Mi, 12:52 Uhr
30.04.2025
Hochwasserschutz:
Umweltminister weihen erneuerten Helme-Deich ein
Die Bewältigung extremer Hochwasserlagen erfordert schnelle und mitunter auch mutige Entscheidungen: Auf dem Höhepunkt des Winterhochwassers zum Jahreswechsel 2023/24 öffnete ein Bagger im Landkreis Mansfeld-Südharz gezielt den Helme-Deich südlich von Katharinenrieth...
Die am 28. Dezember 2023 umgesetzte Aktion bewahrte die Gemeinden Mönchpfiffel-Nikolausrieth und Heygendorf (Kyffhäuserkreis) vor großflächigen Überschwemmungen. Inzwischen ist die Deichscharte geschlossen und der Deich wurde DIN gerecht voll funktionstüchtig wiederhergestellt. Nach Abschluss letzter Restarbeiten zum Wegebau haben die Umweltminister aus Sachsen-Anhalt und Thüringen, Prof. Dr. Armin Willingmann und Tilo Kummer, den instandgesetzten Deich heute an der Stelle der damaligen Öffnung feierlich eingeweiht. Mit vor Ort waren auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Landkreise und der Landesbehörden für Hochwasserschutz aus Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Umweltminister Kummer erklärt: Schon beim akuten Hochwasser 2023/2024 war die Zusammenarbeit hoch professionell – und ging bis jetzt schnell und effektiv weiter. Jetzt ist die volle Funktionsfähigkeit des Deiches wiederhergestellt. Der Hochwasserschutz an der Helme muss weiter angegangen werden. Dazu werden Sachsen-Anhalt und Thüringen ein gemeinsames, länderübergreifendes Hochwasserschutzkonzept erstellen und so die Arbeiten gemeinsam fortsetzen.
Umweltminister Willingmann betont: So geht professioneller Hochwasserschutz mit ‚Sachsen-Anhalt-Tempo‘. Im Angesicht der Krise haben die Verantwortlichen aus Landkreisen und Landesbehörden schnell entschieden und mutig gehandelt. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich die Auswirkungen des extremen Winterhochwassers an der Helme in Grenzen gehalten haben. Umso wichtiger ist es, dass der damals in höchster Not geöffnete Deich schnell wieder voll funktionsfähig gemacht wurde und der gesamte Hochwasserschutz an der Helme jetzt wieder bei 100 Prozent ist. Für einen erneuten Härtetest wären wir also gewappnet.
Die Bau- und Planungskosten für die DIN-gerechte Instandsetzung des Deiches Katharinenrieth belaufen sich auf rund 630.000 Euro. Sie werden von Thüringen getragen; Sachsen-Anhalt hatte die Umsetzung der Maßnahme betreut. Der Deich war zunächst mit Spundwänden, Schotter und Erde provisorisch verschlossen worden. Im Rahmen der Arbeiten wurden das Provisorium entfernt sowie danach etwa 2.000 Tonnen bindiges Deichbaumaterial eingebracht und mit Oberboden abgedeckt. Zum Schutz vor Erosion ist Rasen gesät worden. Abschließend wurden rund 4.500 m² Deichverteidigungsweg wiederhergestellt.
Hintergrund
Die Helme gehört zum Flusssystem der Elbe. Sie entspringt in Thüringen, fließt durch Sachsen-Anhalt und mündet wieder in Thüringen in die Unstrut. Das Winterhochwasser zum Jahreswechsel 2023/24 hatte starke Auswirkungen auf den Unterlauf der Helme, deren Wasserstand in enger Verbindung zur Talsperre Kelbra steht. Diese hatte aufgrund des übermäßigen Niederschlags im Einzugsgebiet teils über das Stauziel hinaus Wasser aufgenommen – und damit die Region deutlich entlastet. Über die Helme wurde die Talsperre sukzessive wieder abgelassen. Thüringen hatte dem Kyffhäuserkreis Zusagen für die Übernahme von Entschädigungen, die im Zusammenhang mit der gezielten Deichöffnung stehen, von bis zu 3 Millionen Euro gegeben. Betroffen waren unter anderem sechs Landwirtschaftsbetriebe, zwei Gewässerunterhaltungsverbände in Thüringen und Sachsen-Anhalt und der Landkreis selbst. Die landwirtschaftlichen Schäden auf den Feldern (Wintersaat, Materialablagerungen, Ausspülungen) waren nach Absprache aller Betroffenen in Kauf genommen worden, um noch größere Schäden in Ortschaften zu verhindern
Autor: redDie am 28. Dezember 2023 umgesetzte Aktion bewahrte die Gemeinden Mönchpfiffel-Nikolausrieth und Heygendorf (Kyffhäuserkreis) vor großflächigen Überschwemmungen. Inzwischen ist die Deichscharte geschlossen und der Deich wurde DIN gerecht voll funktionstüchtig wiederhergestellt. Nach Abschluss letzter Restarbeiten zum Wegebau haben die Umweltminister aus Sachsen-Anhalt und Thüringen, Prof. Dr. Armin Willingmann und Tilo Kummer, den instandgesetzten Deich heute an der Stelle der damaligen Öffnung feierlich eingeweiht. Mit vor Ort waren auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Landkreise und der Landesbehörden für Hochwasserschutz aus Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Umweltminister Kummer erklärt: Schon beim akuten Hochwasser 2023/2024 war die Zusammenarbeit hoch professionell – und ging bis jetzt schnell und effektiv weiter. Jetzt ist die volle Funktionsfähigkeit des Deiches wiederhergestellt. Der Hochwasserschutz an der Helme muss weiter angegangen werden. Dazu werden Sachsen-Anhalt und Thüringen ein gemeinsames, länderübergreifendes Hochwasserschutzkonzept erstellen und so die Arbeiten gemeinsam fortsetzen.
Umweltminister Willingmann betont: So geht professioneller Hochwasserschutz mit ‚Sachsen-Anhalt-Tempo‘. Im Angesicht der Krise haben die Verantwortlichen aus Landkreisen und Landesbehörden schnell entschieden und mutig gehandelt. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich die Auswirkungen des extremen Winterhochwassers an der Helme in Grenzen gehalten haben. Umso wichtiger ist es, dass der damals in höchster Not geöffnete Deich schnell wieder voll funktionsfähig gemacht wurde und der gesamte Hochwasserschutz an der Helme jetzt wieder bei 100 Prozent ist. Für einen erneuten Härtetest wären wir also gewappnet.
Die Bau- und Planungskosten für die DIN-gerechte Instandsetzung des Deiches Katharinenrieth belaufen sich auf rund 630.000 Euro. Sie werden von Thüringen getragen; Sachsen-Anhalt hatte die Umsetzung der Maßnahme betreut. Der Deich war zunächst mit Spundwänden, Schotter und Erde provisorisch verschlossen worden. Im Rahmen der Arbeiten wurden das Provisorium entfernt sowie danach etwa 2.000 Tonnen bindiges Deichbaumaterial eingebracht und mit Oberboden abgedeckt. Zum Schutz vor Erosion ist Rasen gesät worden. Abschließend wurden rund 4.500 m² Deichverteidigungsweg wiederhergestellt.
Hintergrund
Die Helme gehört zum Flusssystem der Elbe. Sie entspringt in Thüringen, fließt durch Sachsen-Anhalt und mündet wieder in Thüringen in die Unstrut. Das Winterhochwasser zum Jahreswechsel 2023/24 hatte starke Auswirkungen auf den Unterlauf der Helme, deren Wasserstand in enger Verbindung zur Talsperre Kelbra steht. Diese hatte aufgrund des übermäßigen Niederschlags im Einzugsgebiet teils über das Stauziel hinaus Wasser aufgenommen – und damit die Region deutlich entlastet. Über die Helme wurde die Talsperre sukzessive wieder abgelassen. Thüringen hatte dem Kyffhäuserkreis Zusagen für die Übernahme von Entschädigungen, die im Zusammenhang mit der gezielten Deichöffnung stehen, von bis zu 3 Millionen Euro gegeben. Betroffen waren unter anderem sechs Landwirtschaftsbetriebe, zwei Gewässerunterhaltungsverbände in Thüringen und Sachsen-Anhalt und der Landkreis selbst. Die landwirtschaftlichen Schäden auf den Feldern (Wintersaat, Materialablagerungen, Ausspülungen) waren nach Absprache aller Betroffenen in Kauf genommen worden, um noch größere Schäden in Ortschaften zu verhindern
