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Do, 14:07 Uhr
11.10.2007

Träume

Nordhausen (nnz). Im Herbst 1912 gab es wahrscheinlich das erste Heimspiel zwischen der Sportvereinigung Wacker-Mars Nordhausen und Schwarzburg-Sondershausen, den beiden Vorgängern der kommenden Thüringenliga-Begegnung. Damals siegte Wacker zu Hause in einem torreichen Punktspiel der Verbandsklasse Kyffhäusergau mit 6:3. Der Vorbericht zu nächsten Heimspiel von Klaus Verkouter...


Umgekehrte Vorzeichen bringt der Herbst 2007; denn die Eintracht gewann das Pokalspiel gegen Nordhausen in der vergangenen Woche ebenso souverän mit 5:1. Zwischen diesen beiden Ereignissen liegen etwa 90 Spiele beider Vereine, die nachgewiesen werden können. In Wirklichkeit dürften es sogar noch einige mehr sein, doch sind nicht mehr alle Quellen zu erschließen.

Inzwischen hat sich das Kräfteverhältnis beider Vertretungen seit der gemeinsamen Oberligasaison 2000/2001 mehr und mehr zugunsten der Sondershäuser geneigt, auch wenn das manche Nordhäuser Fans nicht wahrhaben wollen, sprechen doch scheinbar nicht nur die historischen Bilanzen für Wacker. Auch in der Thüringenliga haben ja die Blau-Weißen ein kleines Plus. Die Eintracht gewann nur einmal in einem Punktspiel in dieser Klasse - im Dezember 2006.

Übereinstimmender Tenor der Betrachter des Derbys im vorigen Jahr: Diese Wacker-Niederlage war unnötig. Auch die Trainerstimmen von damals belegen dies:

Etzrodt (Wacker): „Ich bin restlos leer und enttäuscht. Ich kann nicht begreifen, was passiert ist. Bis zur 70. Minute haben wir sehr gut gespielt und es war heute mehr drin. Das Ergebnis ist sehr bitter. Wir müssen jetzt einen klaren Kopf bewahren und analysieren, warum wir in den letzten Wochen derartig aus der Erfolgsspur gekommen sind. Mir tut es unendlich leid für das gesamte Umfeld und ganz speziell für unsere treuen Fans.“

Glage (Eintracht): „Wir haben zwei gleichwertige Mannschaften gesehen, von denen die glücklichere gewonnen hat. Wacker hat es in der 1. Halbzeit versäumt, den Sack zuzumachen. Wie meine Jungs nach dem 0:1 zurück ins Spiel gefunden haben, war stark. Momentan haben wir eben einen Lauf …“

Im Moment scheinen diese Worte noch immer den Nagel auf den Kopf zu treffen, zu unterschiedlich sind die gegenwärtigen Leistungen beider Teams auf dem Platz. Bleibt den Wackerfans nur, von besseren Zeiten oder einer baldigen Umkehrung der Verhältnisse zu träumen. Ganz andere Träume spuken im Kopf eines ehemaligen Nordhäuser Akteurs herum, den es nach Sondershausen zog, nämlich Daniel Braun. Dessen Träume wurden sogar veröffentlicht. Da sie aber nur in einer Sonderhäuser Zeitungsausgabe vor dem Pokalspiel erschienen, sind sie sicher den Nordhäusern nicht bekannt. Das holen wir gern nach.

Journalistenfrage: „Ein Pokal-Tor für Eintracht gegen Wacker – wäre das nicht ein Traum?“Braun: „Erst eines im Pokal und dann zehn Tage drauf noch eins in Nordhausen. Das wär’s doch! Das wär’ mein Traum! Und natürlich, dass wir beide Spiele gewinnen.“

Nun, das Traumtor gelang ihm trotz fünf Treffern seiner Kollegen selbst nicht. Also geht sein Traum weiter. Demnach muss sich der Gastgeber auf eine Leistung von ihm im AKS einstellen, die er für Wacker im letzten Jahr nie erbrachte; denn da traf er in der gesamten Saison nur einmal - und das fast genau auf dem Tag vor einem Jahr beim 6:0 gegen Absteiger Leinefelde.

Wir werden Sonnabend ab 14 Uhr sehen, wessen Träume sich erfüllen lassen oder ob das Sprichwort siegt: Träume sind Schäume.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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