilmt...alles will man wissen.Der gläserne Bürger.Nur brauchen tut's kein Mensch wirklich...
Trüffelschokolade
11.01.2022, 19.10 Uhr
Zusammenhang
Einen gewissen Zusammenhang zwischen Impfquote und Sterbezahlen kann man selbst vermuten:
Gerade Bundesländer mit den schlechtesten Impfquoten (Sachsen, Thüringen) verzeichnen besonders starke Covid-Sterbezahlen.

Korrelation nicht gleich Kausalität, aber der Zusammenhang würde auf die Wirksamkeit der Impfung hindeuten - was nichts neues ist.
Schlauberger
11.01.2022, 19.21 Uhr
Was wird denn erwartet?
Möchte der ein oder andere vielleicht hören bzw. interpretiert haben dass der größte Anteil der Verstorbenen geimpft war? Davon gehe ich aus, ohne dass ich die genauen Zahlen kenne. Das sollte zumindest so sein, da nicht nur der größte Teil der Bevölkerung an sich geimpft ist, sondern im besonderen die Mehrzahl in den vulnerablen (ist es nicht toll welche bis vor zwei Jahren unbekannte Fachbegriffe es mittlerweile in den normalen alltäglichen Sprachgebrauch geschafft haben) Gruppen. Man kann aber auch selbst denken und den bislang nicht nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Impfung und Übersterblichkeit konstruieren.

Was mich am meisten irritiert ist jedoch, dass es zu Beginn der Corona-Zeit, als die Todesopfer noch mit "an oder mit Corona verstorben" gekennzeichnet wurde, durch einschlägige Kreise ein Zusammenhang zwischen der Infektion und der folgenden Erkrankung vehement verneint wurde, wogegen die heutige Auffassung, nahezu jeder geimpfte Verstorbene starb an den Folgen der Impfung, keinen Widerspruch darstellen soll.
Herbert53
11.01.2022, 20.15 Uhr
Bisher übersehene Nebenwirkungen?
Im Jahr 2021 und insbesondere in den letzten Monaten entstand eine deutlich zunehmende Übersterblichkeit, die Parallelen zur Verimpfung (Booster) aufweist: Steigt die Anzahl der Impfungen, steigt auch die Übersterblichkeit, sinkt die Anzahl der Impfungen, sinkt auch die Übersterblichkeit. Dieses Muster findet sich in verschiedenen Ländern und könnte womöglich ein Hinweis auf bisher übersehene dramatische Nebenwirkungen sein.
diskobolos
11.01.2022, 20.17 Uhr
Man kann heute auch wegen Covid sterben ohne daran erkrankt zu sein...
z. B. wenn eine wichtige Operation um Wochen verschoben werden muss, weil die Klinik überfüllt ist. Da kann es einen ja in der Zwischenzeit dahinraffen.
Romikon
11.01.2022, 21.52 Uhr
wenn die Übersterblichkeit so weiter geht
und die Coronaviren sich abschwächen muss ja ein Blinder mit dem Krückstock erkennen woran es liegen muss.
Ich habe voriges Jahr von einem Bestatterdirektor (Inhaber mehrerer Firmen in Irland gelesen),der hat die Zahlen aus erster Hand im Blick.
Dieser Mann hat das Phänomen sehr wohl gedeutet.
Ratet mal!? Bei dem waren es 30% mehr Umsatz.
Lehrer Schnauz
11.01.2022, 22.12 Uhr
halten wir uns an die Fakten,
ohne irgendetwas zu interpretieren:

1. wir haben eine Pandemie
2. es sind im letzten Jahr mehr Menschen gestorben als sonst

da besteht natürlich absolut kein Zusammenhang !
Rob2000
12.01.2022, 07.59 Uhr
Kann man
den diesen Zahlen und Fakten überhaupt noch glauben schenken. Jeden Tag kommt was neues ans Licht.
Ich persönlich kann da nix mehr glauben.
nur_mal_so
12.01.2022, 08.43 Uhr
fasziniert es mich, dass ein und dieselbe Statistik
sowohl von Corona Maßnahmen-Befürwortern wie auch Coronamaßnahmen-Gegnern zur Untermauerung ihrer jeweiligen Thesen verwendet wird.

Daran sieht man sehr schön, dass es schon längst nicht mehr um Fakten geht, sondern nur noch um Meinungen, und keine der jeweiligen Seiten wird sich je durch Fakten von ihrer Meinung abbringen lassen, denn jede Seite sieht sich im Recht und sich bestätigt. Die ganze Diskussion geht, wie man das sehr schön an den Kommentaren sieht, einfach nur immer wieder von vorn los mit immer raueren Worten. Und wenn es gar nicht mehr anders geht, dann wird einfach der gesamten Statistik nicht geglaubt.

Völlig verfahren, die ganze Situation. Völlig verfahren.
Rob2000
12.01.2022, 09.11 Uhr
Nur mal so
haben sie denn nicht gelesen in den öffentlichen Medien, das mit den Hospitalisierungzahlen gelogen wurde.
Es ist doch aber die plumpte Wahrheit,fast jeden Tag irgendetwas neues. Das RKI hat kein durchblick, zahlen stimmen nicht und und und...
Studien interessieren so wirklich keinen.
Da wir ja in ein bürokratenstaat leben und alles dokumentiert wird. Wäre vielleicht eine Veröffentlichung der kompletten und vorallem ehrlichen Daten eine Liste...
Wieviel sind gestorben, corona,grippe,Krebs, autounfälle, arbeitsunfälle usw...registriert ist das ja auf alle...
Und Statistiken,naja erinnere nur mal zurück vor 2 Jahren, "jeder" Bundesbürger hat zuhause 25000 Euro gebunkert...da fängt es schon an mit der Glaubwürdigkeit.
Kritiker2010
12.01.2022, 10.02 Uhr
Erklärung der Sterbezahlen durch Narrative
Ich greife nur mal 2 Aspekte auf:

1. Sterbezahlen insgesamt normal
Die Zahl für 2021 liegt im Trend seit 2011.
Die Gesamtsterbezahl steigt seither (mit Schwankungen) im Durchschnitt um ca. 1,9% pro Jahr, durch demografischen Wandel (Überalterung) und Wachstum / Zuwanderung (ca. +2,8 Mio. seit 2011).
Vergleiche mit Vorjahr(en) müssen daher fast zwangsläufig zu mehr Sterbefällen führen.
2020 hatten wir im Trend einen Ausreißer nach unten, der in 2021 kompensiert werden musste.
Ein Blick auf die Sterblichkeit (Sterbefälle im Verhältnis zur Bevölkerung) - gern auch getrennt nach Alterskohorten - ist da aufschlussreicher, aber weniger plakativ.
Corona dürfte aber dennoch 2021 (vor allem in den hohen Alterskohorten) seine Spuren hinterlassen haben.

2. Corona-Schutz durch (geringes) Alter, nicht durch Impfung
Der Zusammenhang zwischen Impfung und Inzidenzen bzw. Opferzahlen wird immer wieder bemüht.
Dies gelingt hier und da, wenn man den Betrachtungshorizont (zeitlich oder räumlich) begrenzt.
Zumindest deutschlandweit betrachtet, wird ein anderer Zusammenhang sichtbar:
Die Zahl der Opfer korreliert deutlich mit dem Durchschnittsalter der jeweiligen Region.
Vor allem in den süd-östlichen Bundesländern haben wir gleichermaßen hohe Opferzahlen, wie hohe Durchschnittsalter. Und bekanntermaßen sterben weit überwiegend ältere Menschen mit oder an Corona.

Ich kann mich nur wiederholen:
Die Pandemie verläuft eigentlich erwartungsgemäß – inklusive Omikron.
Doch unsere Experten verstehen immer noch nicht, warum, wann, was passiert.
Und so geht sie weiter, die Geschichte voller Missverständnisse, falscher Prognosen und Versprechen.
Marino50
12.01.2022, 10.24 Uhr
Sterbezahlen
Man sollte vielleicht auch berücksichtigen, dass wir seit 2015 mindestens 2 Mio. mehr Einwohner dazu bekommen haben. Die Menschen werden älter heutzutage.
Irgendwann stirbt jeder. Man soll endlich aufhören, Panik mit solchen Statistiken zu verbreiten. Es gibt wirklich wichtigere Sachen.
Ich bin auch gegen eine Impfpflicht ab 50 Jahre. Was soll das. Die Alten müssen weg. Das ist Diskriminierung. Mit welchem Recht macht man so etwas.
Bürger 0815
12.01.2022, 11.32 Uhr
Marino50
ganz einfach, mit dem Recht des Stärkeren.
Damit das klappt, werden wir von vorn und hinten belogen
Herbert53
12.01.2022, 12.28 Uhr
Alternative Theorien
Alternative Theorien (sei es in diesem Beispielzu den Todesfällen) entstehen vor allem dann, wenn die offiziellen Erklärungen bzw. Zahlen unbefriedigend und widersprüchlich sind. Wer auf skeptische Nachfragen keine befriedigende Antwort erhält, der sucht weiter nach Antworten, die schlüssiger sind als jene, die von offizieller Seite verbreitet werden. Wer schon die Fragen zu Sachverhalten abschmettert, öffnet das Feld erst für die Verführer, die allseits beklagt werden und schafft damit selbst die Voraussetzung für ungezügelte Theorien.
Romikon
12.01.2022, 13.03 Uhr
Herbert es gibt ja garkeine Theorien
das ist ja das Problem.Von Staatswegen ist ja auch nur Ratlosigkeit.Wie auch immer echt oder nicht echt. Es hat sich seit 1946 mit der damaligen Übersterblichkeit nur Eines grundlegend geändert.
Nicht mal Corona hat es geschafft bis mitte 2021 eine Übersterblichkeit hervorzurufen.Auch nicht die Grippewellen.
Was sich im Weltmasstab geändert hat ist eine zusätzliche Impfung.Die mRNA Impfung.
Man muss das ja auch mal so sagen dürfen.
Trüffelschokolade
12.01.2022, 13.04 Uhr
Ambiguitätstoleranz
Konkrete, sinnvolle Fragen zu Sachverhalten werden nicht abgeschmettert.

Sinnlose Fragen, die bereits in den Fragen selbst Falschbehauptungen beinhalten, müssen aber nicht noch durch aufwändige Beantwortung geedelt werden.

Institutionen wie das RKI und Co. ordnen ihre Zahlen oft genug ein, machen Hinweise ("die Erhebung der Daten ist derzeit ungenau weil..."). Genau das wird dann aber oft geflissentlich überlesen.

Das Problem ist in meinen Augen auch ein fehlendes Wissenschaftsverständnis. Wissenschaft zeichnet sich aus durch wandelnde Erkenntnisse, durch eben keine feststehenden Wahrheiten, etc.
Erhofft wird sich aber oft die Postulierung eindeutiger Wahrheiten, die für ewig bestehen bleiben müssen. Zu oft wird der Wandel von Positionen aufgrund neuer Erkenntnislage als Fehler, als Schwäche, angesehen, und nicht als Fortschritt. Wenn sich das RKI hinstellt und sagt "auf Basis der derzeitigen Studienlage gehen wir davon aus, dass..." und ein halbes Jahr später das Ganze zu Teilen revidiert aufgrund neuer Erkenntnisse, dann ist das eine gute Sache.
Landarbeiter
12.01.2022, 14.13 Uhr
Alternative Theorien?
Die bestehen doch nur daraus, dass Herbert und seine Kritiker Freunde den Bürgersteig hoch und runter laufen, alles negieren was die Wissenschaft sagt (was die Regierung sagt stimmt angeblich lt. Querulanten sowieso alles nicht) und als Krönung den Darwinismus und die Evolutionstheorie beim Menschen fordern.
Dabei vergessen diese alternativen Unheilsbringer aber, dass Wissenschaft eben auch ein Punkt in der Evolution ist.

Um den Blödsinn komplett zu machen, wird von einigen dieser Unheilsbringer noch behauptet, dass die Migration an der Übersterblichkeit schuld ist.

man lese sich diese intellektuelle Meisterleistung in ruhe noch einmal durch:
"Die Gesamtsterbezahl steigt seither (mit Schwankungen) im Durchschnitt um ca. 1,9% pro Jahr, durch demografischen Wandel (Überalterung) und Wachstum / Zuwanderung (ca. +2,8 Mio. seit 2011)."

Einerseits behauptet die selbe Klientel, dass nur unbegleitete Jugendliche und junge Männer einwandern, andererseits treiben die hier angeblich die Übersterblichkeit hoch. Wahrscheinlich kommen die alle zum Sterben hier her.

Ich habe mal in der schule gelernt, dass viele junge Menschen die Sterblichkeit prozentual drücken, aber die Schwurbler setzen sogar die Gesetze der Mathematik außer Kraft und behaupten dann noch, dass die Regierung, egal welche, an ihren Bildungslücken schuld ist. Das muss nun wirklich nicht niemand mehr ernst nehmen, was die Schwurbler hier tagtäglich absetzen!
Strobel
12.01.2022, 15.32 Uhr
"Ich habe mal in der schule gelernt"
oh oh oh.
Das manche das Wort überhaupt in den Mund nehmen ist schon grenzwertig.
Kritiker2010
12.01.2022, 17.20 Uhr
Tut Buße, der Landarbeiter verkündet das jüngste Gericht!
Was der Landarbeiter in der Schule so alles gelernt haben möchte ...
Stimmt ohnehin nicht! Mathematik, Physik, Chemie, Biologie - alles nur unmoralisches Geschwurbel alter weißer Männer, mit giftiger Tinte auf chlor-gebleichtes Papier gekritzelt, unter einer ollen Kohlestrom-Glühlampe.
Man stelle sich mal vor, so Leute, wie der Grobi, wären Lehrer gewesen - nicht auszudenken.

Dass 2,8 Millionen zusätzliche Menschen aller Altersklassen auch zusätzliche STERBEFÄLLE (absolute Zahl!) verursachen, kann selbst ein durchschnittlich intelligentes Kind verstehen ... wenn man es ihm erklärt.
Verhalten, Gesundheitszustand und Altersstruktur der Zugezogenen kann sich dann auf die STERBLICHKEIT, also das Verhältnis Sterbender zur Gesamtpopulation (relative Zahl!), auswirken.
Kommen viele junge, gesunde Menschen dazu, wird die GESAMTSTERBLICHKEIT sinken, kommen viele Alte oder Kranke, wird sie steigen.
Dass der TREND ZU STEIGENDEN STERBEZAHLEN (!) in den nächsten Jahrzehnten andauert, ist so sicher wie … na, da kommen wir dann weiter unten drauf.

Ich schrieb zudem von "Wachstum / Zuwanderung" und mit Blick auf eine Zeitspanne von 10 Jahren!
Damit sind also nicht nur unsere neuen Lieblingsmenschen gemeint.
Apropos, wieso sind die plötzlich so blutjung?
Sollten das nicht mehrheitlich Ärzte, Anwälte, Hochschulprofessoren sein?

Wenn ich mich so zurücklehne und einen Blick auf manch Menschlein werfe, wundert mich vor allem, mit welcher Inbrunst einige Exemplare an ihrer Tragödie schreiben. Es soll schlimm sein, schon aus Prinzip. Einen Ausweg darf es nicht geben, außer durch Strafe und Unterwerfung. Gerettet wird nur, wer Buße tut und Ablass zahlt - Spritze, GEZ und CO2-Steuer - weniger geht nicht!

Ich sag´s Euch, manchen Menschen fehlt einfach die Religion oder ein Psychiater.
Peppone
12.01.2022, 18.01 Uhr
Schwurbeln um des Schwurbelns willen
Die Übersterblichkeit mag viele Gründe haben. Corona ist mit Sicherheit einer davon.

Kein Grund der Übersterblichkeit ist Migration. Das Durchschnittsalter der Asylsuchenden ist bei unter 30 Jahren.

Das Durchnittsalter bei normaler Migration liegt weit unter dem deutscher Staatsbürger. Wir sind kein Rentnerparadies für Ausländer.

Für Schwurbler ist leider nicht akzeptabel, dass uns Corona Menschenleben kostet. Da werden die abstrusesten Geschichten gebracht und wiederholt, um die eigene Rechthaberei in Beton zu zementieren.
Das ändert aber nichts daran, dass Corona Leid und Elend, und eben auch Tod bringt.
Halssteckenbleib
12.01.2022, 19.28 Uhr
Mehr als 1e Million gestorben...
Würden sich alle impfen lassen dann wäre das Thema schon lange Geschichte.Aber bei diesen Durcheinander zieht sich das Ganze bestimmt noch einige Jahre hin.Tote.. Geimpfte.. Ungeimpfte.. 1 mal Geimpfte.. 2 mal Geimpfte und gepoosterte auch noch und die Gesunden sind auch noch da....also Leute lasst euch impfen damit alles schnell vorbei ist..
Romikon
12.01.2022, 19.44 Uhr
ob das so funktioniert "Halsimsteck"
Bremen ist auch fast durchgeimpft und hat jetzt die grösste Inzidenz in D..Und Sachsen hatte eine rel. hohe Inzidenz , ist Impfquoten Letzter und hat die geringste Inzidenz in D.
Ob wohl das Impfen doch nicht gerade so Virenfreundlich ist?
Zumindest scheinen ja in Bremen die Viren sich pudelwohl zu fühlen.
Wer böses dabei denkt ist sicher ein Querdenker.
Habe gelesen.Die Amis haben eine Studie veröffentlicht,dass die Tödlichkeit bei der jetzigen Corona Grippe um 91% geringer sein soll.
Das ist aber leider noch nicht durch den eisernen Vorhang in Dutschlud durchgedrungen. Aber es wird ja wieder Montag.
diskobolos
12.01.2022, 20.14 Uhr
Das ist wirklich interessant, Romikon
"Und Sachsen hatte eine rel. hohe Inzidenz , ist Impfquoten Letzter und hat die geringste Inzidenz in D."
Aktuell stimmt das und verwundert zugleich. Über die gesamte Zeit gerechnet hat Sachsen aber sowohl bei den Infektionen als auch bei Corona-Toten die Nase vorn.
Eine mögliche Erklärung wäre, dass Omikron in Sachsen (noch) nicht überwiegt. Warten wir die nächsten Wochen ab.
HisMastersVoise
12.01.2022, 20.30 Uhr
Die Rechnung bitte !!
Es wird zum Schluss gerechnet werden, wie viele Menschen gestorben sind an Corona. Es wird gerechnet werden, wie viele dieser Toten ungeimpft waren. Und dann wird der Bundesländervergleich entschieden. Ich bin mir absolut sicher, daß die hohe Impfquote in Bremen bei der Inzidenz dort sehr viele Menschenleben geschütz haben wird. Und dann werden bald Thüringen und Sachsen und die dort lebenden Menschen ihre Vorbereitung auf die Omikronwelle im Ernstfall testen dürfen. Denn Impfen schützt vor schwerem Verlauf. Also hat sich Bremen bestmöglich auf die angesagte Welle vorbereitet. Jedoch spielt die Sterblichkeitstabelle nur eine untergeordnete Rolle. Denn alle Bürger, welche sich gegen Corona schützen wollten, haben dies getan. Die Anderen gehen halt spazieren in der Zeit. Tragischer Weise wird ein fester Prozentsatz der Infizierten auf Intensiv sterben. Tragischer Weise werden auch indirekt viele Menschen durch verschobene Behandlungen versterben. Und die Mediziner werden nicht mehr als arbeiten können. Dies wird der Preis der Sorglosigkeit sein.
N. Baxter
12.01.2022, 20.50 Uhr
harter Stoff
aber wenn man schon beim Thema Migration ist. Die Impfqouten dort sind nicht die Wucht, Wieler hatte sich verquatscht, Essens OB hat zurückgezogen, in Berlin wurden nun 2 Bezirke mit den niedrigsten Quoten benannt. Welche es waren darf jeder gern googeln bzw. erahnen.

Also bitte, auch hier genau hinschauen...
nur_mal_so
12.01.2022, 21.07 Uhr
nachgefragt: "Es sterben nur Alte und Vorerkrankte" -
Wäre es anders, würde man anders reagieren?
Gingen auch so viele Menschen gegen die Maßnahmen auf die Straße, wenn es Junge und Vorerkrankte erwischte?
Trüffelschokolade
12.01.2022, 21.11 Uhr
Sachsen als Spitzenreiter
In Sachsen starben doppelt bis dreimal so viele Menschen durch Corona wie in nahezu allen anderen Bundesländern, gemessen an der Einwohnerzahl; fast dreimal so viel wie der Bundesdurchschnitt. Lediglich in Thüringen gab es annähernd so viele Tote pro 100.000 Einwohner. Wäre Sachsen ein eigenes Land, wäre es weltweit auf Platz 9 der tödlichsten Länder der Welt was Covid angeht.

In dem Fall könnte man schon zumindest stutzig werden wenn Bundesländer mit besonders hohen Inzidenzzahlen und niedrigen Impfquoten besonders hohe Sterbezahlen haben?
Kassandra
12.01.2022, 21.16 Uhr
Bei Ihren Freunden doch auch nicht...
"...aber wenn man schon beim Thema Migration ist. Die Impfqouten dort sind nicht die Wucht,..."

Das ist doch endlich einmal etwas, was Euch verbindet.

Es ist vollkommen müßig darüber zu streiten, ob es zu einer Übersterblichkeit durch Corona gekommen ist. Ja, es ist dazu gekommen. Und wir können froh sein, dass wir in einem Land leben in dem ein hoher Standard im Gesundheitswesen existiert.
Röhrich2
12.01.2022, 22.07 Uhr
@trüffel
in Sachsen, sowie in Thüringen sind Alle schon TOT. Der Rest SOWIESO.
Strobel
13.01.2022, 08.45 Uhr
Impfen oder nicht Impfen scheint das Hauptproblem in den "Zwangsländern"
Politische Bombe in Österreich.
Polizisten schrieben nun Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) einen offenen Brief, in dem sie ihn zur Rücknahme der Impfpflicht auffordern. Außerdem soll “die Diskriminierung ungeimpfter Kollegen” beendet werden. Der Brief an den Innenminister hat es in sich: Polizisten, die auch die Demonstranten gegen das Impfpflicht-Gesetz in Schach halten sollen, stellen sich klar auf die Seite der Protestbewegung. Ein Polizei-Diakon, ein Polizist und eine Polizistin haben das Schreiben unterzeichnet – sie sagen, dass sie eine ganze Gruppe von mehr als 600 Polizisten vertreten würden.
Kritiker2010
13.01.2022, 09.05 Uhr
Die Trüffel der Erkenntnis ...
Warum in Sachsen und allgemein in den neuen Bundesländern relativ mehr schwere Erkrankungen und Corona-Tote gezählt wurden, habe ich weiter oben schon mal erklärt. Der Zusammenhang ist offensichtlich: das Alter!

1. Die Opfer sind in der Regel hochbetagt.
(Das durchschnittliche Sterbealter mit oder an Corona lag - zumindest in DE - bisher sogar leicht über dem allgemeinen Durchschnitt.)
2. In den neuen Ländern ist das Durchschnittsalter (mit sehr wenigen Ausnahmen) generell höher als in den alten Ländern. (Sind also relativ mehr alte Menschen vorhanden.)

Dazu findet man im Netz hübsch bunte Landkarten, sehen aus wie eine Schablone für Corona-Karten, stellen aber das Durchschnittsalter dar.

Jeder Mensch, der geht, ist ein Verlust. Nur zeigt sich statistisch, dass es sich bei der weit überwiegenden Mehrheit um Menschen handelt, bei denen sich durch Corona lediglich die (tatsächliche oder zugewiesene) Todesart, nicht aber das Datum, geändert hat.

In der Berichterstattung heißt es schon seit geraumer Zeit „im Zusammenhang mit Corona verstorben“. Eine erhebliche Anzahl der Toten dürfte Corona also lediglich als schmückendes Beiwerk gehabt haben, manch einer – dem Hörensagen nach – sogar nur auf dem Papier.

Übrigens, nachdem bisher verkündet wurde, dass die bisherigen Impfstoffe auch gegen Omikron zuverlässig "wirken" und das die einzige Option sei, werden uns die gleichen Scharlatane in Kürze verkünden, dass die alten Impfstoffe selbstverständlich KEINEN hinreichende Schutz bieten und deshalb unbedingt und ganz klar der neue an alle verabreicht werden muss.
Trüffelschokolade
13.01.2022, 09.44 Uhr
Illusion
Die Altersverteilung ist nicht so krass verzerrt im Vergleich zu anderen Bundesländern, dass eine fast dreimal so hohe Todesrate zu erklären ist.

Liest man Berichte über die Sterbezahlen wird ebenfalls betont, dass die Demographie die Unterschiede nicht vollständig erklären kann.
A-H-S
13.01.2022, 14.27 Uhr
@ Trüffel... jaja, die dummen Schwurbler
Zitat Trüffel: "Das Problem ist in meinen Augen auch ein fehlendes Wissenschaftsverständnis."

-> Sie meinen ernsthaft, wenn Sie der Bevölkerung "Dummheit" unterstellen (nichts anderes ist der Ausdruck "fehlendes Wissenschaftsverständnis") haben Sie das Problem abschließend analysiert?

Zitat Trüffel: "Wenn sich das RKI hinstellt und sagt "auf Basis der derzeitigen Studienlage gehen wir davon aus, dass...""
-> Genau da liegt doch das Problem. Wir handeln nicht mehr evidenzbasiert, sondern propagandistisch. Das RKI ist eben nicht nur dazu da, um Regierungspolitik zu begründen, sondern der Regierung an passender Stelle auch die Meinung zu sagen. Und wenn wie in Bayern und Hamburg geschehen, wo Söder und Tschentscher mit herbeigezauberten Zahlen Politik betreiben wollen, nichts passiert auf Seiten der "Wissenschaft", dann sollte man bei Verlautbarungen des RKI nicht zwingend Jubel erwarten.

PS: jetzt 14 Tage nach dem Jahreswechsel sollte eben niemand mehr kommen mit "die Erhebung der Daten ist derzeit ungenau weil...". Weihnachten und Silvester sind durch. Umso unverständlicher sind eben die neuen Restriktionen des MP Ramelow - wir haben uns in der Inzidenz geviertelt und erhöhen in der Gastro die Stufe von 2G auf 2G+ !? Wo ist da der wissenschaftliche Bezug?
Trüffelschokolade
13.01.2022, 15.36 Uhr
Dummheit ungleich fehlendes Wissenschaftsverständnis
Dummheit und fehlendes Wissenschaftsverständnis ist nicht das Gleiche.

Aber ja, ich sehe bei einem signifikanten Teil der Querdenker ein fehlendes Wissenschaftsverständnis.
Ganz ehrlich: was ich auf einigen der Querdenkerdemos in den letzten zwei Jahren an Quark gehört habe über das Immunsystem, über wissenschaftliche Arbeit, etc. lässt einen schon ziemlich zweifeln. Es kommt nicht von ungefähr, warum gerade auch eher esoterische Teile der Bevölkerung da so gut drauf anspringen.
Das ist u.a. einer der Gründe, warum Querdenken in BaWü eines der Epizentren hat. In/um Stuttgart herum gibt es eine relativ große, relativ esoterische Szene, viel Rudolf Steiner, die auch schon vorher ziemlich viel Murks von sich gab. Anders als hier hier zum Beispiel war dort diese ganze Medizinleugnung und Impfgegnerschaft schon länger Thema, auch schon vor Corona.

Gleichzeitig ist das nicht die alleinige Erklärung. Aber das habe ich auch nirgends behauptet, also dementsprechend...
Kobold2
13.01.2022, 19.57 Uhr
Aber nur Weihnachten und Silvester!
In Süddeutschland und SA ist der 6.Januar Feiertag. Die anderen Arbeitstage in dieser Woche werden in der Regel mit Resturlaub und Überstunden ausgefüllt. Kurzum, in dieser 1. Woche läuft nicht viel.
Ganz Deutschland befindet sich erst seit 4Tagen, also dieser Woche im Normalmodus, begleitet von den üblichen Anlaufverzögerungen. ( Schrieb ich letzt Woche schon).
Bis hier belastbare Daten kommen dauerts hierzulande dementsprechend.
Das Ausland schmunzelt nicht umsonst, das man hier noch mit Faxgeräten arbeitet. Von einem digitalen Entwicklungsland kann man nicht mehr erwarten. Wenn die Daten von der Basis nicht entsprechend kommen, kann das RKI auch keine verlässlichen Aussagen machen.
Freuen Sie sich lieber über die derzeit niedrigen Inzidenzen, in Anbetracht der im Ausland schon fest angekommenen Omikronwelle, denn das bedeutet Reserven zu haben, die wir dringend brauchen. Wenn es nicht so hart kommt, dann darf man froh sein, das die bisher getroffen Maßnahmen doch nicht ganz so falsch sind.
Da ist derzeit noch lange nichts durch!
Soviel zu begrenztem Wissenschaftsverständnis....
Das braucht man nicht zwingend, aber man sollte ein paar Zusammenhänge erkennen und beurteilen können.
Die 100000 Neuinfektionen / Tag werden noch fallen. Da braucht man auch keine besondere Bildung für diese Aussage und nein, es gefällt mir nicht!
Rob2000
14.01.2022, 06.57 Uhr
Denkt man
mal in eine andere Richtung,
Bei so vielen Toten...da müsste sich ja auch mal ein bisschen Spielraum auf dem Immobilienmarkt widerspiegeln...oder darf man so nicht denken?!
Flitzpiepe
14.01.2022, 10.23 Uhr
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Da hat Rob2000 ja mal einen gucken lassen.
Es ist für ihn/sie also gar nicht so schlimm mit den vielen Coronatoten. Er/Sie hofft auf einen positiven Effekt am Immobilienmarkt. Je mehr sterben desto entspannter wird es bei der Immobiliensuche - meint er/sie.
Man muss halt nur immer das Positive sehen und ggf. mit dem eigenen Denken und Handeln etwas nachhelfen...
Ekelhaft!
Kobold2
14.01.2022, 15.14 Uhr
Könnte man
Den miesesten Kommetar des Jahre wählen, wäre der Immobilienspekulatius mein unangefochtene Favorit.
Da sieht man, das man selbst aus einer überstandenen Infektion nichts mitgenommenen hat oder einfach nichts mitnehmen will, weil es vordringlich nur darum geht, einfach dagegen zu sein.
Übrigens sollte man die derzeit (noch) niedrigen Inzidenzen wegen den Meldeverzügen auch nicht all zu optimistisch sehen. Auch wenn die letzten Maßnahmen mit zu dem Trend geführt haben.
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