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Fr, 07:00 Uhr
18.02.2022
Wie ernähre ich mich gesund?

Biokiste und Hühnermobil auf dem Sonnenhof Körner

In Zeiten von Massentierhaltung, übermäßig gespritztem Gemüse, übersäuerten Böden und Fastfoodtempeln ist es nicht einfach, sich gut zu ernähren. Was zu einer guten Ernährung gehört, ist schwer herauszufinden. In unserer Reihe „Gesunde Ernährung" haben wir uns auf die Suche nach Antworten gemacht…

v.r. Loreen Gebert mit ihrem Mann Daniel Bermuske, mit ihrer Mitarbeiterin.   (Foto: Yvonne Hesse Photography ) v.r. Loreen Gebert mit ihrem Mann Daniel Bermuske, mit ihrer Mitarbeiterin. (Foto: Yvonne Hesse Photography )

Wir haben mit der Jungunternehmerin Loreen Gebert vom Sonnenhof Körner, in der ländlichen Gemeinde Körner, im Unstrut-Hainich-Kreis gesprochen.

Kn: Frau Gebert erzählen Sie unseren Leserinnen und Lesern etwas über sich und wie Sie zu einem Biohof kamen
In meiner Schwangerschaft mit meiner Tochter hatte ich die Überlegung, dass ich wenn es mit dem Stillen nicht klappen sollte, eine Alternative zur herkömmlichen Ersatz-Pulvermilch brauche. Da wir genug Platz auf unserem Hof hatten, haben wir Ziegen gekauft, welche kurz darauf Zicklein bekommen haben. So konnten wir die Ziegen melken. Und als meine Tochter geboren wurde sie mit der Milch ernähren.

Sind Sie auf dem Sonnenhof in Körner geboren worden?
Nein. Mein Mann kommt von hier. Ich bin dann später dazugekommen.

Sie haben ein Hühnermobil auf Ihrem Hof. Wie kam es dazu und was ist ein Hühnermobil?
Das mit dem Hühnermobil war die Idee meines Mannes. Er hat ein Technikerstudium und so war es für ihn ein Leichtes seine Ideen umzusetzen. Das Mobil ist ein autarkes Gerät. Die Hühner kommen fünf Tage, wenn die Sonne scheint und das Futter aufgefüllt ist, alleine zurecht. Wir haben mit unserem Hühnermobil in unserer Gegend ein Alleinstellungsmerkmal. Wir treiben es mit Solarenergie an. Die Hühner haben dreimal soviel Platz, wie andere Hühner.
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In der Regel sind 5000 Quadratmeter auf unserer Streuobstwiese eingezäunt und die Hühner sind jeden Tag bis zu 12 Stunden draußen an der frischen Luft, dort leben sie artgerecht. Wir haben 349 Hühner und ein Hahn. Das Hühnermobil wird alle zwei bis drei Wochen im Uhrzeigersinn weitergesetzt. So haben die Hühner immer eine frische Weidefläche und der Boden wird somit geschont. Das Areal ist so groß, dass die Hühner erst nach einem Jahr wieder aus den Ausgangspunkt kommen.

Wie schützen Sie Ihre Hühner vor Feinden?
Wir haben keine Gefahr, da Fuchs und Marder nicht durch den Stromzaun kommen. In dem Hühnergehege laufen immer unsere Ziegen mit. Dazu haben wir noch drei Portugiesische Herdenschutzhunde, die das Gebiet in der Umzäunung bewachen. Manchmal holt sich der Habicht doch ein Huhn, aber das ist halt der natürliche Weg.

Sie bieten Veranstaltungen an. Zu welchem Thema und für wen sind diese Veranstaltungen bestimmt?
Ich habe 2019 über das Thüringer Ökoherz bei dem Projekt. „Lernort Bauernhof" mitgemacht. Damit werden die Höfe für Kinder geöffnet. In einem Lehrgang haben wir gelernt, wie man Kinder pädagogisch und spielerisch an das Thema Bauernhof heranführt. Ich habe eine zweijährige Ausbildung zur Bauernhofpädagogik absolviert. Wir bieten Besuche auf unserem Sonnenhof und Ferien für Kinder an. In diesem Jahr kommt noch energetische Arbeit dazu. Mein Mann und ich sind da ein gutes Team.

Wie groß sind die Gruppen mit denen Sie arbeiten?
Wir legen Wert auf kleine, individuelle Gruppen. Es sind maximal 15 Kinder pro Gruppe im Sommer und in den Winterferien 6 Kinder. Für die Kinder ist es sehr schön, dass wir im Frühjahr Küken und Zicklein haben. In diesem Jahr kommt eventuell ein Kälbchen von unserem Roten Höhenvieh dazu.

Sie liefern Lebensmittel in einer Bio-Lieferkiste direkt in die Haushalte. Was beinhaltet diese Kiste und wie wird sie zusammengestellt?
Unsere Bio-Lieferkiste kann bei uns direkt bestellt werden. Der Kunde stellt sich den Inhalt selbst zusammen. Wir liefern nur frisches, unverpacktes Obst und Gemüse und Käseprodukte von regionalen Erzeugern. Die Lieferung erfolgt persönlich von uns in private Haushalte. Momentan beliefern wir jede Woche Kunden in Mühlhausen, Bad Langensalza, Sondershausen und Nordhausen. Ein wöchentliches Kochrezept mit vegetarischen Gerichten legen wir dazu. Dieses kann auch gut für die Vegane Küche umgewandelt werden.

Was für ein Lebensmotto haben Sie?
Wir sind sehr erfüllt von unserer Arbeit mit der Natur und den Tieren. Dieses Gefühl wollen wir weiter gegen und damit einen Anstoß, das Leben trotz Arbeit zu genießen. Die Ernährung spielt dabei eine große Rolle.
Das Interview führte Eva Maria Wiegand
Autor: emw

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Kommentare
Boni
18.02.2022, 08:12 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Andi Macht
18.02.2022, 08:13 Uhr
Konventionelle Landwirtschaft wird an den Pranger gestellt
Alles in allem finde ich es einen gelungenen Artikel. Nur die Einleitung ist den anderen Berufskollegen gegenüber sehr hetzerisch formuliert. Z.B. wächst auf übersäuerten Böden nichts und ist damit auch nicht Ziel eines Landwirtes. Dies lässt sich ganz einfach mit einer Kalkung beheben. Das ist kostengünstig, schnell, fördert die Gefügestabilität und wird auch im Ökologischen Landbau so praktiziert.

Der jungen Familie wünsche ich alles Gute für die Zukunft. Sie haben eine Nische gefunden in der sie sich entfalten können und hoffentlich genug verdienen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Man darf nämlich auch nicht vergessen, dass der Ökologische Landbau wesentlich mehr Arbeit macht.
NDH-Kanne
18.02.2022, 08:23 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Kobold2
18.02.2022, 09:22 Uhr
Cool
Dass es noch solche Leute gibt.
Örzi
18.02.2022, 12:23 Uhr
Das bringt dem Klima doch gar nichts!
Wer wirklich etwas erreichen will, muss sich ankleben, von Bäumen mit Kot herabwerfen oder trillernd und auf Töpfe schlagend durch die Gegend ziehen.
Davon abgesehen. sollten Luisa und ihre Aktivisten auf dem Hof ein Pflichtjahr absolvieren müssen.
Dann wären sie meiner Hochachtung genau so gewiss, wie die Hofbetreiber.
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