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Fr, 09:15 Uhr
02.05.2008

Image Milchwirtschaft verbessern

Beim Besuch der Agrar- und Handels-GmbH Donndorf wurden auch die Rinderställe besucht. Dabei konstatierte Landrat Peter Hengstermann (CDU), dass selbst in kurzer Entfernung von den Stallanlagen kaum Geruchsbelästigung zu vernehmen war. Diese und weitere Imageprobleme erfahren Sie hier...

Während des Besuchs des Thüringer Ministers für Landwirtschaft, Natur und Umwelt, Dr. Volker Sklenar (CDU), wir berichteten bereits ausführlich, wurden natürlich auch die Stallanlagen besichtigt. Dabei ging Geschäftsführerin Cornelia Leißner auch auf einige Imageprobleme von Großviehanlagen ein. Während des Rundganges verwies Sie auch darauf, dass von den Rinderstallanlagen kaum Geruchsbelästigungen ausgingen, dieser Makel aber oft auch den Großanlagen der Milchwirtschaft angelastet wurde.

Agrar- Donndorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Agrar- Donndorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Landrat Peter Hengstermann (links) und sein Pressereferent und Leiter der Abteilung I Kreisangelegenheiten, Dr. Heinz-Ulrich Thiele.

In der Tat konnte man am Besuchstag kaum eine Geruchsbelästigung feststellen, was nicht nur der Eindruck von Landrat Hengstermann war (Die von Birkenpollen malträtierte Nase des kn-Reporters sei hier mal kein Maßstab.). Lag das auch an der Haltungsart der im Stall stehenden Milchkühe? Die standen nicht auf irgendwelchen Rosten, sondern hatten in allen Ställen eine umfangreiche Strohunterlage. Hinsichtlich der weiteren Verwendung des gebrauchten Strohs sagte Cornelia Leißner, dass es nicht weiter verarbeitet wird, sondern wieder komplett als Dünger und Bodenverbesserungsmaßnahme auf den eigenen Feldern des Agrarunternehmens landet.

Agrar- Donndorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Agrar- Donndorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Stallanlagen des Unternehmens.

Aber auch ein weiteres Imageproblem kam zur Sprache. Geschäftsführer Holger Brandt beklagte, dass viele Leute glaubten, man laufe in der Landwirtschaft immer noch nur mit der Mistgabel durch die Landschaft. Dem ist aber bei weitem nicht mehr so. Sicher hat er sich in den siebziger Jahren auch nicht träumen lassen, dass die Computertechnik in so großem Umfang in die Landwirtschaft Einzug halten würde. Denn nicht nur im Büro stehen PCs, sondern auch in den Ställen hat die neue Technik eingezogen. Auch im Stall ist die Computertechnik nicht mehr wegzudenken, wie die elektronisch über Ohrmarken gesteuerte Tränke für Jungtiere (Bildgalerie links). Hier wird kontrolliert und automatisch abgespeichert, wie viel jedes Tier säuft, und sperrt auch, wenn es zu oft an der Tränke ist.

Aber auch die Landtechnik hat es in sich. Steigen Sie mal auf einen modernen Mähdrescher, da denken Sie, Sie sind in einem Cockpit eines Flugzeuges. Umso frustrierter ist Cornelia Leißner, dass sich bei den Bewerbern für Ausbildungsplätze die Meinung durchgesetzt hat, die Berufe in der Landwirtschaft seien nur für gering ausgebildete Leute. Mich dort zu bewerben, sei so ungefähr das Letzte bei einer Bewerbung. Und in so schlechter Qualität sehen auch die wenigen Bewerbungen aus. Hier macht sich nicht nur die negative demografische Entwicklung bemerkbar (weniger Bewerber), sondern hier öffnet es auch ein Imageproblem der Landwirtschaft, dem entgegengesetzt werden sollte. Geschäftsführer Holger Brandt erinnerte in diesem Zusammenhang, dass ihr Unternehmen in den letzten Jahren kaum Arbeitsplätze abbauen musste und damit auch vielen Arbeitskräften eine gesicherte beruflich Zukunft bieten konnte.

Bilder:
- Jungtier in der Tränke
- Kälbchen bis 10 Tage Alter werden im Freien aufgezogen und haben trotzdem in einer kleinen Hütte ein Rückzugsmöglichkeit
- Cornelia Leißner, Holger Brandt, Dr. Volker Sklenar, Dr. Heinz-Ulrich Thiele

Agrar- Donndorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Agrar- Donndorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Agrar- Donndorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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