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So, 08:28 Uhr
15.03.2026
NABU: nicht an fossilen Abhängigkeiten festhalten

Zukunftslösungen statt Dieselprivilegien

Angesichts steigender Preise für Diesel und Benzin infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten fordert der NABU langfristige Entlastungen für landwirtschaftliche Betriebe...

„Steigende Spritpreise zeigen einmal mehr, wie verletzlich eine Landwirtschaft ist, die stark von fossilen Energien abhängt. Spritpreise billiger zu machen, mag kurzfristig attraktiv wirken, löst aber kein einziges der grundlegenden Probleme. Landwirte brauchen vor allem Planungssicherheit und mehr Unabhängigkeit von schwankenden Ölpreisen“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger

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Statt immer neue Ausnahmen für fossile Energien zu schaffen, müsse die Politik den Umstieg auf klimafreundliche Technik gezielt unterstützen. Dazu gehören aus Sicht des NABU etwa Förderprogramme für elektrisch betriebene Landmaschinen. Denn ein erheblicher Teil der landwirtschaftlichen Arbeiten erfordert vergleichsweise wenig Motorleistung (weniger als 130PS) und ließe sich daher technisch relativ leicht elektrifizieren – mit Einsparpotenzial von bis zu einer Milliarde Liter Diesel bis 2045. Auch mit neuen Bewirtschaftungsansätzen, wie der konservierenden Landwirtschaft, könnten landwirtschaftliche Betriebe bis zu 75% Diesel einsparen.

„Gerade die Landwirtschaft leidet bereits heute massiv unter den Folgen der Klimakrise – von Dürren bis zu Starkregen. Investitionen in moderne, emissionsarme Landtechnik helfen hierbei vielfach: Sie machen Betriebe unabhängiger von Ölpreis-Schocks, helfen Betriebskosten einzusparen, schonen die Natur und stärken gleichzeitig den Klimaschutz“, so Krüger.

Zugleich zeigt die Debatte um Agrardiesel, dass kurzfristige Entlastungsinstrumente oft nicht die gewünschte Wirkung entfalten. So wurde etwa die bestehende Agrardieselrückvergütung von vielen Betrieben gar nicht beantragt. „Die Politik sollte deshalb stärker auf Angebote setzen, die für Betriebe wirklich attraktiv sind und ihre Probleme langfristig lösen – statt immer wieder neue fossile Subventionen aufzulegen“, sagt Krüger.
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
17.03.2026, 07:50 Uhr
Diesel für die Landwirtschaft
Und wer soll den"Umstieg auf e-Maschinen" bezahlen?
Der NABu hat doch immer wieder Ideen - die nicht gebraucht werden.
Er soll sich lieber darum kümmern, dass unsere Umwelt nicht weiter zerstört wir - z.B. durch Windmühlen in Wäldern.
fso2020
24.03.2026, 21:12 Uhr
Die Umweltschützer
kümmern sich dann sicher auch gleich noch darum, dass Strom bezahlbar bleibt?

Realitätsferne Märchenerzähler wollen in Deutschland die ganze Welt retten.
Schaut Euch um, was gerade auf diesem Erdball abgeht!

Wir brauchen jetzt vor allem Frieden und keine Leute, die uns belehren wollen, welcher Kraftstoff in Zukunft gebraucht wird.
Mitternacht
25.03.2026, 08:54 Uhr
Gerade, wenn man sich anschaut, was auf dem Erdball abgeht,
könnte man feststellen, dass es tatsächlich wichtig ist, darüber nachzudenken, welche Kraftstoffe in Zukunft gebraucht werden.

Wenn man nicht seit Jahren und Jahrzehnten die Forschung an erneuerbaren Energien blockiert hätte, könnten einem jetzt die Ölpreise, welche durch den Krieg steigen und steigen, völlig Wurst sein.

Den Zusammenhang versteht man aber ganz offensichtlich nicht. Ist ja alles Grün, ist ja alles böse.
Malu-Marie
25.03.2026, 20:45 Uhr
@fso2020
Der Kommentar widerspricht sich. Erst werden Umweltschützer als" realitätsferne Märchenerzähler" beschimpft, dann wird über hohe Energiepreise geklagt. Umweltschützer haben früh vor der Abhängigkeit von Öl und Gas gewarnt. Sie haben für erneuerbare Energien gekämpft. Vieles, was uns heute stabilisiert, geht auf ihr Konto.
Die eigentlichen Bremser waren diejenigen, die Wind und Sonne jahrelang blockiert haben und immer noch blockieren.. Genau diese Haltung hat uns abhängig und verwundbar gemacht.
Wer damals gegen alternative Energien Stimmung gemacht hat, ( Nieder mit den Windmühlen der Schande) trägt heute Mitverantwortung für teures Öl. Umweltschützer sind nicht das Problem. Sie haben versucht, die Probleme zu lösen, über die jetzt laut geklagt wird.
Wir könnten längst größere Photovoltaikfelder haben, mehr Windräder, mehr Batteriespeicher, mehr Erdwärmebohrungen, mehr Wärmepumpen und mehr E-Autos, mehr innovative Hausgestaltungen -vor allen aber eine bessere Infrastruktur zur Durchleitung erzeugter Energie.) Das waren nicht die "Märchenerzähler", die das verhindert haben, oder, wie sehen Sie das Herr fso2020
diskobolos
25.03.2026, 21:26 Uhr
„Märchenerzähler wollen in Deutschland die ganze Welt retten.“
Erzählen Sie da nicht gerade ein Märchen, fso2020? Oder können Sie auch nur EINE Person nennen, die in D die ganze Welt retten will und dies auch mit einer Quelle belegen?

Geht es nicht lediglich darum, den von D ausgehenden Schaden für Natur, Umwelt und Klima etwas zu verkleinern? Bis jetzt sind wir eher Teil des Problems als der Lösung . . .
Aber Ihnen ist das offenbar gleichgültig, wenn nur Strom und Benzin billig sind?
PS: Vielleicht kann ich Ihnen da helfen. Mein neuer Stromvertrag ist der günstigste der letzten 10 Jahre:
Arbeitspreis 28,27 ct/kWh und Grundpreis 16,25 €/ Monat.
Dazu noch einen Sofortbonus in Höhe von125,76 € und einen Klimabonus von 95,03.
Ich bin sicher, das können Sie auch.
Malu-Marie
25.03.2026, 21:27 Uhr
@DonaldT - der NABU braucht Sie
DonaldT – ich kann ihren Ärger über Windkrafträder im Wald gut verstehen. Schön sind sie wirklich nicht . Aber jetzt den NABU für dieses Problem verantwortlich machen zu wollen, ist ein bisschen schwierig. Gerade der NABU setzt sich dafür ein, dass Windräder nur in bereits vorbelasteten Forsten, wie z.B. in wirtschaftlich genutzten, vom Menschen geprägte Nadelholzforsten, aufgestellt werden. Der NABU fordert immer eine strategische, naturverträgliche Standortwahl, klare Regeln und eine Planung, die Klima und Artenschutz gleichzeitig berücksichtigt.
Leider kann der NABU auch Straßenbau durch Waldflächen nicht immer verhindern, der den Wald - allein flächenmäßig - viel stärker schädigt und mehr stresst als die Windkrafträder. Doch er zwingt Behörden und Politiker zum Nachdenken. Vielleicht ist er nicht stark genug. Vielleicht wollen Sie ja noch Mitglied beim NABU werden. Die brauchen immer Leute, die sich kraftvoll für die Natur einsetzen, die ihren Ärger zu Kraft und Hilfe für die Umwelt werden lassen.
Nur schimpfen ist zu wenig. Besser machen ist gefragt! Vielleicht können die dort mit Ihrer Hilfe ein Konzept entwickeln wie man klimaschützend Energien gewinnt. Die Emissionen der fossilen Energien sind ja die stärkste Bedrohung für den Wald, auch wenn man sie - anders als die Windkrafträder- nicht sehen kann.
Dann können Sie uns und dem NABU auch gleich erklären, welche Ideen die beim NABU haben, die nicht gebraucht werden. Wir sind ja alle für Umweltschutz. Wir sitzen alle im selben Boot.
Fönix
26.03.2026, 10:08 Uhr
Zitat Mitternacht:
"Wenn man nicht seit Jahren und Jahrzehnten die Forschung an erneuerbaren Energien blockiert hätte, ..."

Hatten Sie diese Wahrnehmung in einem wirren Traum um Mitternacht oder wie kommen Sie zu dieser "Erkenntnis"?

Wenn in D zu einem Thema in den letzten 25 Jahren viel Geld für Forschung und Entwicklung ausgegeben wurde, und zwar gleichermaßen vom Steuerzahler finanziert von Hochschulen, Universitäten und freien Forschungseinrichtungen sowie von unzähligen Unternehmen, dann ist das das Thema erneuerbare Energien. Fragen Sie mal die verschiedenen Projektträger der betreffenden Bundesministerien (in wechselnden Rollen zuständig für Forschung, Wirtschaft, Energie, Infrastruktur, Land- und Forstwirtschaft ...) oder auch die zuständigen Institutionen in den Bundesländern wie z.B. TAB und SAB oder auch einfach nur die HS NDH, die einen wesentlichen Teil ihrer Entwicklung im betrachteten Zeitraum genau diesen Fördermitteln (einfach mal Informationen einholen zu den Drittmittelanteilen am Gesamtbudget der relevanten Forschungsbereiche, und die Finanzierung der Lehre gehört strenggenommen ja auch dazu!) und natürlich auch der fleißigen Arbeit der Mitarbeiter zu verdanken hat.
Dass die an F&E-Projekten beteiligten Unternehmen im Gegensatz zu den Forschungseinrichtungen (deren Förderquote beträgt für konkrete Forschungsprojekte oft 90 oder 100 Prozent) übrigens erhebliche Teile der Kosten (oft 50 oder mehr Prozent) selber tragen sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Viele Ergebnisse dieser Forschungstätigkeit werden mittlerweile in der Praxis umgesetzt und tragen in erheblichen Maß dazu bei, dass der Anteil der Produktion von erneuerbaren Energien mittlerweile in der Größenordnung von 50 Prozent liegt. Trotz aller Bemühungen gibt es aber noch gravierende Defizite, nicht alle Probleme im Zusammenhang mit der Nutzung erneuerbarer Energien sind gelöst. Ganz oben steht dabei der Bedarf an Speichertechnologien, hinsichtlich der benötigten Kapazitäten sind wir nach wie vor meilenweit von auch nur ansatzweise praktikablen und wirtschaftlich sinnvollen Lösungen entfernt.
Auch eine sichere Recycling-Strategie für den extrem gesundheitsgefährdenden CF-Anteil in den Rotorblättern fehlt usw. ...
Fönix
26.03.2026, 13:52 Uhr
Wer immer noch so tut,
als wäre die Nutzung der erneuerbaren Energien schon heute die perfekte und vor allem Dingen alleinseligmachende Lösung, der negiert ja im gleichen Atemzug die gewaltigen Probleme, die mit dieser Technologie nach wie vor verbunden sind. Dazu zählt u.a. die unseriöse Preisbildung (gleichermaßen beim Errichten und Betreiben der Anlagen und beim Verkauf des Produktes), die nach meinem Verständnis nahezu alken Grundregeln der Marktwirtschaft widerspricht. Nach wie vor üppigst sprießende Fördermittel, das Prinzip merit-oder auch die Vergütung gar nicht erzeugten Stroms seien hier nur als Beispiel genannt, die im Übrigen von den Bürgern in Form von Energiehöchstpreisen bitter bezahlt werden müssen, übrigens auch schon vor dem Iran-Konflikt. Dafür mitverantwortlich sind auch weitere substanzielle Probleme wie mangels verfügbarer und bezahlbarer Technologie in Größenordnungen fehlende Speicherkapazitäten. Jeder weitere Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen ist ohne entsprechende Speicherkapazitäten und ohne eine abgestimmte und bestätigte transeuropäische Netzstrategie kontraproduktiv und führt in erster Linie zu immer weiter steigenden Kosten und damit zu weiter steigenden Preisen, ohne die Probleme in Phasen einer Dunkelflaute auch nur ansatzweise lösen zu können.

Das soll den letztendlich unabwendbaren weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien nicht in Abrede stellen, ganz im Gegenteil. Aber Sinn macht er erst, wenn die erzeugten Strommengen auch im erforderlichen Umfang gespeichert werden können. Bis dahin profitieren vom ungezügelten weiteren Ausbau insbesondere von WKA in erster Linie die Unternehmen, die gepampert von Unmengen an Förderungen und Marktverbiegungen immer neue Windraftanlagen bauen und betreiben, egal ob der dann erzeugte Strom auch tatsächlich gebraucht wird. Wer das alles bezahlt, sollte jedem klar sein.

Wir wären aktuell gut beraten, wenn wir wieder zu einer realitätsbasierten Energiepolitik zurückkehren würden. Erneuervare Energien gehören unbedingt dazu, bringen uns aber derzeit nicht wirklich weiter, solange bei den Protagonisten Wunschdenken realistische Einschätzungen dominiert. Erst die Speicherkapazitäten schaffen, dann weiterbauen!
deralte
27.03.2026, 12:06 Uhr
Dank an fönix
Jeder einzige Satz in den Diskussionsbeiträgen ist durchdacht und richtig. Die Probleme müssen der logischen Reihenfolge nach gelöst werden. Fanatiker können diese nicht aushebeln und machen sich lächerlich.
Mitternacht
27.03.2026, 14:00 Uhr
In Dänemark...
lag die Neuzulassung von E-Autos bei 94%, zwei Drittel neuer Autos waren dort 2025 elektrisch.
Dänemark kann sich das leisten, weil sie einen hohen Anteil des Stroms aus Windenergie beziehen. 70% der Haushalte hängen an Fernwärme, die zunehmend von Wärmepumpen unterstützt wird.
Dänemark lehnt sich zurück, wenn es um die kriegsbedingten Anstiege bei Öl und Gas geht.

In Deutschland ist es fast verboten, das Wort E-Auto auch nur in den Mund zu nehmen, weil man dann ein grüner Träumer ist (bestenfalls, meist fallen schlimmere Worte).
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, wenn ich sagte, die Forschung wird in Deutschland sabotiert: was jedoch immer wieder negiert wird sind die Möglichkeiten, welche erneuerbare Energien bringen. Da wird gebremst und blockiert. Die aktuellen Parteien wollen es sich mit der der Automobil-Lobby nicht verscherzen, eine sogenannte Alternative will unbedingt Atomkraftwerke bauen.

Selbst, wenn wie nun der Denkanstoß da ist: "wie geht es eigentlich weiter, wenn wir nur noch zu horrenden Preisen Zugriff auf fossile Brennstoffe haben, oder irgendwann vielleicht gar keinen mehr", wird erneuerbare Energie noch immer als das ultimativ Böse verteufelt.
Aber, liebe Kommentatoren, sagt doch mal selbst: was machen wir denn, wenn wir irgendwann mal keinen Zugriff auf fossile Brennstoffe mehr haben?
Da habt ihr doch bestimmt eine Lösung, wenn erneuerbare Energie so "bäh!" ist? Wie sieht sie aus?
Lautaro
27.03.2026, 14:40 Uhr
Sehense Fönix ....so geht ein gut ausgewogener Kommentar !
Auch wenn ich mit meinem gelegentlichen Zorn dazu nicht mehr fähig bin !
Applaus von mir !
Lautaro
27.03.2026, 18:20 Uhr
Ähm "Mitternacht" die wenigsten Menschen werden ideologische Probleme mit einem E-Auto haben.
Gehen sie mal bei einem Geringverdiener von 1800- bis 2000 € netto aus. Dann kommt eine Miete, welche nach der großen Invasion ordentlich nach oben ging (kann ich belegen) .
Dann die Energiekosten, weil man sich unbedingt mit den Russen zanken musste (kann ich belegen)
Und dann soll der Geringverdiener noch das Geld für das E-Auto zurücklegen ?
BerndLuky
27.03.2026, 20:22 Uhr
"elektrisch betriebene Landmaschinen"
NABU, wenn man keinen Plan hat, sollte man einfach mal den Mund halten! Dies hat meine Mutter mir mal beigebracht!

Zur Info:
Wenn ein Traktor wirklich 12 Stunden unter Dauerlast arbeiten soll (täglich), wird das Problem schnell klar:
Angenommen, die Maschine braucht im Schnitt 40–50 kW Leistung, dann wären das 480–600 kWh Energiebedarf. Aktuelle Elektro-Traktoren haben aber meist nur etwa 80–100 kWh Akkukapazität.
Das heißt konkret: Nach 2–3 Stunden Vollbetrieb auf dem Aker ist der Akku leer, und für 12 Stunden Arbeit müsste man den Traktor mehrfach komplett nachladen oder riesige, unrealistische Batterien verbauen.
Genau deshalb sind Elektro-Traktoren für lange, schwere Einsätze totaler Schrott.
Mitternacht
27.03.2026, 21:06 Uhr
@Lautaro
(Falls ich direkt antworten darf, Chat und so...)

Sie bestätigen lediglich die Steine, welche in Deutschland den alternativen, regenerativen Energiegewinnungen in den Weg gelegt wurden, um genau diese E-Mobilität und die Unabhängigkeit von fossiler Energie zu verhindern.

Glauben Sie, die Einwohner Dänemarks sind alle um das drei- bis vierfache reicher als Deutsche, dass sie sich E-Autos leisten können?

Im übrigen hat mir noch immer niemand die Frage beantworten können: was ist denn die Alternative, wenn fossile Energien für Deutschland nicht oder nur noch zu horrenden Preisen zu erhalten sind? Erneuerbare und regenerative Energien sind das absolut Böse, weil "Grün": aber, nun ja, aber dann präsentiert doch mal eure Alternativen.
nur_mal_so
27.03.2026, 21:46 Uhr
Man muss nicht nur nach Dänemark schauen.
Schottland konnte seinen gesamten Strombedarf zeitweise komplett über Windenergie decken und hat dabei fast 200% Überschuss-Energie produziert.
Durch Wind!
Nur Deutschland will nach wie vor abhängig bleiben von fossiler Energie, obwohl gleichzeitig die Frage gestellt wird, "Wie noch bezahlen in Krisenzeiten?!"
Das ist so ein bisschen wie "Das Haus brennt, liebe Feuerwehr, bitte löscht mit Benzin!"

Die Beantwortung der Frage nach "Zukunftslösungen" scheint für die Mehrzahl der nnz-Kommentatoren irgendwo im Ölrausch von 1900 bis 1960 zu finden sein.
nur_mal_so
28.03.2026, 10:00 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert von psg – Gehört nicht zum Thema
Henkel
28.03.2026, 14:31 Uhr
Dann schau nach Dänemark
Wau, man hat also in Schottland zeitweise 200% Überschuss. Das ist doch prima. Also baut man die Wind- und Sonnenenergie am besten noch aus. Dadurch weht der Wind zwar nicht mehr oder die Sonne scheint nicht länger, aber vielleicht schafft man dann 300%. Wohin mit dem Strom, wenn das jedes Land so macht? Zusätzlich noch die Kraftwerke, die man als Update unbedingt braucht. Dafür braucht man Gas oder Kohle. Da wir bei Gas so richtig dämlich in die Falle getappt sind, bin ich gespannt, wie man das lösen will. Wir werden mit Sicherheit die Quittung dafür kriegen, dass wir uns beim Iranerabschlachten nicht beteiligt haben. Denn die Amis setzen alles als politische Erpressungswaffe ein. Wird sehr interessant, was Europa in 10-20 Jahren noch zu bieten hat. All die grünen Schlaumeier.
Malu-Marie
28.03.2026, 15:25 Uhr
@fönix -vielleicht können wir uns da einigen?
Dem Kommentator @Mitternacht einen wirrren Traum zur Erkenntnis zu unterstellen ist eine grobe Unhöflichkeit und absichtlich persönlich verletzend. Auch verbale Gewalt ist abzulehnen, denn sie führt zu richtiger Gewalt. Halten wie es vielleicht alle mal mit der Antigone von Sophokles:"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da."

Nun zu den Basics. Überprüfen wir beide Kommentare:
Die EU fördert erneuerbare Energien mit Milliardenbeträgen. • Deutschland erhält ca. 11 Mrd. Euro im Zeitraum 2021–2027 aus dem EFRE. Der EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) ist einer der wichtigsten Struktur- und Investitionsfonds der EU. Er soll wirtschaftliche Unterschiede zwischen Regionen ausgleichen und Innovation, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Umsetzung erfolgt durch die Bundesländer. Thüringen gehört zu den Regionen, die überdurchschnittlich stark von EFRE‑Geldern profitieren, denn Thüringen zählt zu den sogenannten Übergangsregionen, die besonders gefördert werden.
Zusätzlich erhält Deutschland über spezielle EU -Programme wie den Innovationsfonds jährlich mehrere hundert Millionen Euro und den Horizon Europe jährlich rund 2,5–3,0 Milliarden Euro. für die deutsche Hochschulen.
Diese Gelder fließen in Forschung, Netze, Speicher und neue Technologien, Energie- Großprojekte. Auch diese EU Gelder sind ein Wachstumsmotor für die Region.
Der Bund fördert die Erforschung und Anwendung alternativer Energien in Deutschland jedes Jahr mit rund 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro. Das sind zusammen -Pi mal Daumen höchstens 10 Milliarden Euro jährlich für Alternative Energien.

Fossile Subventionen pro Jahr in Deutschland werden vom IWF erheblich höher eingeschätzt. Er rechnet allerdings auch die Schäden, die diese Energien anrichten dazu Er addiert die Gelder der direkten Vergünstigungen wie Diesel- und Kerosinsteuerbefreiungen plus die durch fossile Energien ausgelösten Klima- und Gesundheitsschäden dazu, plus den in Deutschland niedrigen CO₂ Preis. Der IWF kommt auf eine Subvention der fossilen Energien von 129 Mrd. US‑Dollar fossile Subventionen pro Jahr.
Wie Bitte
28.03.2026, 16:37 Uhr
Irgendwie scheinen alle zu wissen,
dass es mit fossilen Energien so nicht mehr weitergehen wird und kann, wie es bisher war.
Nur die Schlüsse, welche daraus gezogen werden, sind vollkommen unterschiedlich.

Während die einen denken, dass man sich dann nach natürlichen/erneuerbaren Energien umsehen sollte, sind die anderen wild entschlossen, Autokraten, Diktatoren und Irren weiterhin Blowj**s geben zu wollen, um doch noch irgendwie weiterzumachen wie bisher.
Fönix
28.03.2026, 19:46 Uhr
Zitat Malu-Marie:
"@fönix -vielleicht können wir uns da einigen?"

Sie jonglieren in ihrem Kommentar mit den Zahlen wie ein betrunkener Zirkusartist und vergleichen munter Fördermittel mit Subventionen. Das macht nun wirklich keinen Sinn und ist ziemlich peinlich, zumal sie betreffende Summen in den verschiedenen Kategorien auch selber so bezeichnen und zuordnen. Also bringen Sie da bitte Ordnung 'rein und beziehen in Ihren Betrachtungen auch bei den "Erneuerbaren Energien" (eigentlich verabscheue ich diesen fürchterlich unwissenschaftlichen Begriff, aber leider hat er sich quer durch alle Ebenen schon eingebürgert) die betreffenden Subventionen zumindest im Ansatz mit ein. Einige Hinweise in dieser Richtung hatte ich ja schon gegeben, wie z.B. das unsägliche merit-order-Prinzip, die üppigen Kofinanzierungen für den Bau und für den Betrieb von Anlagen zur Gewinnung von "Erneuerbaren Energien" einschließlich der dazugehörigen Infrastruktur oder auch die Vergütung von nicht erzeugtem Strom für die Betreiber dieser Anlagen. Lassen Sie sich dabei bitte nicht davon irritieren, dass dem interessiert Recherchierenden einige dieser Positionen in den einschlägigen Statistiken nicht unbedingt gleich in's Auge springen sondern eher mit einem seltsam anmutenden Schleier verdeckt und im Einzeldall auch in sonderbaren Formulierungen versteckt sind.

Wenn Sie dann für beide Seiten ("Erneuerbare Energien" und fossile Energieträger) Waffengleichheit geschaffen haben, werden Sie selber merken, wo wir im Augenblick wirklich stehen. Wenn Sie dann noch mit einem gesunden Maß an Praxisbezug auf die ungelösten Probleme der " Erneuerbaren" eingehen, Stichworte wären z.B. ausreichende Stromspeicherkapazitäten und eine politisch gesicherte transeuropäische Netzstrategie vom Ural bis zur Atlantikküste und vom Nordkap bis Sizilien bzw. eigentlich Nordafrika (Desertec!), dann kommen wir dem aktuellen Status quo und realistischen Zukunftsperspektiven zumindest zum Thema Energiepolitik langsam näher. Von einer vernünftigen globalen Klimastrategie (und nur das würde wirklich spürbare Effekte bringen können!) sind wir dann aber immer noch meilenweit entfernt.

PS.
Ich bin sicher, dass Mitternacht verstanden hat, wie ich das meine! 😙
Malu-Marie
29.03.2026, 16:34 Uhr
@fönix - sollen wir bei den fossilen Energien bleiben?
Herr fönix, Sie beginnen Ihren Kommentar erneut mit dem Versuch einer Einschüchterung. Es kann nur im gesamtgesellschaftlichen Interesse sein, jede Form von Gewalt aus unseren Interaktionen heraus zu nehmen. Wir sollten versuchen, unsere Gesellschaft zu einen und nicht zu spalten.

Nun haben wir ein kontroverses Thema: Sie beschwerten sich darüber, dass alternative Energien in Deutschland mehr als ausreichend subventioniert würden. Sie haben in Ihrer Argumentation gegen meinen Kommentar durchaus einen Punkt. Ja, ich habe Äpfel mit Birnen verglichen. Ich war mir dessen bewusst und habe es angedeutet und im Prinzip hatten Sie es ja auch verstanden. Zu mehr Klarheit:
Europa !! investiert Milliarden in Deutschland zur Forschung und Entwicklung alternativer Energien, der Bund steuert jährlich rund 1 bis 1,5 Milliarden Euro bei. Insgesamt fließen etwa 10 Milliarden Euro pro Jahr in erneuerbare Energien. Diese Investitionen stärken Regionen wie Thüringen und sichern die technologische Zukunftsfähigkeit und Exportchancen Deutschlands.

Dem gegenüber stehen die tatsächlichen Kosten fossiler Energien. Der Internationale Währungsfonds beziffert deren Folgekosten in Deutschland auf 129 Milliarden US‑Dollar pro Jahr. Dazu zählen Gesundheitsschäden durch Luftverschmutzung, Klimaschäden durch CO₂‑Emissionen und Umweltfolgen wie Extremwetter. Der IWF bezeichnet diese Belastungen als „implizite Subventionen“, weil sie nicht im Preis fossiler Energien enthalten sind. Fossile Energien erscheinen nur deshalb günstig, weil ihre Schäden traditionell und unter dem Radar auf Steuerzahler und Sozialversicherungen abgewälzt werden.

Die Energiesteuer von 65,5 Cent pro Liter Benzin und 47  Cent pro Liter Diesel – plus Mehrwertsteuer – deckt diese Schäden nicht annähernd ab. Die langfristigen Kosten für zerstörte Wälder, überhitzte Städte, Infrastruktur- und Gesundheitsschäden übersteigen die Förderung erneuerbarer Energien um ein Vielfaches. Verglichen mit den 129 Milliarden Dollar jährlichen Folgekosten sind 10 Milliarden Euro für erneuerbare Energie gering und eine notwendige Investition in Schadensvermeidung, Energiesicherheit und wirtschaftliche Stärke unseres Exports und Überlebens.
Die Zirkusdirektorin
diskobolos
29.03.2026, 18:53 Uhr
In einigen Punkten haben Sie recht, Fönix
Energie-„Erzeugung“ hat, egal auf welcher Grundlage, immer auch negative Auswirkungen. Da stimme ich Ihnen zu. Am Ende muss man Kompromisse suchen zwischen Ökonomie und Schäden an Natur, Umwelt und Klima.

Das Merit-Order-Prinzip bei der Strompreisfestlegung hält man beim ersten Lesen für falsch. Wenn man sich länger damit beschäftigt, stellt es sich einfach als Realisierung der Tatsache dar, dass es für die gleiche Qualität Strom nur einen Preis geben kann. Wer über die günstigere Erzeugung verfügt macht dann mehr Gewinn, wer zu teuer ist verschwindet vielleicht mittelfristig vom Markt. Das ist doch das Gleiche wie z. B. beim Autokauf: Wenn Sie die Wahl zwischen zwei gleichwertigen Modellen hätten, würden Sie doch der Marke, die die teurere Fertigung hat, auch keinen höheren Preis zahlen.
Das zu ändern hieße planwirtschaftliche Elemente in unsere Wirtschaft zu integrieren. Das versucht man gerade an den Tankstellen. Es ist dort genauso falsch wie in der Wohnungswirtschaft.

PS: Die BASF hat in China gerade ein riesiges Chemiewerk für 8,7 Mrd. € gebaut. Nach Aussage des Asienchefs wird es mit !00 % (!) Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Strom aus Wind und Sonne ist dort nämlich billiger als aus Kohle und Gas.
Fönix
30.03.2026, 12:23 Uhr
@ Malu-Marie:
Dass sie ihren heftigen Lapsus zugeben ist ja schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aber dann ist es mit der Herrlichkeit auch schon wieder vorbei. Auf meine Hinweise zu einer ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung der Thematik gehen Sie in keinem einzigen Punkt ein. Das ist keine wirkliche Grundlage für eine zielführende Diskussion und einer Direktorin auch nicht angemessen...

@ diskobolos:

Ein klassisches Eigentor!
Erst wollen sie mir (mit sehr seltsamen Argumenten!) erklären, warum in Deutschland gemäß der merit-order-Strategie quasi wie bei einem Naturgesetz alle Strompreise gleich sein müssen, egal ob der Strom nun aus "Erneuerbaren" oder aus fossilen Ressourcen gewonnen wurde. Zwei Gedankensprünge weiter erklären sie voller Inbrunst, dass in China aus Sonne und Wind gewonnener Strom deutlich billiger ist als aus jeder anderen verfügbaren Quelle. Warum? Ist da vorher ein Sack Reis umgefallen? Das ist schon dreist, so zu argumentieren ...
Lautaro
30.03.2026, 16:06 Uhr
Ich finde alle Argumente legitim !
Irgendwann werden wir um erneuerbare Energien nicht mehr herumkommen. Aber diese Generation von Arbeitnehmern zu einem E-Auto ökonomisch zu zu zwingen, erinnert schon sehr an Stalinismus.
Menschen, welche seit Jahrzehnten in Arbeitervierteln leben und welche auch mit Zukunftsvision keine Auflademöglichkeiten für ihren Blechkasten sehen ? Bei denen Ihr Arbeitgeber aber vorraussetzt, dass er sie pünktlich ausbeuten kann ?
Pseudolinke und auch BWLer haben keine Ahnung von diesen Menschen.
diskobolos
30.03.2026, 18:53 Uhr
@Fönix
Das Merit-Order-Prinzip im deutschen Strommarkt zu verstehen, verlangt tatsächlich ein tiefes Verständnis komplexer Sachverhalte. Ich habe auch lange gebraucht, um dahinterzukommen. Mein Beispiel mit den Autos scheint Sie nicht zu überzeugen. Einfacher kann ich es nicht erklären. Beim Strom wirken viele Anbieter und Stromkunden und dazwischen die Stromhändler auf Spot- und Terminmärkten. Wikipedia erklärt es ganz gut. Wie man es ohne Merit-Order regeln könnte, weiß ich nicht. Sie vermutlich auch nicht.

Das BASF-Chinawerk ist gar kein Gegenargument: Wer sagt denn, dass dort Merit-Order nicht gilt?
Aber für einen Fast-9 Mrd.- Chemieriesen gibt es vermutlich einen ganz anderen Markt. Die brauchen vielleicht soviel Strom wie ganz Thüringen. Teure Anbieter kommen als Stromlieferanten da sicherlich nicht zum Zuge

Der günstige Strom ist übrigens für die BASF nicht der Hauptgrund nach China zu gehen. Das Land ist einfach der halbe Weltmarkt für chemische Produkte . . .
Fönix
30.03.2026, 20:22 Uhr
@diskobolos
Sie brauchen mir merit-order nicht zu erklären, schon gar nicht mit solchen infantilen Beispielen. Das Thema "Erneuerbare Energien" war ein zentraler Bestandteil meiner beruflichen Tätigkeit in den letzten 20 Jahren. Nicht ausschließlich, aber zu erheblichen Teilen, und zwar sowohl in der Grundlagenforschung als auch in Projekten der angewandten Forschung und Entwicklung. Und glauben Sie mir, wenn man für die Administration solcher Projekte verantwortlich ist, beschäftigt man sich nicht nur aber auch mit den entscheidenden Rahmenbedingungen, die der Gesetzgeber vorgibt, bis in's kleinste Detail.

Außerdem lernt man spätestens dabei interdisziplinäres Denken, anders hat man keine Chance, der enormen Breite und Tiefe der Aufgaben und Anforderungen, die mit der Initiierung und Realisierung solcher Projekte zwangsläufig verbunden sind, auch nur ansatzweise gerecht zu werden.

Gerade wenn man dabei nicht auf der akademischen, sondern auf der Seite der Industrie agiert, ist die Bandbreite des erforderlichen Wissens enorm. Denn neben der reinen technisch-physikalischen Machbarkeit (um mal im technischen Bereich zu bleiben) stehen da auch Praktikabilität, Funktionalität, Effektivität und Wirtschaftlichkeit sowohl im Detail als auch in übergeordneten Zusammenhängen im Fokus.

Sie können versichert sein, dass ich in der Regel in den Themenbereichen, zu denen ich mich hier äußere, auch über entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen verfüge. Das heißt natürlich nicht, dass ich den Anspruch habe, immer im Recht zu sein. Dafür schreiten Wissenschaft und Forschung viel zu schnell voran und niemand ist überall auf dem aktuellen Stand. Aber ich habe den Vorteil, dass ich politisch nicht gebunden bin und deshalb ideologische Leitplanken ignorieren kann. Nicht jeder hier im Forum kann das ruhigen Gewissens von sich behaupten. Und das merkt man dann auch ...
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