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Fr, 17:04 Uhr
04.02.2022
Wir haben nachgefragt

Gehen im Kyffhäuserkreis die Lichter aus?

Millionen Stromkunden sind fassungslos. Gleich mehrere günstige Stromanbieter gingen Ende des letzten Jahres in die Knie und meldeten Insolvenz an. Ohne Ankündigung warfen die Anbieter ihre Kunden aus den Verträgen. So ging es Gerüchten nach auch Kunden im Kyffhäuserkreis, darunter dem Landratsamt...

Schriftlich wurde den Betroffenen mitgeteilt, dass sie nicht mehr mit Strom beliefert werden können, weil die Preise am Handelsmarkt explodieren. Das Bedauern der günstigen Stromanbieter, mit der historisch einmaligen Preisentwicklung am Strommarkt nicht mithalten zu können, hat in diesem Moment wohl eher Wut, als Verständnis hervorgerufen…



Bekanntlich ist an Gerüchten immer ein kleines Fünkchen Wahrheit. Wir hörten, dass die Verwaltung des Kyffhäuserkreis aus seinem Stromvertrag mit einem günstigen Stromanbieter gekündigt wurde und fragten im Landratsamt Sondershausen nach.

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Herr Dr. Heinz-Ulrich Thiele, Pressereferent des Kyffhäuserkreises, bestätigte, dass der bestehende Vertrag eines günstigen Stromanbieters zum Ende des Jahres 2021 gekündigt wurde. Mehrere andere Landkreisverwaltungen ereilte das gleiche Schicksal.

Natürlich kann in einer Situation wie dieser nicht die ganze Stromversorgung zusammenbrechen. In so einem Fall tritt das Recht auf eine Grundversorgung ein. Die Stadtwerke Sondershausen übernahmen lückenlos eine eins zu eins Versorgung.
Eva Maria Wiegand

Autor: emw

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Kommentare
muraschke
04.02.2022, 17:29 Uhr
Der Markt regelt ... Nichts!
Derweil wollte man ja mal den Energiemarkt freigeben, um durch Wettbewerb ... bla, bla, bla.

Man könnte auch der Regierung und den Verantwortlichen die Effizienzklasse G (EU-konform!) anheften, bevor sie sich wieder zur Wahl stellen.

Der Schwache am Ende der Lichterkette muss (wie immer) darunter leiden!
geloescht.20250302
04.02.2022, 18:36 Uhr
Das Landratsamt...
...muss jetzt wie der Pöbel Grundversorgungs-Strom von den Stadtwerken beziehen? Na sowas...

Hauptsache die nutzlosen Johnson&Johnson-Ampullen für die nächste Impfkampagne werden nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Micha123
04.02.2022, 20:15 Uhr
Licht aus!
Oje...
Ich habe aber ein Grinsen im Gesicht.
Warum soll es denen nicht besser gehen? Und warum bezog man den Strom nicht aus der heimatlichen Region? Man wirb doch immer dafür und dann steckt man das Geld irgendwelchen Billig-Anbietern in den Hals.
Das kann und muss man nicht verstehen!

Klar... man macht das für den Bürger, damit er nicht noch höhere Abgaben hat und so q1wählte man einen günstigen Stromanbieter.
Aber die nun entstehen Mehrkosten, die würde ich von den Gehältern der Mitarbeiter abziehen. Die bekommen im Öffentlichen Dienst gut Geld und da fallen 100 Euro weniger im Monat nicht ins Gewicht.
Kobold2
05.02.2022, 07:10 Uhr
Geiz
War noch nie geil, aber frisst Hirn.
Das die Konzepte solcher Anbieter oft auf sehr wackligen Füßen stehen und man deshalb ein erhöhtes Risiko in Kauf nimmt, ist Grundwissen.
Noch schlimmer ist es, dass nicht mal unsere Behörden regional handeln und denken.
Passt irgendwie zur Leverkusener Brücke, wo man minderwertigen und letztlich unbrauchbaren Stahl aus China gekauft hat, obwohl das größte Stahlwerk Europas ums Eck steht. Was im Kleinen anfängt, zieht oft große Kreise nach sich.
Haben kommt von behalten und dazu gehört das man das Geld in der Region lässt. Im Großen wie im Kleinen.
Micha123
05.02.2022, 10:00 Uhr
von/aus der Region und des Steuerzahler Geldes. Das LRA KYF!!!
Es würde mich einmal interessieren, welchen Preis das Landratsamt nun für den Strom bezahlt.

Zur Info...
Kündigt ein Anbieter den Vertrag beim Kunden, so tritt die Grundversorgung für Strom ein. In diesem Fall die Stadtwerke Sondershausen.
Ein Jeder kann nun einmal bei deren Website nachlesen, welche Kosten entstehen.
Das Landratsamt ist in diesem Fall ein Neukunde. Dieser zahlt im Grunde fast doppelt soviel Geld - als ein Bestandskunde.

Geht es uns Privathaushalten so, dass der Anbieter einem kündigt oder dieser insolvent geht, da haben wir alle ziemlich schlechte Karten und müssen den wirklich unbegreiflichen teuren Preis bezahlen. Den Preis für die Grundversorgung/Neukunden.

Das ist doch Irrsinn!

Von der Region - für die Region... Unbegreiflich!

Aber es ist ja des Steuerzahlers Geld. Wir alle haben demokratisch die Kreisvertretung gewählt.
So lasst uns nicht klagen....
Bussard
07.02.2022, 12:52 Uhr
Oh je, das Landratsamt
Ich glaube nicht, dass im Kyffhäuserkreis die Lichter ausgehen. Bestenfalls aber im Landratsamt.
Kluge Köpfe haben sich sicherlich Gedanken gemacht (?) und ein Sparpotential gefunden, wo man den Strom billiger beziehen kann.
Was stört die Verantwortlichen das Geschwätz der leitenden Mitarbeiter von Gestern ( in der Region für die Region, Hilfe für die Unternehmen in der Region usw. usw. Er-höhung des Steueraufkommens?) wenn man sich selbst nicht daran hält, oder halten will?
Welche großen Einsparungen wurden durch den Bezug von einem Billiganbieter gespart, und welche Kosten entstehen jetzt durch den Bezug von teurerem Strom?
Mit welchem Verantwortungsgefühl jonglieren die Verantwortlichen im Landratsamt?
Einfach mal das Geld der Bürger verpulvern und dann sagen sorry, ist schief gelaufen, aber die anderen Landratsämter hat es auch getroffen, ist doch wohl zu einfach?

Die Zeche müssen wie immer die Bürgerinnen und Bürger des Landkreis tragen. Eine Senkung der Kreisumlage ist in weite Zukunft gerückt.

Solche wundersamen Entscheidungen ist man aus dem Landratsamt eigentlich gewöhnt. Eine Blitzidee wird geboren, umgesetzt und dann für einen Fehler erklärt.
Vor Jahren kaufte des Landratsamt zwei Loipenspurgeräte, welche jetzt irgendwo im Keller vor sich hingammeln. Eingesetzt wurden sie nie. Es fehlt seit Jahren am Schnee im Wintersportgebiet Kyffhäuserkreis?
Was passierte mit den Verantwortlichen des Kaufs? Nichts !!!

Ich frage daher die Verantwortlichen des Landratsamt und hoffe eine Antwort zu bekommen:
1. Wie hoch ist der entstandenen Schaden?
2. Wer trägt den Schaden?
3. Wie gedenkt man zukünftig solche Schäden zu vermeiden?
4. Sind die verantwortlichen Mitarbeiter ihren Aufgaben gewachsen und qualifiziert genug?

Es leibt nebenher nur zu hoffen, dass nicht wirklich das Licht ausgeht und die Verwaltungsmitarbeiter dann wirklich im Dunkeln tapsen müssen.

Es wird sich bestimmt wieder eine Ausrede finden lassen
Micha123
08.02.2022, 08:48 Uhr
Das Landratsamt und die Steuergelder
Ja, man sollte einmal genau dazu Stellung nehmen, so wie es mein Vorkommentartor schrieb!

Ich habe die Tage etwas gelesen, dass es bezüglich dem Anbieter eine Ausschreibung in der EU gab, welche man vor Jahren tätigte.
Auch, dass das LRA nichts verkehrt machte, bei diesem Vorgang...

Trotzdem, wenn man in der Region ist, sollte man das Geld auch in der Region lassen. Die Stadtwerke haben dadurch Steuereinnahmen...
Jetzt erst richtig, weil das LRA einen höheren Preis? zahlen muss.

Steuergelder werden verprasst.
Und da dies fast jede Behörde macht, ist das vollkommen in Ordnung und lässt sich mit dem Gewissen der Mitarbeiter und Gewählten Vertretungen vereinbaren.
(Ich werde auch einfach einmal einen Teil meiner Müllgebühren/kosten nicht bezahlen. Mal sehen, wie schnell die Mahnungen kommen. Und wie schnell man es an ein Inkassobüro weiterleitet.
Und wenn wir alle das so machen - dann ist es auch gut so!!!)

(PS: Das Loipenspurgerät kam letztes Jahr zum Einsatz. Aber mehr auf Privatinitiative von einigen Bürgern und für deren Nutzung.)
geloescht.20250302
08.02.2022, 21:21 Uhr
Ich glaube nicht mal...
...dass Wahlbeamte solche Entscheidungen treffen.

Wer wird denn ausser der Landrätin in diesem Haus von uns Bürgern gewählt?

Ich hatte neulich als Bestandskunde eine Kosten-Erhöhungsmitteilung für Wärme und Warmwasser der Stadtwerke im Briefkasten.

Es würde mich interessieren, wie das für den Neukunden in der Grundversorgung namens Landratsamt gehandhabt wird.

Immerhin bezahlen das die dortigen Verbraucher nicht aus ihrer eigenen Lohntüte, sondern aus dem unermesslichen Finanzpool der Steuerzahler.
Micha123
09.02.2022, 08:12 Uhr
Stromanbieter
Das würde mich auch einmal interessieren, welche Kosten da nun genau entstehen.
Bin gespannt, ob man sich dazu öffentlich äußert...

Ach - der Kreistag wird auch von den Bürgern des Kreises gewählt.
Ob dort diese Entscheidungen über den Anbieter getroffen werden, ist mir nicht bekannt.
Und auch glaube ich nicht, dass es die Landrätin persönlich entscheidet aber sie ist die Spitze im Kreis.
(Franz Josef Jung legte 2009 sein Amt als Bundes-Minister auch nieder, weil ein Oberst in Afghanistan ein Angriff anforderte, bei dem Zivilisten getötet wurden.)

Es gibt ja auch "alternative" Oppositionen im Kreistag...
Leider liest man von denen (noch) nichts zu diesem Thema.
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