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Mo, 19:04 Uhr
19.05.2008

Übergabe Käthe-Kollwitz-Schule

Nach der Endabnahme im April wurde heute Nachmittag die Käthe-Kollwitz-Schule Sondershausen offiziell an ihre neuen Nutzer übergeben, kn war für Sie dabei...

In Zukunft wird das Haus der ehemaligen historischen „Höheren Mädchenschule“ (1910) gleich von zwei Nutzer belegt werden: Sowohl das Gymnasium „Geschwister Scholl“ als auch die Grundschule „Käthe Kollwitz“ werden die generalsanierten Räume nutzen. Heute Nachmittag über gab Landrat Peter Hengstermann (CDU), der Landkreis ist zuständiger Schulträger, das Gebäude an Ellen Neumann, Leiterin Grundschule „Käthe Kollwitz“ und Dieter Strödter, Leiter Gymnasium „Geschwister Scholl“, zur weiteren Nutzung.

Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


In seiner Ansprache bedankte sich Landrat Hengstermann bei den zahlreicherschienen Vertreter der bausausführenden Firmen (erste Reihe Bildergalerie), so wie die 1. Beigeordnete der Stadt Sondershausen, Cornelia Kraffzick (SPD). Die gesamte Maßnahme war in 15 Lose bzw. Gewerke aufgeteilt, alle wurden an Thüringer Firmen gegeben, davon kamen neun Firmen aus dem Kyffhäuserkreis, und wurden mit der Realisierung der Aufgaben beauftragt. Der dank ging aber auch an das den Bau realisierende Bauplanungsbüro und den Mitarbeitern vom Hochbauamt des Kyffhäuserkreises.

Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Die Käthe-Kollwitz-Schule ist ein ausgewiesenes Kulturdenkmal und gilt als architekturgeschichtliches Highlight. Jegliche Veränderungen sind denkmalrechtlich genehmigungspflichtig und mit strengen Auflagen belegt. Diese Umstände führten auch dazu, dass nicht alle Putzfassaden erneuert werden konnten. Gerade dieser Punkt, so Dirk Meißner vom Hochbauamt war eine Herausforderung an alle Beteiligte. Es gab auch noch andere Hürden, so Matthias Werner vom Bauplanungsbüro Werner: Viele Arbeiten mussten während des normalen Schulbetriebes der Käthe-Kollwitz-Schule durchgeführt werden. Deshalb bedankten sich sowohl Hengstermann als auch Werner sehr ausdrücklich bei den Schülern (zurzeit 150) und deren Leiterin Ellen Neumann für die aufgebrachte Geduld und Einsicht. Hier war Dieter Strödter fein raus, wie er sagte, denn seine ca. 200 Schüler des Gymnasiums werden erst im neuen Schuljahr in die renovierten Räume einziehen. Er freute sich aber auch, dass seine Schüler nun in zwei denkmalsgeschützten Häusern unterrichtet werden können.

Das es sich um ein denkmalsgeschütztes Haus handelt, merkt man an allen Ecken, schon vom aussehen her. Da wurden historische Geländer aufgearbeitet, die Decken in vielen Details der Historie neugestaltet und selbst Fliesen mit Struktur wurden extra gebrannt (Zweite Reihe Bildergalerie). Ob letzteres bei den insgesamt klammen Kassen notwendig war, Denkmalsschutz hin oder her, muss allerdings bezweifelt werden.

Zu begrüßen ist allerdings die wirklich tolle Ausstattung der neuen Schulkabinette. Nicht nur das es eine Bildschirmdarstellung geben kann, sondern viele Decken wurden mit Schallschutzdecken und die Fenster mit Verdunkelungen ausgestattet, so Matthias Werner (linkes Foto in der dritten Reihe, ganz links) stolz. Auch im Chemie-Kabinett können jetzt Experimente wesentlich sicherer durchgeführt werden. Automatisch schließende Brandschutztüren, LED-Notstromlampen und ein Notstromaggregat (für drei Stunden Betrieb) vervollständigen das Ganze.

Und was hat es gekostet? Die Generalsanierung wurde im Jahr 2006 mit der kompletten Erneuerung des Daches mit einem Wertumfang von ca. 180.000,- € begonnen. Im Januar 2007 begann der 2. Bauabschnitt mit der Sanierung des Gebäudes, der Außenanlagen und einer vollkommen neuen Schulmöbelausstattung (Wertumfang 1,67 Millionen €). Die Generalsanierung der Käthe-Kollwitz-Schule wurde gefördert mit Mitteln des Investitionsprogramms „Zukunft, Bildung und Betreuung“ (IZBB). Der Anteil des Landkreises betrug 185.000,- €, also 10% der Gesamtsumme des 1. und 2. Bauabschnittes.

Wenn jetzt noch etwas fehlt, dann eventuell ein Tag der offenen Tür. Da würden viele Leute staunen, wie schön und zweckmäßig einen Schule gestaltet sein kann. Allerdings könnte aber auch etwas Neid aufkommen, denn leider reichen die Gelder nicht, um die vielen auch noch sanierungsbedürftigen Schulen so ausstatten zu können.
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Käthe-Kollwitz-Schule (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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