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Di, 19:51 Uhr
13.05.2008

Armut und Behinderung haben viel gemeinsam

Der Ortsverband Roßleben des Sozialverbandes VdK schloss im Kreisverband Nordthüringen heute die Aktionstage um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ab...

Im Mittelpunkt des Verbandsnachmittages stand die zentrale Frage des Gesellschafterprojektes der Aktion Mensch „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ verbunden mit dem Inhalt der VdK-Aktion gegen Armut. Ortsverbandsvorsitzender Wolf-Jürgen Träger stellte in seinen einleitenden Worten fest, dass die Armut in Deutschland leider zunimmt. Auch wenn es unterschiedliche Vorstellungen zu dem gibt, was man Armut nennt, so ist doch unbestreitbar, dass ein Kind von Hartz-IV-Empfängern für 2,57 Euro den Tag nicht gesund ernährt werden kann. Viele Menschen sind inzwischen auf die Tafeln angewiesen, um sich satt essen zu können. Unbestritten ist diese Initiative im Rahmen der Arbeitsloseninitiative im Kyffhäuserkreis hoch zu würdigen, schlimm aber, dass sie in unserer Gesellschaft überhaupt notwendig sind. Gleichzeitig forderte er den Bürgermeister auf, diese Initiative stärker zu unterstützen, u. a. auch dadurch, dass die Stadtverwaltung Händler und Gewerbetreibende des Ortes stärker anregt, für die Tafeln zu spenden.

Eine Woche vor dieser Zusammenkunft, so berichtete Träger, habe man die Thematik bereits mit Schülern der 4. Klassen in Bottendorf diskutiert und erfreut festgestellt, dass die Kinder durchaus die Zusammenhänge von Armut und Behinderung bereits erkannten. Armut wird auch zur Behinderung! Wir wollen aber in einer Gesellschaft leben, wo weder Armut noch körperliche Behinderungen von der Teilhabe an der Gesellschaft ausschließen!
Bürgermeister Rainer Heuchel analysierte Ursachen der Armut, die recht vielfältig sind und wirtschaftlichen Fehlschlägen über Krankheit bis zu persönlichen Fehlverhalten reichen können. Die Kommune und Sozialverbände sollten Wege suchen und anbieten, die aus der Armut herausführen können. Auf dem Gebiet der Teilhabe und Abbau von Barrieren gäbe es in Roßleben, das 2003 der Erklärung von Barcelona „Die Stadt und die Behinderten“ beigetreten ist, bereits gute Beispiele. Nächster Höhepunkt sei am 31. Mai die Übergabe des Mehrgenerationenhauses.

In der Diskussion gab es wertvolle Hinweise. Als Beitrag gegen Armut wurde mehr örtliche Unterstützung für die Tafeln eingefordert. Für Langzeitarbeitslose sollten Möglichkeiten für die regelmäßige Betätigung geschaffen werden, um sie an der Entwicklung des Ortes teilhaben zu lassen und ihnen so den erhofften Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Den Stadtvätern wurde empfohlen, über die Schaffung einer öffentlichen (Behinderten)-Toilette nachzudenken, um nur einiges zu nennen.

Logo (Foto: Archiv Klaus Henze Artern) Logo (Foto: Archiv Klaus Henze Artern) Die Themen „Teilhabe jetzt“ und die VdK-Aktion gegen Armut haben eine hohe Aktualität und fordern zum Handeln auf. Sie brauchen die Initiative und den Druck der Sozialverbände und nicht zuletzt deshalb forderten die Teilnehmer mit ihrer Unterschrift, dass die Bundesregierung endlich die UN-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Rechte für Menschen mit Behinderungen ratifiziere.


Unsere Fotos in der Galerie von links Blick in die Teilnehmer; die Gesprächspartner VdK-Kreisvorsitzender Bernd Reiber, Ortsvorsitzender Wolf-Jürgen Träger, Bürgermeister Rainer Heuchel; Unterschriften zur Ratifizierung der UN-Konvention.
Text und Fotos: Klaus Henze
Aktion Teilhabe (Foto: Klaus Henze, Artern)
Aktion Teilhabe (Foto: Klaus Henze, Artern)
Aktion Teilhabe (Foto: Klaus Henze, Artern)
Autor: khh

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