Mi, 18:37 Uhr
30.07.2025
Bericht von Wolfgang Lehmann
Auch im Sommer wird gewandert
Hohe Temperaturen, Schulferien und Urlaubssaison halten uns nicht vom Wandern ab. Das beweisen die zahlreichen Wanderungen und Aktivitäten im Monat Juli...
Am 2. Juli trafen wir uns, wie meist, auf dem Lohplatz. Bereits um 8 Uhr war die Temperatur über 20 °C geklettert. Erschienen waren sieben Wanderfreunde und ließen sich nicht von einer Wanderung in die Hainleite zwischen Straußberg und dem ehemaligen Dorf Kirchberg abhalten. Unsere Wanderleiterin, Hannelore Kutscha hatte viel Material über die archäologische und geschichtliche Situation im genannten Bereich mitgebracht.
Die zwei Autos stellten wir an der Burg Straußberg ab und wir gingen gleich in den Wald. Da waren wir vor der immer stärker werdenden Sonneneinstrahlung geschützt. Zunächst erreichten wir den Standort des ehemaligen Dorfes bzw. die Wüstung Kirchberg.
Danach fanden wir die Reste der einstigen Alten Burg, vorwiegend Erdwälle und Mauerreste zumeist riesige Muschelkalkquader. In der Nähe hörten wir leise Detonationen. Das kam vom benachbarten Sprengplatz eines Munitionsbergungsdienstes. Überall im Wald sind entsprechende Warnschilder zu finden. Die Alte Burg ist eine von etwa 30 Befestigungsanlagen am Nordrand der Hainleite.
Die Herren der Alten Burg waren die Grafen von Kirchberg. Ein Adelsgeschlecht, die hier vom 12. Bis zum 14. Jahrhundert lebten. Nun verließen wir diesen geschichtsträchtigen Ort. Bei einer Wiese wollten wir unsere Mittagspause machen. Da hörten wir ein seltsames und lautes Geräusch. Es klang irgendwie technisch. Für uns war nicht erkennbar, was dieses Geräusch verursacht haben könnte.
Am Folgetag war in den Kyffhäuser Nachrichten zu lesen, dass zu dieser Zeit ein Airbus der Luftwaffe einen Tiefflug über dem Gelände von Straußberg probte. Nach der Mittagspause ging es wieder zurück zur Burg Straußberg und nach Hause. Die Außentemperatur hatte inzwischen die 35 C erreicht.
Ein toller Höhepunkt für Wanderer im Juli war das 25. Gipfeltreffen auf dem Schneekopf. Der Schneekopf ist mit 978 m N.N. der zweithöchste Berg Thüringens. Zu diesem Gipfeltreffen hat der Thüringer Gebirgs- und Wanderverein aufgerufen.
Der Ministerpräsident Thüringens, Mario Voigt (CDU) hat die Schirmherrschaft übernommen. Eine Gruppe von 13 Wanderinnen und Wanderern traf sich an diesem Morgen am Sondershäuser Hauptbahnhof.
Ihr Ziel war der Gipfel des Schneekopfes. Pünktlich um 6:40 Uhr fuhr die Bahn nach Erfurt. Dort stiegen wir um und es geht über Arnstadt nach Gehlberg. Bereits auf dem Bahnhof Erfurt merken wir, dass wir nicht die einzige Gruppe sind, die auf den Schneekopf will.
Bei allen herrscht gute Stimmung. Bereits hier wird mache Bekannte oder auch Bekannter getroffen. Pünktlich kommen wir am Bahnhof in Gehlberg an. Nach wenigen Minuten trifft ein Pendelbus ein, der alle angekommenen Wanderer zum Startpunkt der Wanderungen auf den Gipfel bringt. Zusammen mit noch drei Wanderfreundinnen und Wanderfreunden schließe ich mich der Wanderung Nr. 4 über mehr als 8 km Wanderstrecke an. Ein erfahrener Wanderführer nimmt uns in Empfang. Er wird von einem zweiten Wanderführer mit Hund begleitet.
Insgesamt umfasst unsere Wandergruppe 37 Wanderinnen und Wanderer. Es geht zügig los. An markanten Punkten erhalten wir von unserem Wanderführer wichtige Informationen. Schon bald erreichen wir die Schmücke. Danach befinden wir uns am Teufelskreis. Hier erstreckt sich das Schneekopfmoor. Es ist eine der kältesten und niederschlagreichsten Region unseres Freistaates. Fast 200 Jahre lang wurde hier Torf abgebaut. Seit 1999 betreibt der Forst die Rekultivierung dieser Landschaft. Nächste Station ist der Aussichtspunkt Sachsenstein. Hier machen wir eine Rast und es geht danach zum Kerbholzbrunnen. Das ist die Quelle der Zahmen Gera.
Das Wasser des Brunnens kann man trinken und es soll eine gute Qualität haben. Dann geht es vorbei an der Seifartsburg und über den Wilddiebpfad weiter zum Aussichtspunkt Teufelskanzel. Danach geht es auf den Gipfel des Schneekopfs.
Hier oben treffen wir wieder unsere mitgereisten Wanderfreund. Da sie eine kürzere Wanderung gemacht haben, waren sie schon länger auf dem Gipfel. Hier oben war ein buntes Treiben. Am Turm erfolgte der Zieleinlauf des vom Rennsteiglaufvereins organisierten Schneekopfgipfellaufs. An verschiedenen Ständen präsentierten sich diverse Wanderverbände neben Naturschutzverbänden und vielen Händlern, die Souvenirs, Bücher, Lebensmittel usw. anboten.
Auch für das leibliche Wohl vor Ort war bestens gesorgt. So konnte man z. B. zur Wildschweinbratwurst ein Bier trinken. Im Bierzelt heizte Karin Roth mit Volksmusik ein und die Dorfrocker brachten das Zelt zum Kochen. Für uns hieß es dann auch bald Abschied zu nehmen. Die Deutsche Bahn brachte uns dann auch wieder pünktlich nach Sondershausen. Alle Teilnehmer waren zufrieden und nahmen schöne Erinnerungen mit nach Hause.
Das Kyffhäuser Gebirge ist eine beliebte Wanderregion. Auch wir wandern gern dort, so auch am 09. Juli. Vom Parkplatz am Kulpenberg führte uns Petra Gräf hinab nach Kelbra. Beinahe unten am Fuße der 36 Kurven liegt die Bikeroase. Hier stießen wir im Wald auf eine aus versteinertem Holz gebaute Pyramide. Nicht alle kannten diese. Diese Pyramide mit einem kleinen Park darum hatte der Rittergutsbesitzer Otto Hermann im Jahr 1906 errichten lassen.
Das Baumaterial, versteinertes Holz, findet man oben um die Kyffhäuserburg herum. Versteinertes Holz entsteht, wenn abgestorbenes Holz durch Mineralien ersetzt wird, die ursprüngliche Holzstruktur aber erhalten bleibt. Ein solcher Prozess der Verkieselung ist ein langsamer Vorgang und kann Millionen von Jahre dauern. Unten im Ort Kelbra, neben der heutigen Eisdiele, ist eine weitere solche Pyramide zu sehen. Sie wurde von den Kelbraer Bürgern in Dankbarkeit dem Brauereibesitzer, Herrn Eduard Joch, gestiftet.
Mit der Pyramide hatten wir auch den tiefsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Nach einer Pause ging es wieder hinauf zum Kulpenberg.
Unsere Wanderung am 16. Juli führte uns in die Landschaft Hohe Schrecke. Die Wetterprognosen auch für diesen Mittwoch waren schlecht. Aber unser Wandergott hat uns wieder vor Regen und Gewitter geschützt. Das erreichte uns erst, als wir schon wieder zu Hause waren.
Unser Wanderführer ist leider krank geworden. Doch unsere frisch gebackene lizensierte Wanderführerin Brigitte übernahm kurzfristig. Vom Parkplatz in Gehofen ging es zunächst zum Rastplatz Unstrutblick und nach einer Pause weiter ins Bärental. Da hing sie vor uns. Mit 180 Meter Länge überspannt sie in 25 Meter Höhe das Tal. Beim Betreten der Brücke merkt man, dass sie schwankt. Das war nicht jedermanns Sache und nicht alle überquerten sie. Aber am Ende kamen auch die Mutigen wieder auf der Zugangsseite an. Brigitte hat ihre Aufgabe hervorragend gelöst.
Am 23. Juli führte uns Brigitte in das Stollberger Gebiet. Wie beinahe überall im Südharz wurde auch hier seit Jahrhunderten Bergbau betrieben. Man förderte das silberhaltige Bleikristall oder auch Flussspat. Aber spätestens nach der Wende wurde die Förderung eingestellt. Es galt neue Einkommensquellen zu erschließen. So auch an unserer ersten Station, der Höhle Glasebach. Hier kann man von Mittwoch bis Sonntag die Höhle besichtigen. Das war aber heute nicht unser Anliegen. Wir wollten das gesamte Ehemalige Straßberger Revier durchstreifen. Unsere nächste Station war der bekannte Birnbaumteich. Unterwegs stießen wir auf zahlreiche Relikte des ehemaligen Bergbaus, vor allem aber Anlagen, die der Entwässerung der Stollen dienten.
Der Birnbaumteich ist heute eine wasserwirtschaftliche Anlae und Erholungszentrum. Unsere Wanderung führte uns weiter in den bekannten Ort Silberhütte. Dort machten wir unsere Pause. Hier konnte man an Schautafeln und Ausstellungsobjekten die Bedeutung der Forstwirtschaft für die Umgebung kennenlernen. Danach ging esverhüttet wurden. eine Weile entlang der Selketalbahn in Richtung Straßberg. Wir sahen hier das letzte noch erhaltene Mauerstück der einstigen Schmelzanlage, in der die Erze des Reviers. Diese einstige Hütte wurde von 1438 bis zum Jahr 1805 betrieben. Wieder an der Schauhöhle Glasebach angekommen bedankten wir uns bei unserer Wanderführerin und fuhren voller Eindrücke nach Hause.
Die Hainleite war das Ziel unserer letzten Wanderung im Juli. Geführt hat diese unsere Wanderfreundin Petra Gräfe. Sie hat alle Möglichkeiten genutzt, um diese Wanderung interessant zu gestalten. Zunächst parkten wir unsere Autos in Gr0ßfurra. Sofort ging es hinauf zur Burgruine Straußberg. Dort wurden wir schon erwartet und erhielten einen geschichtlichen Überblick zur Burg und wer wollte, konnte den Turm besteigen. Vielen Dank dafür an die Interessengemeinschaft Straußberg.
Nach einer Pause gehen wir dann zum Ferienpark Feuerkuppe Auch hier empfängt man uns freundlich und zeigt uns während einer Führung, welche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung hier oben für jung und alt bestehen. Vielen Dank auch dafür. Nun gehen wir noch zum Aussichtspunkt Feuerkuppe. Hier sind jetzt alle der Meinung, dass wir einen Kaffee und ein Stück lecker Kuchen verdient haben, bevor wir dann nach vielen Eindrücken wieder hinunter nach Großfurra laufen. Der Juli war ein prall gefüllter Monat mit vielen schönen Wanderungen und Eindrücken.
Wolfgang Lehmann-Hainleite-Wanderklub
Autor: emwAm 2. Juli trafen wir uns, wie meist, auf dem Lohplatz. Bereits um 8 Uhr war die Temperatur über 20 °C geklettert. Erschienen waren sieben Wanderfreunde und ließen sich nicht von einer Wanderung in die Hainleite zwischen Straußberg und dem ehemaligen Dorf Kirchberg abhalten. Unsere Wanderleiterin, Hannelore Kutscha hatte viel Material über die archäologische und geschichtliche Situation im genannten Bereich mitgebracht.
Die zwei Autos stellten wir an der Burg Straußberg ab und wir gingen gleich in den Wald. Da waren wir vor der immer stärker werdenden Sonneneinstrahlung geschützt. Zunächst erreichten wir den Standort des ehemaligen Dorfes bzw. die Wüstung Kirchberg.
Danach fanden wir die Reste der einstigen Alten Burg, vorwiegend Erdwälle und Mauerreste zumeist riesige Muschelkalkquader. In der Nähe hörten wir leise Detonationen. Das kam vom benachbarten Sprengplatz eines Munitionsbergungsdienstes. Überall im Wald sind entsprechende Warnschilder zu finden. Die Alte Burg ist eine von etwa 30 Befestigungsanlagen am Nordrand der Hainleite.
Die Herren der Alten Burg waren die Grafen von Kirchberg. Ein Adelsgeschlecht, die hier vom 12. Bis zum 14. Jahrhundert lebten. Nun verließen wir diesen geschichtsträchtigen Ort. Bei einer Wiese wollten wir unsere Mittagspause machen. Da hörten wir ein seltsames und lautes Geräusch. Es klang irgendwie technisch. Für uns war nicht erkennbar, was dieses Geräusch verursacht haben könnte.
Am Folgetag war in den Kyffhäuser Nachrichten zu lesen, dass zu dieser Zeit ein Airbus der Luftwaffe einen Tiefflug über dem Gelände von Straußberg probte. Nach der Mittagspause ging es wieder zurück zur Burg Straußberg und nach Hause. Die Außentemperatur hatte inzwischen die 35 C erreicht.
Ein toller Höhepunkt für Wanderer im Juli war das 25. Gipfeltreffen auf dem Schneekopf. Der Schneekopf ist mit 978 m N.N. der zweithöchste Berg Thüringens. Zu diesem Gipfeltreffen hat der Thüringer Gebirgs- und Wanderverein aufgerufen.
Der Ministerpräsident Thüringens, Mario Voigt (CDU) hat die Schirmherrschaft übernommen. Eine Gruppe von 13 Wanderinnen und Wanderern traf sich an diesem Morgen am Sondershäuser Hauptbahnhof.
Ihr Ziel war der Gipfel des Schneekopfes. Pünktlich um 6:40 Uhr fuhr die Bahn nach Erfurt. Dort stiegen wir um und es geht über Arnstadt nach Gehlberg. Bereits auf dem Bahnhof Erfurt merken wir, dass wir nicht die einzige Gruppe sind, die auf den Schneekopf will.
Bei allen herrscht gute Stimmung. Bereits hier wird mache Bekannte oder auch Bekannter getroffen. Pünktlich kommen wir am Bahnhof in Gehlberg an. Nach wenigen Minuten trifft ein Pendelbus ein, der alle angekommenen Wanderer zum Startpunkt der Wanderungen auf den Gipfel bringt. Zusammen mit noch drei Wanderfreundinnen und Wanderfreunden schließe ich mich der Wanderung Nr. 4 über mehr als 8 km Wanderstrecke an. Ein erfahrener Wanderführer nimmt uns in Empfang. Er wird von einem zweiten Wanderführer mit Hund begleitet.
Insgesamt umfasst unsere Wandergruppe 37 Wanderinnen und Wanderer. Es geht zügig los. An markanten Punkten erhalten wir von unserem Wanderführer wichtige Informationen. Schon bald erreichen wir die Schmücke. Danach befinden wir uns am Teufelskreis. Hier erstreckt sich das Schneekopfmoor. Es ist eine der kältesten und niederschlagreichsten Region unseres Freistaates. Fast 200 Jahre lang wurde hier Torf abgebaut. Seit 1999 betreibt der Forst die Rekultivierung dieser Landschaft. Nächste Station ist der Aussichtspunkt Sachsenstein. Hier machen wir eine Rast und es geht danach zum Kerbholzbrunnen. Das ist die Quelle der Zahmen Gera.
Das Wasser des Brunnens kann man trinken und es soll eine gute Qualität haben. Dann geht es vorbei an der Seifartsburg und über den Wilddiebpfad weiter zum Aussichtspunkt Teufelskanzel. Danach geht es auf den Gipfel des Schneekopfs.
Hier oben treffen wir wieder unsere mitgereisten Wanderfreund. Da sie eine kürzere Wanderung gemacht haben, waren sie schon länger auf dem Gipfel. Hier oben war ein buntes Treiben. Am Turm erfolgte der Zieleinlauf des vom Rennsteiglaufvereins organisierten Schneekopfgipfellaufs. An verschiedenen Ständen präsentierten sich diverse Wanderverbände neben Naturschutzverbänden und vielen Händlern, die Souvenirs, Bücher, Lebensmittel usw. anboten.
Auch für das leibliche Wohl vor Ort war bestens gesorgt. So konnte man z. B. zur Wildschweinbratwurst ein Bier trinken. Im Bierzelt heizte Karin Roth mit Volksmusik ein und die Dorfrocker brachten das Zelt zum Kochen. Für uns hieß es dann auch bald Abschied zu nehmen. Die Deutsche Bahn brachte uns dann auch wieder pünktlich nach Sondershausen. Alle Teilnehmer waren zufrieden und nahmen schöne Erinnerungen mit nach Hause.
Das Kyffhäuser Gebirge ist eine beliebte Wanderregion. Auch wir wandern gern dort, so auch am 09. Juli. Vom Parkplatz am Kulpenberg führte uns Petra Gräf hinab nach Kelbra. Beinahe unten am Fuße der 36 Kurven liegt die Bikeroase. Hier stießen wir im Wald auf eine aus versteinertem Holz gebaute Pyramide. Nicht alle kannten diese. Diese Pyramide mit einem kleinen Park darum hatte der Rittergutsbesitzer Otto Hermann im Jahr 1906 errichten lassen.
Das Baumaterial, versteinertes Holz, findet man oben um die Kyffhäuserburg herum. Versteinertes Holz entsteht, wenn abgestorbenes Holz durch Mineralien ersetzt wird, die ursprüngliche Holzstruktur aber erhalten bleibt. Ein solcher Prozess der Verkieselung ist ein langsamer Vorgang und kann Millionen von Jahre dauern. Unten im Ort Kelbra, neben der heutigen Eisdiele, ist eine weitere solche Pyramide zu sehen. Sie wurde von den Kelbraer Bürgern in Dankbarkeit dem Brauereibesitzer, Herrn Eduard Joch, gestiftet.
Mit der Pyramide hatten wir auch den tiefsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Nach einer Pause ging es wieder hinauf zum Kulpenberg.
Unsere Wanderung am 16. Juli führte uns in die Landschaft Hohe Schrecke. Die Wetterprognosen auch für diesen Mittwoch waren schlecht. Aber unser Wandergott hat uns wieder vor Regen und Gewitter geschützt. Das erreichte uns erst, als wir schon wieder zu Hause waren.
Unser Wanderführer ist leider krank geworden. Doch unsere frisch gebackene lizensierte Wanderführerin Brigitte übernahm kurzfristig. Vom Parkplatz in Gehofen ging es zunächst zum Rastplatz Unstrutblick und nach einer Pause weiter ins Bärental. Da hing sie vor uns. Mit 180 Meter Länge überspannt sie in 25 Meter Höhe das Tal. Beim Betreten der Brücke merkt man, dass sie schwankt. Das war nicht jedermanns Sache und nicht alle überquerten sie. Aber am Ende kamen auch die Mutigen wieder auf der Zugangsseite an. Brigitte hat ihre Aufgabe hervorragend gelöst.
Am 23. Juli führte uns Brigitte in das Stollberger Gebiet. Wie beinahe überall im Südharz wurde auch hier seit Jahrhunderten Bergbau betrieben. Man förderte das silberhaltige Bleikristall oder auch Flussspat. Aber spätestens nach der Wende wurde die Förderung eingestellt. Es galt neue Einkommensquellen zu erschließen. So auch an unserer ersten Station, der Höhle Glasebach. Hier kann man von Mittwoch bis Sonntag die Höhle besichtigen. Das war aber heute nicht unser Anliegen. Wir wollten das gesamte Ehemalige Straßberger Revier durchstreifen. Unsere nächste Station war der bekannte Birnbaumteich. Unterwegs stießen wir auf zahlreiche Relikte des ehemaligen Bergbaus, vor allem aber Anlagen, die der Entwässerung der Stollen dienten.
Der Birnbaumteich ist heute eine wasserwirtschaftliche Anlae und Erholungszentrum. Unsere Wanderung führte uns weiter in den bekannten Ort Silberhütte. Dort machten wir unsere Pause. Hier konnte man an Schautafeln und Ausstellungsobjekten die Bedeutung der Forstwirtschaft für die Umgebung kennenlernen. Danach ging esverhüttet wurden. eine Weile entlang der Selketalbahn in Richtung Straßberg. Wir sahen hier das letzte noch erhaltene Mauerstück der einstigen Schmelzanlage, in der die Erze des Reviers. Diese einstige Hütte wurde von 1438 bis zum Jahr 1805 betrieben. Wieder an der Schauhöhle Glasebach angekommen bedankten wir uns bei unserer Wanderführerin und fuhren voller Eindrücke nach Hause.
Die Hainleite war das Ziel unserer letzten Wanderung im Juli. Geführt hat diese unsere Wanderfreundin Petra Gräfe. Sie hat alle Möglichkeiten genutzt, um diese Wanderung interessant zu gestalten. Zunächst parkten wir unsere Autos in Gr0ßfurra. Sofort ging es hinauf zur Burgruine Straußberg. Dort wurden wir schon erwartet und erhielten einen geschichtlichen Überblick zur Burg und wer wollte, konnte den Turm besteigen. Vielen Dank dafür an die Interessengemeinschaft Straußberg.
Nach einer Pause gehen wir dann zum Ferienpark Feuerkuppe Auch hier empfängt man uns freundlich und zeigt uns während einer Führung, welche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung hier oben für jung und alt bestehen. Vielen Dank auch dafür. Nun gehen wir noch zum Aussichtspunkt Feuerkuppe. Hier sind jetzt alle der Meinung, dass wir einen Kaffee und ein Stück lecker Kuchen verdient haben, bevor wir dann nach vielen Eindrücken wieder hinunter nach Großfurra laufen. Der Juli war ein prall gefüllter Monat mit vielen schönen Wanderungen und Eindrücken.
Wolfgang Lehmann-Hainleite-Wanderklub
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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