Mo, 15:51 Uhr
07.02.2022
Thüringen droht ein Pflegenotstand
Eben haben wir noch vom dinglichen Appell eines Landrates berichtet, da kommt aus einer Parteizentrale der nächste Hilferuf. "In der Praxis ist die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen nicht umsetzbar", meint der parlamentarische Geschäftsführer der Thüringer CDU-Fraktion im Landtag...
Anlässlich der Ankündigung des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), den Vollzug der einrichtungsbezogenen Impfpflicht in Bayern de facto auszusetzen, verweist der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Andreas Bühl, auf einen entsprechenden Plenarantrag (Drucksache 7/4827) seiner Fraktion:
Wir fordern die Landesregierung dazu auf, die Bayerische Initiative zu unterstützen. In der Praxis ist die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen nicht umsetzbar. Thüringen droht ein Pflegenotstand, wenn in der Folge ungeimpfte Mitarbeiter kündigen und die Belastung komplett an den verbleibenden Beschäftigten hängenbleibt. Aufnahmestopps sind in Thüringer Pflegeheimen schon jetzt kein Einzelfall mehr. Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass bestehende Ermessensspielräume genutzt und die Gesundheitsämter von der konkreten Umsetzung entlastet werden. Gleichzeitig braucht es mehr und sensiblere Tests sowie einen konsequenten Einsatz von FFP2-Masken.
Autor: redAnlässlich der Ankündigung des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), den Vollzug der einrichtungsbezogenen Impfpflicht in Bayern de facto auszusetzen, verweist der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Andreas Bühl, auf einen entsprechenden Plenarantrag (Drucksache 7/4827) seiner Fraktion:
Wir fordern die Landesregierung dazu auf, die Bayerische Initiative zu unterstützen. In der Praxis ist die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen nicht umsetzbar. Thüringen droht ein Pflegenotstand, wenn in der Folge ungeimpfte Mitarbeiter kündigen und die Belastung komplett an den verbleibenden Beschäftigten hängenbleibt. Aufnahmestopps sind in Thüringer Pflegeheimen schon jetzt kein Einzelfall mehr. Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass bestehende Ermessensspielräume genutzt und die Gesundheitsämter von der konkreten Umsetzung entlastet werden. Gleichzeitig braucht es mehr und sensiblere Tests sowie einen konsequenten Einsatz von FFP2-Masken.