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Do, 10:50 Uhr
11.10.2007

Entspannung

Nordhausen (nnz). Das Berufsberatungsjahr 2006/2007 ist nun offiziell für beendet erklärt worden. Wie die Bilanz aus Sicht der Nordhäuser Arbeitsagentur aussieht, das hat die nnz erfahren.


Im abgelaufenen Berufsberatungsjahr hat sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt auf Grund gesunkener Bewerberzahlen leicht entspannt. Von Oktober 2006 bis Ende September 2007 haben insgesamt 3.270 Bewerber die Beratungsfachkräfte der Agentur für Arbeit Nordhausen bei der Suche um eine Ausbildungsstelle eingeschaltet, das waren 860 weniger als vor einem Jahr. Den höchsten Rückgang hatte der Kyffhäuserkreis.

Mit 813 nahm die Zahl der Bewerber um fast 30 Prozent ab. Insgesamt 1.968 freie Ausbildungsstellen, acht mehr als im Jahr 2006, wurden der Behörde gemeldet, über 1.000 sind bei der Industrie- und Handelskammer angesiedelt. Der Anteil der betrieblichen Lehrstellen hat sich um 50 auf 1.324 erhöht, während die außerbetrieblichen Ausbildungsstellen um 42 auf 644 zurückgingen. In den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes zeichnete sich eine durchaus unterschiedliche Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt ab.

Im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis war die Zahl der gemeldeten Stellen rückläufig, ganz im Gegensatz zum Landkreis Eichsfeld. Hier profitierte man in diesem Jahr von der erhöhten Arbeitskräftenachfrage in den Fertigungsberufen, insbesondere im Metallbereich, aber auch im Dienstleistungsgewerbe.

„Nachdem im Vorjahr weniger Stellen gemeldet wurden, können wir doch im abgelaufenen Beratungsjahr von einer positiveren Entwicklung sprechen“, resümiert der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Dr. Klaus Stein. „Der erfreuliche Zuwachs betrieblicher Stellen zeigt, dass uns die Arbeitgeber vertrauen und unsere Beratungskräfte auf dem Ausbildungsmarkt aktiv sind. Wir sind immer wieder gefordert, die richtigen Wege zu finden und Alternativen aufzuzeigen. Letztlich bleiben die Initiativen aller Akteure am Ausbildungsmarkt für das Gesamtergebnis entscheidend“, bekräftigt Dr. Stein.

Im gesamten Agenturbezirk standen jeder gemeldeten Ausbildungsstelle weniger als zwei Bewerber gegenüber. Konkret lag das Verhältnis bei 1:1,6 (Vorjahr 1:2,1). Am 30. September waren von den gemeldeten Ausbildungsstellen 46 noch nicht besetzt, 13 mehr als im Vorjahr. Die meisten dieser Angebote gingen erst in den letzten Wochen ein, waren wieder frei geworden oder es standen keine geeigneten Bewerber zur Verfügung.

Die Wunschliste der Bewerber führten in diesem Jahr die KFZ-Berufe (171), gefolgt von den Büroberufen (156) und den Verkäufern (143) an. Gefragt waren aber auch Lehrstellen bei den Banken (87) oder im Hotelgewerbe (82). 50 Interessenten gab es im Bereich der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte bzw. Tierpfleger, hier konnte jedoch kein Lehrstellenangebot unterbreitet werden. Genau umgekehrt war das Verhältnis beispielsweise in der Metallbranche, bei den Schlossern, Maurern und hauswirtschaflichen Berufen. In diesen Branchen wurden mehr Stellen als Bewerber registriert. Die Beratung und berufliche Neuorientierung der Jugendlichen war an dieser Stelle von besonderer Bedeutung.

Dass sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weiter verringert hat, ist neben sinkenden Bewerberzahlen vor allem der Erhöhung der persönlichen Kontaktdichte zu den Unternehmen und der ständigen Zusammenarbeit mit allen Ausbildungsmarktpartnern zu verdanken. Allerdings ist es trotz intensiver und gezielter Ansprache der Arbeitgeber noch nicht gelungen alle Jugendlichen zu vermitteln. Für insgesamt 61 Jungen und Mädchen laufen noch Vermittlungsbemühungen auf Hochtouren. Ein Teil von ihnen sucht eine Ausbildung als Friseur/-in, Florist/-in, Koch, Maler oder im kaufmännischen Bereich. In den nächsten Wochen werden durch die Nordhäuser Arbeitsagentur Nachvermittlungsaktionen gestartet, um allen ausbildungswilligen Jugendlichen eine Chance einzuräumen.

Grundsätzlich empfiehlt die Arbeitsagentur: Nicht nur auf einen einzigen Wunschberuf festlegen, sondern rechtzeitig die Alternativen suchen. Neben der nötigen Flexibilität bleibt auch weiterhin die Mobilität wichtig.
Autor: nnz

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