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Do, 08:23 Uhr
24.04.2008

nnz-Forum: Eine Gesellschaft für alle?

"Behindert ist man nicht, behindert wird man", Diese Erkenntnis teilen in Deutschland nicht nur die über 6,6 Millionen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Dazu Anmerkungen von Klaus Henze....


Auch Eltern, die mit Kinderwagen unterwegs sind, und ältere Menschen stoßen immer wieder auf Barrieren wie Stufen in öffentlichen Gebäuden, vor Wohnungen sowie in Bussen und Bahnen, kleine und schlecht lesbare Hinweisschilder und Informationen, fehlende Höranlagen und Gebärdendolmetscher bei Veranstaltungen oder eine schwer verständliche Behördensprache in Formularen. Dies sind nur einige Beispiele für Barrieren, durch die vielen Menschen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft erschwert wird. Diese Benachteiligungen beginnen oft schon im Kindesalter und ziehen sich nicht selten durch das ganze Leben.

Darum fördert die Aktion Mensch alljährlich um den Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderungen Aktionen der verschiedensten Verbände und Einrichtungen, die darauf aufmerksam machen sollen bzw. Lösungswege für die Teilhabe behinderter Menschen aufzeigen sollen. Der VdK-Kreisverband Nordthüringen ist seit dem Jahr 2001 dabei. Über die diesjährigen Veranstaltungen informieren wir Sie hier zu gegebener Zeit.

Wussten Sie zum Beispiel, dass nur 13% der behinderten Kinder aufeine reguläre Schule in der Nachbarschaft gehen? Aufgrund fehlender Plätze auf integrativen Schulen können 87% der Eltern von behinderten Schülern die Schule nichtfrei wählen.

Wussten Sie, dass die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung weit über der durchschnittlichen Arbeitslosenquote liegt? Rund 250.000 behinderte Menschen haben auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum Chancen und arbeiten in Werkstätten für behinderte Menschen, mit einem monatlichen Durchschnittslohn von gerade einmal 160€, oder wussten Sie, dass über 170.000 behinderte Menschen in Behinderteneinrichtungen leben, obwohl viele von ihnen in einer eigenen Wohnung und besser in die Gemeinschaft integriert leben würden?

Um diesen Missständen begegnen zu können, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. Dezember 2006 das Übereinkommen über die Rechte behinderter Menschen verabschiedet. Diese UN-Menschenrechtskonvention für behinderte Menschen sieht u. a. vor, dass Barrieren gezielt abgebaut werden, behinderte Kinder in Regelschulen unterrichtet werden und mit gleichen Wahlmöglichkeiten in der Gemeinde leben können. Sorgen Sie mit uns im Sinne einer gleichberechtigten Zukunft für uns alle dafür, dass diese Konvention auch von Deutschland ratifiziert und umgesetzt wird. Zu den Veranstaltungen des VdK im Rahmen der Aktion liegen dazu Unterschriftenlisten aus.
Klaus Henze
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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