Do, 18:03 Uhr
20.12.2007
Zufrieden - oder?
Die Thüringer Landwirte blicken auf ein interessantes, sie als Unternehmer forderndes und spannendes Jahr 2007 zurück. Vor allem gestiegene Verbraucherpreise für landwirtschaftliche Produkte lassen problemlos in die Zukunft sehen. Oder?
Die Zukunftsperspektiven haben sich verändert und vor allem die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft wird gesellschaftlich wieder erkannt. Dies erklärte der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV), Dr. Klaus Kliem, heute vor Vertretern des Berufsstandes sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft zum Jahresabschluss.
Eine goldene Nase verdienen sich die Landwirte trotz einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung aber nicht, stellte Kliem fest. Mit den Erzeugerpreisen stiegen auch die Kosten der Produktion, so dass die Spanne sich nicht wesentlich zu Gunsten der Landwirte änderte. Insgesamt seien die Zukunftserwartungen der Bauern angesichts der Entwicklung auf den weltweiten Agrarmärkten und der Chancen bei erneuerbaren Energien zuversichtlich.
Immer stärker würden unternehmerische Leistungen über den Betriebserfolg entscheiden. Die Landwirte könnten die sich entwickelnden Agrarmärkte je nach betrieblichen Voraussetzungen nutzen. Dies sei auch eine Folge der EU-Agrarreform von 2003. Viele Agrarunternehmen planen derzeit ausstehende Investitionen in Maschinen und Stallanlagen. Sie machten ihre Betriebe fit für den zu erwartenden schärferen Wettbewerb.
Solche finanziellen Vorhaben seien langfristig geplant und auf politische Zusagen und die entsprechenden Rahmenbedingungen der EU-Agrarreform gerechnet. Überlegungen der EU-Kommission, die Betriebsprämien zu kürzen, würden deshalb vom TBV kategorisch abgelehnt. Anderenfalls seien Investitionen und Arbeitsplätze gefährdet. Kliem forderte von Bundesregierung und EU-Kommission eine Politik der Verlässlichkeit. Die reformierte EU-Agrarpolitik aus 2003 müsse bis 2013 gelten. Bei dieser Forderung gehe es nicht zuletzt um den Erhalt der Lebensqualität in den ländlichen Regionen.
Oftmals seien die Agrarbetriebe die größten Arbeitgeber in den Dörfern. Sie beschäftigten eine Vielzahl von Menschen, die mit dem Einkommen ihre Familien ernähren. Mit den EU-Geldern finanziere die Gesellschaft soziale Ausgewogenheit zwischen Stadt und Land.
Autor: nnzDie Zukunftsperspektiven haben sich verändert und vor allem die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft wird gesellschaftlich wieder erkannt. Dies erklärte der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV), Dr. Klaus Kliem, heute vor Vertretern des Berufsstandes sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft zum Jahresabschluss.
Eine goldene Nase verdienen sich die Landwirte trotz einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung aber nicht, stellte Kliem fest. Mit den Erzeugerpreisen stiegen auch die Kosten der Produktion, so dass die Spanne sich nicht wesentlich zu Gunsten der Landwirte änderte. Insgesamt seien die Zukunftserwartungen der Bauern angesichts der Entwicklung auf den weltweiten Agrarmärkten und der Chancen bei erneuerbaren Energien zuversichtlich.
Immer stärker würden unternehmerische Leistungen über den Betriebserfolg entscheiden. Die Landwirte könnten die sich entwickelnden Agrarmärkte je nach betrieblichen Voraussetzungen nutzen. Dies sei auch eine Folge der EU-Agrarreform von 2003. Viele Agrarunternehmen planen derzeit ausstehende Investitionen in Maschinen und Stallanlagen. Sie machten ihre Betriebe fit für den zu erwartenden schärferen Wettbewerb.
Solche finanziellen Vorhaben seien langfristig geplant und auf politische Zusagen und die entsprechenden Rahmenbedingungen der EU-Agrarreform gerechnet. Überlegungen der EU-Kommission, die Betriebsprämien zu kürzen, würden deshalb vom TBV kategorisch abgelehnt. Anderenfalls seien Investitionen und Arbeitsplätze gefährdet. Kliem forderte von Bundesregierung und EU-Kommission eine Politik der Verlässlichkeit. Die reformierte EU-Agrarpolitik aus 2003 müsse bis 2013 gelten. Bei dieser Forderung gehe es nicht zuletzt um den Erhalt der Lebensqualität in den ländlichen Regionen.
Oftmals seien die Agrarbetriebe die größten Arbeitgeber in den Dörfern. Sie beschäftigten eine Vielzahl von Menschen, die mit dem Einkommen ihre Familien ernähren. Mit den EU-Geldern finanziere die Gesellschaft soziale Ausgewogenheit zwischen Stadt und Land.
