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Sa, 07:00 Uhr
26.04.2008

Nachtrag zum Ministerbesuch

Wird der Besuch am Donnerstag von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) so einen großen Schub in die Region bringen? Zweifel sind angebracht...

Nach den Berichten zum Besuch des Bundesverkehrsminister wurde ich jetzt mehrfach gefragt, ob ich nicht in der Darstellung etwas pessimistisch bin. Nein, ich teile nur nicht die Euphorie einiger Politiker. Bei Gesprächen zum Thema Modellregion Südharz-Kyffhäuser werden immer wieder die 2 Mio. Euro Fördergelder ins Spiel gebracht, die in die Region fließen sollen. Aber selbst die wenigsten Experten wissen, wohin die ca. 1,5 Mio. Euro Fördergelder für Studien und Projekte wirklich fließen werden. Wenn selbst die Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kreisentwicklung, Regina Kirchner, in einem MDR – Interview zugeben musste, dass das Geld unter anderem an Hochschulen und Beraterfirmen von Hamburg, Hannover und Berlin fließen wird, aber auch nicht genau weiß, wohin, dann darf man doch skeptisch sein. Wäre auch nur eine Beraterfirma dabei, die aus der Region (im großen Sinne Thüringen), hätte man das schon „ausgeschlachtet“. Ist aber offensichtlich nicht der Fall.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (Foto: Landratsamt Kyffhäuserkreis) Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (Foto: Landratsamt Kyffhäuserkreis)

Jan Martin Dee, Geschäftsführer der TWB Fahrzeugtechnik, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, Landrat Peter Hengstermann (erste Reihe von links) beim Rundgang im Betrieb.

Auch sollte der Satz von Minister Tiefensee zu denken geben (im MDR-Radio geäußert), der in etwa sagte: Ich hoffe, dass wir in der nächsten Legislaturperiode eine Anschlussfinanzierung finden werden. Wenn es dann doch mal aus den vielen Studien Ergebnisse geben soll, wie sollen die ohne zusätzliche Mittel umgesetzt werden, wenn jetzt schon Landkreis und Kommunen sprichwörtlich auf den letzten Loch pfeifen? Für echte Investitionen steht doch kaum noch Geld zur Verfügung. Schon aus diesem Grund ist zu befürchten, dass diese rund 2 Mio. Euro in ihrer Wirkung verpuffen werden.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (Foto: Landratsamt Kyffhäuserkreis) Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (Foto: Landratsamt Kyffhäuserkreis)


War deshalb der Besuch nicht sinnvoll? Keinesfalls! Auch wenn keinerlei Mittel und Wahlversprechen geleistet wurden, sind doch vor allem die überregionalen Medien mal auf den Kyffhäuserkreis aufmerksam gemacht worden. Auch wenn uns der Name Kyffhäuser geläufig ist, wissen den Wenigsten in 200 km westlich von uns, wo der Kyffhäuser liegt. Da ist es schon gut, das potentielle Investoren wissen, wo es vielleicht bald doch mal neue Fördergelder gibt, so sie nicht versiegen.

Auch wenn es den Organisationsablauf der besuchten Firma TWB Pressenwerk Artern sicher etwas durcheinander gebracht hat, aus Sicht der Werbung und des PR ist so ein Besuch mit Sicherheit eine gute Sache. Schon deshalb ist zu begrüßen, dass am nächsten Donnerstag eine weiterer Thüringer Minister die Region (Minister Sklenar in Donndorf) besucht. Nur so kann gesichert werden, dass die Probleme der Region besser bekannt werden, und es wirklich mal eine Anschlussfinanzierung gibt, die wirklich in die Region fließt, und nicht nur in die Taschen von Beraterfirmen.

Karl-Heinz Herrmann
Autor: khh

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