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Fr, 10:12 Uhr
21.04.2023
Transformation hat in Erfurt begonnen

Das Modernste in Europa

„Der Neubau eines Autohauses ist in dieser Zeit nicht mehr alltäglich“, rief Helmut Peter gestern Abend den über 500 Gästen zur Eröffnung des neuen automobilen Dienstleistungszentrums in der Thüringer Landeshauptstadt zu. Es ist geschafft und es war ein Kraftakt…


Helmut Peter bei der Begrüßung der rund 600 Gäste (Foto: nnz) Helmut Peter bei der Begrüßung der rund 600 Gäste (Foto: nnz)
Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2017 lief Helmut Peter das erste Mal über die Industriebrache im Erfurter Norden. Damals wusste und ahnte er nicht, was ihn in den kommenden Jahren erwarten würde. 25.000 Tonnen Erdreich, das sind 2.500 Lkw-Fuhren, die „umweltfreundlich“ nach Nordthüringen und Sachsen-Anhalt gefahren wurden. Das war nur ein klitzekleiner Bruchteil dessen, was an materiellen oder verwaltungstechnischen „Angelegenheiten“ auf ihn zukam.

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Das alles jedoch ist Geschichte und entstanden ist das modernste Stellantis-Autohaus in Europa. Unter derartigen Prädikaten macht es der Nordhäuser nun mal nicht. Neben den Vertretern der in Erfurt nun vereinten Marken waren auch die Kenner und Macher der Branche in Deutschland gekommen, um mit den Peters wieder einmal eine Neueröffnung zu feiern. Opel, Peugeot, Citroen, Jeep, Suzuki, ein Aufbereitungszentrum, ein Karrosseriezentrum sowie die Veranwortlichkeit des ADAC für die Landeshauptstadt. All das ist in den zurückliegenden Jahren entstanden und wird nun an diesem Wochenende mit einem Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit zu sehen und zu erfahren sein. Das ist kein Autohaus mehr, das ist ein Mobilitätszentrum.

Ministerpräsident Bodo Ramelow bezeichnete Helmut Peter als einen Menschen, der etwas unternimmt – er sei eben ein Unternehmer. Er selbst habe die Geschichte dieses Grundstückes als Erfurter ganz genau gekannt und „oftmals mit den Augen gerollt“, als feststand, dass sich der Nordhäuser dieser Fläche „annehmen wollte“. Was als Ergebnis nun zu sehen ist, das gehe weit über das hinaus, was man gemeinhin als Autohaus bezeichne. Die Autohaus-Peter-Gruppe habe – einfach ausgedrückt – nicht weniger als Mut in und für die Zukunft bewiesen. Das Nordhäuser Unternehmen sei ein klassisches Beispiel für die deutsche Einheit.

Im Gegensatz zu Nordhausen war der Erfurter Oberbürgermeister Adreas Bausewein anwesend und stellte wie Ramelow fest, dass die Osttdeutschen auf das stolz sein können, was sich in den zurückliegenden drei Jahrzehnten verändert habe und was die Ostdeutschen geleistet haben. Und zu ihnen gehören die Unternehmer Helmut und Andreas Peter, die auch der Landeshauptstadt gut tun würden.

Lob und Anerkennung für Viekko Junge und Alexander Kästner (Foto: nnz) Lob und Anerkennung für Viekko Junge und Alexander Kästner (Foto: nnz)
Anschließend würdigten Vertreter der automobilen Konzerne und Branchen das Engagement der Peters an den bisherigen und vor allem an diesem neuen Standort. Stellantis offriert zum ersten Mal eine neue Ära. Florian Huettl, der Vertriebs- und Marketingchef von Opel, sprach von einem Agenturmodell – weg vom Handel, hin zum Mobilitätszentrum, zu einem Mehrmarkenhaus. Das bedingte nicht nur ein neues Haus, sondern auch die Schaffung von 45 neuen zusätzlichen Arbeitsplätzen. 120 Frauen und Männer haben in Erfurt einen krisenfesten Arbeitsplätz.

Thomas Peckruhn, Vizepräsident des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und Händlerkollege der Peters sagte in seinem Grußwort, dass das Auto und die Heizung die Feinde der grünen Ideologen seien. Auch auf die Probleme der Elektromobilität für die Händler ging der Fachmann ein. So haben die Händler drastische Einbußen bei E-Fahrzeugen zu verzeichnen, seit es keine Förderung mehr gibt.

Fritz Güntzler, der Mitglied des Deutschen Bundestages und parallel dazu der Wirtschaftsprüfer der Peter-Gruppe ist, schloss den Reigen der Gäste-Reden. Der Christdemokrat befand schon, dass Teile dieser Bundesregierung etwas zu leichtfertig den wirtschaftlichen Ast absägen, auf dem der Wohlstand der Gesellschaft begründet ist. Und das sei nun mal die Automobilindustrie mit all ihren Facetten, die dazu gehören.

Zum Ende des offiziellen Teils standen die beiden Peters auf der Bühne und setzten eine Tradition fort, die über 30 Jahre hinweg zur Unternehmensphilosophie gehört: das soziale Engagement. Ob nun als Sponsor der Landesgartenschau in Nordhausen, die Unterstützung des THC, Geld für ein grünes Klassenzimmer in Wittenberg oder die Förderung des Erfurter Zooparks, das Unternehmen hat immer ein offenes Ohr. In diesem Jahr kann sich der Zoopark über eine Spende in Höhe von 30.000 Euro freuen.

Persönlich bedankt haben sich die Peters dann noch bei Veikko Junge und Alexander Kästner für deren besonderes Engagement während der Bauzeit. Gleiches galt für Simone Heinemann und ihr Marketing-Team, die für die Eröffnung des neuen Hauses maßgeblich verantwortlich waren und es bis zum Samstag, zum Tag der offenen Tür immer noch sind.
Christian Greiner
Neueröffnung in Erfurt (Foto: AHP)
Neueröffnung in Erfurt (Foto: AHP)
Neueröffnung in Erfurt (Foto: AHP)
Neueröffnung in Erfurt (Foto: AHP)
Autor: psg

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Kommentare
Paulinchen
21.04.2023, 10:58 Uhr
Wann wird....
... Herr Peter endlich Wirtschaftsminister in Thüringen???
Echter-Nordhaeuser
21.04.2023, 11:58 Uhr
Was die Ostdeutschen geleistet haben???
Was nützt uns Nordhäusern Erfurt, hier in Nordhausen und Umgebung brauchen wir Arbeitsplätze. Was haben sie bis jetzt geschaffen, ja ein Industriegebiet Goldene Aue oder sollte man schreiben: Brauche. Hier sollte mehr gemacht werden.
Undine
21.04.2023, 12:30 Uhr
Läuft ja mal wieder alles wie geschmiert, bei Herrn Peter.
Warum sollte ein Nordhäuser Bürgermeister anwesend sein wenn der Mann in Erfurt ein Autohaus eröffnet. Und er war doch in bester Gesellschaft. Von Links über rot bis schwarz war (fast) alles vertreten. Da kann ja nichts schief gehen. Oder doch....?!
G.Auer
21.04.2023, 14:57 Uhr
keine Sorge
der Norden Thüringens war mit dem Landrat und der (Ober)Bürgermeisterin der Stadt Nordhausen sehr wohl gut vertreten. Der Kreis der Vertreter aus Wirtschaft und Politik war schon sehr umfangreich und das Farbspektrum fast aller Parteien vertreten.
RWE
21.04.2023, 15:18 Uhr
Echter-Nordhaeuser, die Peter Gruppe hat Standorte
von Zerbst bis Erfurt und von Wiitenberg bis Göttingen. Ein Großteil der Mitarbeiter ist in Nordhausen beschäftigt. Seien wir doch froh, daß es auch im verschlafenen Nordhausen erfolgreicher Unternehmer gibt.
Ich gebe ihnen recht was was die Gewerbebrache angeht. Wobei man sagen muß - wer arbeiten WILL findet Arbeit.Eine Großansiedlung scheitert auch an mangelnden Arbeitskräften, was durchaus ein Standortnachteil ist.
free Gigi
21.04.2023, 17:09 Uhr
fragwürdig
da wird über Nachhaltigkeit bei der Mobilität geredet aber nur weil die Optik von Autohäusern nicht mehr ins corporate design der Autokonzerne passt, aufwendig umgebaut!!!
G.Auer
21.04.2023, 17:42 Uhr
Nachhaltigkeit
ist bei diesem neuen Konzept von Stellantis eher gegeben, da nun mehrere Marken unter einem Dach Platz finden, statt für jedes Modell wie bisher fast immer ein Extragebäude zu bauen. Die Entwicklung geht halt weiter und es wird sich in den kommenden Jahren noch viel tun in der Automobilwirtschaft.
geloescht.20240214
21.04.2023, 21:38 Uhr
Ramelow als Erfurter..
..na ja man kann sich ja bezeichnen wie man will. Er ist und wird niemals eine Puffbohne. Das sind die wahren Erfurter. Er ist und bleibt, genau wie HÖCKE ein Westgewächs. Genau wie die vielen Westgewächse die immer noch in allen Schaltpositionen sitzen und jetzt ihre Nachfolge nicht aus dem Osten rekrutieren. So isses leider.
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