Di, 14:12 Uhr
12.11.2024
Hainleite Wanderklub
Wanderungen im goldenen Oktober
Auf einem meteorologisch eher schlechten Monatsbeginn folgten schöne Herbsttage, teilweise sonnig und trocken. Das genossen auch die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde des Hainleite Wanderklubs...
Es gab im Monat Oktober insgesamt fünf Wanderungen. Daran haben 159 Wanderfreundinnen und -freunde teilgenommen und haben eine Strecke von 59 km zurückgelegt.
Am 2. Oktober war eigentlich eine Rundwanderung um die kleine Harzgemeinde Sophienhof geplant. Wie mir eine Wanderfreundin erzählte, war das Wetter an diesem Morgen so grottig, dass man kurzerhand entschied, nicht in den Harz zu fahren, da auch dort sehr schlechte Wetterprognosen vorlagen. Kurzerhand entschloss man sich auf den Possen zu wandern. So ging es zunächst von den Bebraer Teichen über den Totenberg hinauf zum Possen. Dort gab es warme Würstchen und warme Getränke. Damit war man wieder gut für den Abstieg über das Rondell und den Prinzessinnenweg gerüstet. An der Adlerskerbe gab es eine Gedenkminute für den hier mit seiner MIG abgestürzten sowjetischen Flieger.
Der Sondershäuser Hauptbahnhof war am 9. Oktober der Ausgangspunkt für unsere Wanderung nach Immenrode. Wir erklommen zunächst den Jechaburger Weg, um dann durch das Kirchtal zu wandern. Unsere Wanderführerin trug uns Informationen zur geschichtlichen Entwicklung dieser kleinen Gemeinde vor. Einst gehörte Immenrode zum Fürstentum Schwarzburg Rudolstadt. In Immenrode lebten im 18. Und 19. Jahrhundert 16 jüdische Familien. Damit war Immenrode zu dieser Zeit die größte jüdische Gemeinschaft des Fürstentums. Aus dieser Zeit stammt der noch heute begehbare jüdische Friedhof. Er liegt am Waldrand etwa 3 km außerhalb der Gemeinde. Heute ist Immenrode ein Stadtteil Sondershausens. Die Zeit wurde leider knapp und wir konnten den Friedhof leider nicht besuchen. Das gilt auch für die Turmwindmühle Emma. Da müssen wir nochmal hin. Bevor wir in den Linienbus nach Sondershausen einstiegen, kamen wir noch an der Dorfkirche vorbei.
In den Südharz trieb es uns am 16. Oktober wieder einmal. Die kleine Gemeinde Neudorf in Sachsen- Anhalt gehört heute zur Stadt Harzgerode. Heute leben da ca. 670 Menschen. Freundlich wurden wir vom zuständigen Seelsorger und dem Leiter der Heimatstube empfangen. In der Kirche St. Peter und Paul, die in der heutigen Form im Jahr 1887 errichtet wurde, erläuterte und der Priester, der auch eine Opernsänger Ausbildung genossen hat, die Geschichte der Gemeinde, die bereits früh durch den Bergbau geprägt wird, bis zum Heute. Im Grubenrevier Pfaffenberg wurden silber- und bleihaltige Erze abgebaut. Der Bergbau endete dann anfangs des 20. Jahrhunderts. Im Anschluss ließ er die Orgel und seine Stimme erklingen. Ich war von diesem Empfang begeistert. Die Kirche war liebevoll ausgeschmückt und sogar beheizt. Nicht überall werden wir so empfangen. Auch in der Heimatstube zeigte uns deren Leiter die zahlreichen von den Bewohnern zusammengetragenen Gegenstände, die im Haushalt und vor allem im Bergbau benötigt wurden. Nun war es Zeit aufzubrechen in das alte Bergbaurevier Pfaffenberg. Die hier zahlreich vorhandenen Stollen und für den Bergbau wichtigen einstigen Plätze sind durch gelbe Schilder in Tannenform gekennzeichnet. Darauf sind wichtige Informationen vermerkt.
Eine ebenfalls schöne Herbstwanderung gab es am 23. Oktober. Wir wanderten durch den Kyffhäuserwald. Startpunkt war der Ententeich. Dann ging es weiter über den Kyffhäuserblick nach Tilleda. Auf dem Weg boten sich herrliche Blicke auf die gegenüberliegende Burg Kyffhausen und das Denkmal. Ein durch die Sonne beschienener, leuchtender Gipfel, während etwas weiter unten im Tal noch der Nebel waberte. In Tilleda angekommen, besuchten wir das Kirschcafe. Gut gestärkt ging es dann wieder aufwärts zum Kyffhäuser und den Ententeich.
Unsere letzte Wanderung im Oktober fand am 30. Oktober statt. Zunächst gab es einen kleinen Rundgang durch die Gemeinde Gehofen. Dieser endete in der zurzeit in Renovierung befindlichen Kirche St. Johann Baptist. In dieser Kirche ist eine Orgel des aus Bad Frankenhausen stammenden Orgelbauers Julius Strobel eingebaut. Unsere Wanderung ging dann weiter durch das Bärental zur im Jahr 2019 neuerbauten und 180 m langen Hängeseilbrücke Hohe Schrecke. Alle Mitwandernden haben die Überquerung gut überstanden.
Wolfgang Lehmann
Autor: redEs gab im Monat Oktober insgesamt fünf Wanderungen. Daran haben 159 Wanderfreundinnen und -freunde teilgenommen und haben eine Strecke von 59 km zurückgelegt.
Am 2. Oktober war eigentlich eine Rundwanderung um die kleine Harzgemeinde Sophienhof geplant. Wie mir eine Wanderfreundin erzählte, war das Wetter an diesem Morgen so grottig, dass man kurzerhand entschied, nicht in den Harz zu fahren, da auch dort sehr schlechte Wetterprognosen vorlagen. Kurzerhand entschloss man sich auf den Possen zu wandern. So ging es zunächst von den Bebraer Teichen über den Totenberg hinauf zum Possen. Dort gab es warme Würstchen und warme Getränke. Damit war man wieder gut für den Abstieg über das Rondell und den Prinzessinnenweg gerüstet. An der Adlerskerbe gab es eine Gedenkminute für den hier mit seiner MIG abgestürzten sowjetischen Flieger.
Der Sondershäuser Hauptbahnhof war am 9. Oktober der Ausgangspunkt für unsere Wanderung nach Immenrode. Wir erklommen zunächst den Jechaburger Weg, um dann durch das Kirchtal zu wandern. Unsere Wanderführerin trug uns Informationen zur geschichtlichen Entwicklung dieser kleinen Gemeinde vor. Einst gehörte Immenrode zum Fürstentum Schwarzburg Rudolstadt. In Immenrode lebten im 18. Und 19. Jahrhundert 16 jüdische Familien. Damit war Immenrode zu dieser Zeit die größte jüdische Gemeinschaft des Fürstentums. Aus dieser Zeit stammt der noch heute begehbare jüdische Friedhof. Er liegt am Waldrand etwa 3 km außerhalb der Gemeinde. Heute ist Immenrode ein Stadtteil Sondershausens. Die Zeit wurde leider knapp und wir konnten den Friedhof leider nicht besuchen. Das gilt auch für die Turmwindmühle Emma. Da müssen wir nochmal hin. Bevor wir in den Linienbus nach Sondershausen einstiegen, kamen wir noch an der Dorfkirche vorbei.
In den Südharz trieb es uns am 16. Oktober wieder einmal. Die kleine Gemeinde Neudorf in Sachsen- Anhalt gehört heute zur Stadt Harzgerode. Heute leben da ca. 670 Menschen. Freundlich wurden wir vom zuständigen Seelsorger und dem Leiter der Heimatstube empfangen. In der Kirche St. Peter und Paul, die in der heutigen Form im Jahr 1887 errichtet wurde, erläuterte und der Priester, der auch eine Opernsänger Ausbildung genossen hat, die Geschichte der Gemeinde, die bereits früh durch den Bergbau geprägt wird, bis zum Heute. Im Grubenrevier Pfaffenberg wurden silber- und bleihaltige Erze abgebaut. Der Bergbau endete dann anfangs des 20. Jahrhunderts. Im Anschluss ließ er die Orgel und seine Stimme erklingen. Ich war von diesem Empfang begeistert. Die Kirche war liebevoll ausgeschmückt und sogar beheizt. Nicht überall werden wir so empfangen. Auch in der Heimatstube zeigte uns deren Leiter die zahlreichen von den Bewohnern zusammengetragenen Gegenstände, die im Haushalt und vor allem im Bergbau benötigt wurden. Nun war es Zeit aufzubrechen in das alte Bergbaurevier Pfaffenberg. Die hier zahlreich vorhandenen Stollen und für den Bergbau wichtigen einstigen Plätze sind durch gelbe Schilder in Tannenform gekennzeichnet. Darauf sind wichtige Informationen vermerkt.
Eine ebenfalls schöne Herbstwanderung gab es am 23. Oktober. Wir wanderten durch den Kyffhäuserwald. Startpunkt war der Ententeich. Dann ging es weiter über den Kyffhäuserblick nach Tilleda. Auf dem Weg boten sich herrliche Blicke auf die gegenüberliegende Burg Kyffhausen und das Denkmal. Ein durch die Sonne beschienener, leuchtender Gipfel, während etwas weiter unten im Tal noch der Nebel waberte. In Tilleda angekommen, besuchten wir das Kirschcafe. Gut gestärkt ging es dann wieder aufwärts zum Kyffhäuser und den Ententeich.
Unsere letzte Wanderung im Oktober fand am 30. Oktober statt. Zunächst gab es einen kleinen Rundgang durch die Gemeinde Gehofen. Dieser endete in der zurzeit in Renovierung befindlichen Kirche St. Johann Baptist. In dieser Kirche ist eine Orgel des aus Bad Frankenhausen stammenden Orgelbauers Julius Strobel eingebaut. Unsere Wanderung ging dann weiter durch das Bärental zur im Jahr 2019 neuerbauten und 180 m langen Hängeseilbrücke Hohe Schrecke. Alle Mitwandernden haben die Überquerung gut überstanden.
Wolfgang Lehmann
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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