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Do, 12:05 Uhr
03.03.2022
IHK-Umfrage zu Russland

Wirtschaftsbeziehungen schon vor der Krise belastet

Die Hälfte der deutschen Unternehmen mit wirtschaftlichen Verbindungen nach Russland hat die Lage und Perspektive ihrer Geschäfte bereits vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine negativ beurteilt. Das geht aus einer Sonderauswertung der Umfrage „Going International 2022“ der Industrie- und Handelskammer hervor...

An der Umfrage unter knapp 2.700 auslandsaktiven Unternehmen der IHK-Organisation beteilgten sich auch 83 Exportunternehmen der drei Thüringer Industrie- und Handelskammern.

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Unabhängig von der aktuellen geopolitischen Lage und den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind Unternehmen mit Russland-Geschäft von Handelshemmnissen betroffen. Vor allem die bereits bestehenden Sanktionen der USA und der EU sowie russische Gegenmaßnahmen beschränken die Geschäftsbeziehungen. Obwohl ohnehin schon zahlreiche Hürden bestehen, haben nochmals 29 Prozent der Unternehmen eine Zunahme von Handelshemmnissen im Russlandgeschäft wahrgenommen.

Nach Auffassung der drei Thüringer IHKs wird diese Entwicklung angesichts der aktuellen konfliktreichen Situation zwischen Russland und der Ukraine und den damit verbundenen zusätzlichen Wirtschaftssanktionen der EU und der USA fortsetzen und die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen weiter beeinträchtigen. Laut Angaben der Auslandshandelskammer in Russland haben immer mehr deutsche Unternehmen in den vergangenen Jahren den russischen Markt verlassen: Die Anzahl deutscher Firmen hat sich seit 2011 fast halbiert.

Aktuell sind 368 Thüringer Unternehmen mit Wirtschaftsbeziehungen nach Russland bei den Thüringer IHKs registriert. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik wurden im Jahr 2021 Waren im Wert von 387,2 Millionen Euro von Thüringen in die Russische Föderation exportiert. Das entspricht einem Zuwachs von 37,6 Prozent gegenüber 2020. Damit lag Russland auf dem 15. Rang der wichtigsten Exportländer Thüringens. 2,3 Prozent der Thüringer Exporte entfielen insgesamt auf Russland. Die wichtigsten Warengruppen waren Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen sowie pharmazeutische Erzeugnisse. Im selben Jahr wurden Waren im Wert von 74,1 Millionen Euro aus Russland auf direktem Weg nach Thüringen eingeführt, womit Russland an 30. Stelle der Importländer stand und für 0,5 Prozent der gesamten Importe Thüringens sorgte.

Die bundesweite Umfrage „Going International 2022“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ist mit Unterstützung von 79 IHKs erstellt worden. Die Ergebnisse der vorliegenden Sonderauswertung zu Russland basieren auf den Antworten von rund 1.200 Unternehmen, die mit Russland geschäftlich in Verbindung stehen. Die Gesamtauswertung der „Going International 2022“ finden Sie unter www.dihk.de.
Autor: red

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Kommentare
muraschke
03.03.2022, 14:41 Uhr
Erdnussbutter so dick wie möglich
Und im Amiland knallen die Sektkorken ... wenn die Germanen die letzte Tüte "Russisch Brot" aus dem Regal zerren, um Putin zu treffen.

Nein ... alles nur Spass! 20% ... 30% ... 50% Teuerungsrate und mehr auf Autoersatzteile, Lebensmittel, Energie ... Da kommt noch was!

Und wer da glaubt, dass Erfurter oder Berliner Minsterium für künstliche Umschreibung könnte alle Ausfälle ersetzen, der irrt sich ... etwas(?).

Das alles ist ungesund. Diese Pogromstimmung "Kauft nicht beim Russen" lässt sich nie wieder einfangen. Verlieren werden wir alle. Nennen wir es Inflation ... der Dummheit!
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