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Mi, 09:46 Uhr
09.02.2022
FDP kritisiert die Wahl der Knolle zur Giftpflanze des Jahres

Thüringens Kartoffelbauern sind keine Giftmischer

„Dass die Kartoffel durch den Nabu zur Giftpflanze des Jahres gekürt wurde, halte ich für ein völlig falsches Signal an die Verbraucher“, sagt Dirk Bergner, landwirtschaftspolitischer Sprecher der FDP im Thüringer Landtag. Die Kartoffel ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel in Deutschland...

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„Insbesondere wir Thüringer haben auf der gesunden Knolle, die so gut wie kein Fett, dafür aber Stärke, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe enthält, eine schöne Tradition begründet. Unsere guten Thüringer Klöße sind nicht mehr wegzudenken aus der deutschen Esskultur.“

Natürlich gibt es giftige Pflanzenteile. Wer Kartoffeln anbaut, weiß normalerweise um das Gift in Kraut und Blüten und geht entsprechend sorgsam damit um. In den Knollen selbst ist das Solanin in so geringen Mengen vorhanden, dass dies unschädlich ist. „Durch die Wahl der Kartoffel zur Giftpflanze des Jahres wird dem Großteil der Bevölkerung anderes suggeriert“, so Bergner. „Die Käufer zu verunsichern, ist völlig überflüssig. Weder das Kraut noch Kartoffelkeime stehen auf dem Speiseplan.“

Dass die Wahl zur Giftpflanze des Jahres für Aufruhr sorgt, insbesondere unter den Thüringer Landwirten, kann Bergner gut verstehen. „Plötzlich steht jeder Kartoffelbauer wie ein Giftmischer da und muss um den Absatz seines Gemüses bangen.“ Bergner, der auch Thüringens Landtagsvizepräsident ist, liebt Kartoffeln und natürlich auch Klöße. „Ich werde mir den Appetit nicht verderben lassen und genau das rate ich auch allen Thüringern.“
Autor: red

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Kommentare
Andi Macht
09.02.2022, 11:00 Uhr
Immer schön ruhig bleiben
Ich bin selbst Landwirt und baue auch in geringem Maße Kartoffeln an. Dass der NABU die Kartoffel zu der Giftpflanze des Jahres gekürt hat, ist mir erst durch diesen Artikel bewusst geworden.
Mir erscheint es vielmehr so, als habe ein Politiker ein Thema gefunden, um das er sich kümmern müsse, damit man auch verdeutlichen kann wie solide man hinter den Bauern und dem Mittelstand steht. Mir persönlich wäre es viel lieber, wenn der Bauer vor der Politik geschützt wird. (Man wird ja noch etwas träumen dürfen)
Und selbst wenn sich ein paar wenige Verbraucher dazu hinreißen lassen die Kartoffel zu meiden, dann bin ich der Meinung, dass derjenige unsere hochwertigen Produkte nicht verdient hat und irgendwann auch wieder Hunger bekommt.
Marino50
09.02.2022, 11:15 Uhr
Thüringer Kartoffeln...
...sind lecker. Und ich kenne niemanden, der keine Kartoffeln mag. Auch in Form von Pommes, Klößen oder Kartoffelbrei. Man sollte das eher selbst zubereiten, wenn es die Zeit erlaubt. Ich weiß nicht was derjenige speist, statt Kartoffeln. Sicher ein Veganer, der nicht verstanden hat, dass Kartoffeln auch vegan sind. Ich verlasse mich auf das was die Landwirte bei uns produzieren. Ob das bei Kartoffeln aus Ägypten oder was weiß ich woher genauso ist, kann ich nicht sagen. Aber ich kann unseren Landwirten weiterhin gute Ernte wünschen.
Örzi
09.02.2022, 11:57 Uhr
Die armen Veganer
Jetzt können sie nicht mal mehr Kartoffeln essen, nur noch Tofu und Pillen.
Aber wen wundert es. Laut Nabu, Deutscher Umwelthilfe und diversen Aktivisten ist ja so ziemlich alles giftig, schädlich und zerstörerisch. Was bleibt den Menschen da noch übrig. Ich gehe jetzt zur Autobahn und klebe mich an, wer kommt mit?
grobschmied56
09.02.2022, 12:01 Uhr
Der Alarmisten-Verein verkauft alte Hüte...
... als umwerfend neue Erkenntnisse. Teile der Kartoffelpflanze enthalten Solanin. In den Knollen ist davon auch etwas, beim Garen wird es unschädlich gemacht. Auch andere Pflanzen sollte man keinesfalls roh verzehren, weil in ihnen unverträgliche oder giftige Stoffe enthalten sind. Das trifft z.B. auf Auberginen, Holunderbeeren und Grüne Bohnen zu.
Löwenherz
09.02.2022, 12:28 Uhr
Verwirrung
Jetzt bin ich mittelprächtig verwirrt!! Was soll/kann man denn überhaupt noch essen? Fleisch: ungesund, belastet, schadet der Umwelt etc.! Wenn man sich so die Medien antut, hat das schon was von Hexenjagd auf Fleischfresser. Jetzt darf/ kann man noch nicht mal mehr Kartoffeln essen, weil sie angeblich giftig sind. In der Werbung wird einem sogar suggeriert Erbsen hätten auch ein Bewußtsein! Wie konnte die Menschheit nur so lange existieren. Der Mensch ist nun mal ein Allesfresser (seit der Steinzeit). Ich esse, was mir schmeckt, aber in Maßen und nicht in Massen! Mahlzeit!
HeiKev
09.02.2022, 13:14 Uhr
Ist denen langweilig bei der FDP?
Solche Artikel passieren, wenn man eine Nachricht kommentiert, die man gar nicht verstanden hat.
Eigentlich sollte es an der Tagesordnung sein, sich mit seinen Lebensmitteln zu beschäftigen. Aber warum soll es der FDP besser gehen als den Berufs-Empörten.
Mitternacht
09.02.2022, 13:38 Uhr
Dass die grünen Bestandteile der Kartoffel -
bzw. kurz gesagt alles oberhalb der Erde sowie die Keimlinge, wenn Kartoffeln zu lange gelagert werden, nicht gegessen werden sollten, sollte doch eigentlich zur Allgemeinbildung gehören.
Oder ist es einfach so, dass man heutzutage prinzipiell von der wachsenden Unwissenheit bis Dummheit der Menschen ausgehen MUSS?
Kobold2
09.02.2022, 19:08 Uhr
Da fällt mir
der aktuelle Werbespruch einer süddeutschen Firma ein....

"Maultaschen gehen immer"
oder
" Kartoffeln gehören in den Keller, oder in den Stall..."
geloescht.20250302
10.02.2022, 11:55 Uhr
Herrlich!
Andi Macht weiss sicherlich auch (Meinen ehrlichen Respekt vor einem Landwirt!) wie jeder Junge vom Dorf, wie sinnlos diese Diskussion ist.

Ich erinnere mich noch an die "bösen umweltschädlichen" Kartoffelkrautfeuer im Herbst und wie viel Spaß wir hatten, Kartoffeln am Stock aufzuspiessen und dann mitsamt Schale zu essen.

Kartoffelkraut taugte nicht mal zum Unterpflügen und eine grüne Kartoffel nicht zum Essen, da sie noch reifen muss.

Giftpflanze Kartoffel? Dann esst doch Nudeln, Reis oder Tofu, Klugsch...!
Hucky XL
15.02.2022, 09:02 Uhr
Fehlende Bildung in der FDP ist Gift für Thüringen
Die "Giftpflanze des Jahres" wird seit 2005 vom Botanischen Sondergarten in Hamburg-Wandsbek gekürt.
Ein landwirtschaftlicher Sprecher der FDP sollte diesen Fakt kennen oder zumindest recherchieren, bevor er einen Umwelt- und Naturschutzverein wie den NABU öffentlich diskreditiert oder gar diskriminiert.

Kartoffeln und Tomaten sind natürlich giftig. Sind doch Nachtschattengewächse.
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