Mo, 08:00 Uhr
18.02.2008
Projekt PATCH WORK
In einem wirtschaftlichem schwierigen Umfeld, wie es im Kyffhäuserkreis mit seiner hohen Arbeitslosenquote der Fall ist, gibt es auch eine ganze Reihe benachteiligte Jugendliche, die sich nicht mehr zurecht finden. Hier bietet das Projekt PATCH WORK Hilfe und Unterstützung an.
Unter der Schirmherrschaft der Jugendberufshilfe existiert das Projekt PATCH WORK seit August 2006, in Verbindung mit Kyffhäuserkreis und ARGE Kyffhäuserkreis. Schwerpunkt dabei, dass 10 regionale Bildungsträger im Auftrag der ARGE Kyffhäuserkreis mit dem Projekt kooperieren.
Ziel des ganzen Projekts ist es, benachteiligte Jugendliche wieder in Arbeit oder Ausbildung zu bekommen oder auch eine abgebrochene Ausbildung wieder fortzusetzen. Um zu wissen wie das Ganze funktionieren soll, sprach kn mit Anika Srba Projektleiterin Patch Work im Kyffhäuserkreis.
Mit Anika Srba betreuen weitere vier Integrationsbegleiterinnen ca. 140 jugendliche Teilnehmer im Kyffhäuserkreis. Teilnehmen am Projekt dürfen arbeitslose und im Sinne des SGB II hilfebedürftige Jugendliche, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und für den 1. Arbeitsmarkt keine geeignete bzw. verwertbare berufliche Qualifikation verfügen. Die Jugendlichen werden von der ARGE Kyffhäuserkreis für das Projekt vorgeschlagen. Welche Schicksale stecken hinter diesen Jugendlichen?
- fehlender Schulabschluss
- fehlende Berufsausbildung
- nicht für den regionalen Arbeitsmarkt verwertbare bzw. geeignete Berufsausbildung
- Ausbildungsabbrüche oder überhaupt Bildungsprobleme
- Schulden und Drogenprobleme
Das besondere an diesem Projekt ist die individuelle Betreuung. Das geht schon damit los, dass es für jeden Teilnehmer nur einen Ansprechpartner gibt. Der ist nicht nur vor Ort bei den Bildungsträgern, sondern macht wenn nötig sogar Hausbesuche gibt Hilfe bei Konfliktlösungen. Es gibt für keinen Teilnehmer ein Schema. Es gibt individuelle Pläne mit entsprechender Kontrolle und auch erforderlichenfalls mit Änderung der Maßnahmen. So kann man auch auf individuelle Lebenssituationen reagieren.
Nach Festlegung der Integrationsbegleiters beginnt das Ganze mit einem Einzelgesprächstermin. Hier wird nicht nur die Biographie des Jugendlichen durchgegangen, sondern die aktuelle Lebenssituation durchleuchtet. Hier werden aus dem Jugendlichen seine Ziele herausgekitzelt, was er so eigentlich in nächster Zeit erreichen will.
In den nächsten 14 Tagen wird in einer Ist-Analyse ein Stärken- und Schwächenprofil erarbeitet. Dazu stehen 9 – 10 verschiedene Verfahren zur Auswahl.
In der Auswertung dieser Analyse wird ermittelt, welche Fördermaßnahme ist geeignet und diese in einer Zielvereinbarung festgelegt. Aus einem großen Maßnahme Katalog wird dann in Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen ganz individuell festgelegt, ob es ein berufsorientiertes Angebot, eine Arbeitserprobung oder ein Praktika gibt. Und dort kann man ja aus mindestens 10 regionalen Bildungsträgern wählen.
Es gibt aber auch niederschwellige Angebote wie Sucht- Schuldner- oder Drogenberatung.
Die durchschnittliche Verweildauer im Projekt liegt bei ca. 6 Monaten.
Und wie sind die Ergebnisse? Hier kann Anika Srba in der
1. Projektphase,
die von August 2006 bis November 2007 ging, ein positives Ergebnis ziehen. Über 300 Jugendliche (Verhältnis 60 % männlich, 40 % weiblich) konnten in dem Projekt betreut werden. Über 40 % der Jugendlichen konnten positiv in Arbeit, Berufs- und Schulausbildung vermittelt werden. Nur ganz wenige Jugendliche (ca. 6 %) haben das Projekt verlassen, üblich sind bei solchen Projekten eigentlich 12 %. Es gibt aber auch neutrale Austritte aus dem Projekt, was nicht negativ sein muss, wie Zivildienst, Armee, Umzug oder auch Erziehungsurlaub. Die
2. Projektphase,
dauert von Dezember 2007 bis 31.Dezember 2008, dem vorläufigen Ende des Projekts. Finanziert wird das Projekt durch den Europäischen Sozialfonds und die ARGE Kyffhäuserkreis. Der Landkreis wird also in seinen klammen Finanzen nicht belastet.
Die Koordinierung des Ganzen erfolgt in Bad Frankenhausen in der Stiftsstraße 2 (Tel 034671/56783).
Dieses interessante Projekt, das nicht so im Fokus der Berichterstattung steht, wird kn weiter verfolgen und über dessen Ergebnisse berichten. Wer sich näher informieren möchte, kann das unter www.jbhth.de.
Autor: khhUnter der Schirmherrschaft der Jugendberufshilfe existiert das Projekt PATCH WORK seit August 2006, in Verbindung mit Kyffhäuserkreis und ARGE Kyffhäuserkreis. Schwerpunkt dabei, dass 10 regionale Bildungsträger im Auftrag der ARGE Kyffhäuserkreis mit dem Projekt kooperieren.
Ziel des ganzen Projekts ist es, benachteiligte Jugendliche wieder in Arbeit oder Ausbildung zu bekommen oder auch eine abgebrochene Ausbildung wieder fortzusetzen. Um zu wissen wie das Ganze funktionieren soll, sprach kn mit Anika Srba Projektleiterin Patch Work im Kyffhäuserkreis.
Mit Anika Srba betreuen weitere vier Integrationsbegleiterinnen ca. 140 jugendliche Teilnehmer im Kyffhäuserkreis. Teilnehmen am Projekt dürfen arbeitslose und im Sinne des SGB II hilfebedürftige Jugendliche, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und für den 1. Arbeitsmarkt keine geeignete bzw. verwertbare berufliche Qualifikation verfügen. Die Jugendlichen werden von der ARGE Kyffhäuserkreis für das Projekt vorgeschlagen. Welche Schicksale stecken hinter diesen Jugendlichen?
- fehlender Schulabschluss
- fehlende Berufsausbildung
- nicht für den regionalen Arbeitsmarkt verwertbare bzw. geeignete Berufsausbildung
- Ausbildungsabbrüche oder überhaupt Bildungsprobleme
- Schulden und Drogenprobleme
Das besondere an diesem Projekt ist die individuelle Betreuung. Das geht schon damit los, dass es für jeden Teilnehmer nur einen Ansprechpartner gibt. Der ist nicht nur vor Ort bei den Bildungsträgern, sondern macht wenn nötig sogar Hausbesuche gibt Hilfe bei Konfliktlösungen. Es gibt für keinen Teilnehmer ein Schema. Es gibt individuelle Pläne mit entsprechender Kontrolle und auch erforderlichenfalls mit Änderung der Maßnahmen. So kann man auch auf individuelle Lebenssituationen reagieren.
Nach Festlegung der Integrationsbegleiters beginnt das Ganze mit einem Einzelgesprächstermin. Hier wird nicht nur die Biographie des Jugendlichen durchgegangen, sondern die aktuelle Lebenssituation durchleuchtet. Hier werden aus dem Jugendlichen seine Ziele herausgekitzelt, was er so eigentlich in nächster Zeit erreichen will.
In den nächsten 14 Tagen wird in einer Ist-Analyse ein Stärken- und Schwächenprofil erarbeitet. Dazu stehen 9 – 10 verschiedene Verfahren zur Auswahl.
In der Auswertung dieser Analyse wird ermittelt, welche Fördermaßnahme ist geeignet und diese in einer Zielvereinbarung festgelegt. Aus einem großen Maßnahme Katalog wird dann in Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen ganz individuell festgelegt, ob es ein berufsorientiertes Angebot, eine Arbeitserprobung oder ein Praktika gibt. Und dort kann man ja aus mindestens 10 regionalen Bildungsträgern wählen.
Es gibt aber auch niederschwellige Angebote wie Sucht- Schuldner- oder Drogenberatung.
Die durchschnittliche Verweildauer im Projekt liegt bei ca. 6 Monaten.
Und wie sind die Ergebnisse? Hier kann Anika Srba in der
1. Projektphase,
die von August 2006 bis November 2007 ging, ein positives Ergebnis ziehen. Über 300 Jugendliche (Verhältnis 60 % männlich, 40 % weiblich) konnten in dem Projekt betreut werden. Über 40 % der Jugendlichen konnten positiv in Arbeit, Berufs- und Schulausbildung vermittelt werden. Nur ganz wenige Jugendliche (ca. 6 %) haben das Projekt verlassen, üblich sind bei solchen Projekten eigentlich 12 %. Es gibt aber auch neutrale Austritte aus dem Projekt, was nicht negativ sein muss, wie Zivildienst, Armee, Umzug oder auch Erziehungsurlaub. Die
2. Projektphase,
dauert von Dezember 2007 bis 31.Dezember 2008, dem vorläufigen Ende des Projekts. Finanziert wird das Projekt durch den Europäischen Sozialfonds und die ARGE Kyffhäuserkreis. Der Landkreis wird also in seinen klammen Finanzen nicht belastet.
Die Koordinierung des Ganzen erfolgt in Bad Frankenhausen in der Stiftsstraße 2 (Tel 034671/56783).
Dieses interessante Projekt, das nicht so im Fokus der Berichterstattung steht, wird kn weiter verfolgen und über dessen Ergebnisse berichten. Wer sich näher informieren möchte, kann das unter www.jbhth.de.