Mi, 10:01 Uhr
09.07.2008
Weitere wertvolle Funde
Über die Grabungen am Frauenberg Sondershausen hatte kn schon mehrfach berichtet. Wieder wurden wertvolle Funde gemacht ...
Über die Freilegung einer alten Kirche hatten wir schon berichtet und auch das einige Gräber darum freigelegt und teilweise wieder geschlossen wurden, hier ein Archivbild.
Vom Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mit Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens, Dr. Diethard Walter, erhielten wir folgende Informationen:
In der vorigen Woche gelang die Entdeckung eines für die thüringische Landesgeschichte sehr bedeutsamen Grabfundes: bei Ausgrabungen in Zusammenhang mit der Sicherung und Rekonstruktion eines mittelalterlichen Kirchengrundrisses fanden Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Sondershausen bei Jechaburg die reich ausgestattete Bestattung eines Mannes vom Beginn des 8. Jh., einem Zeithorizont, aus dem kaum Schriftquellen vorliegen.
Von der Ausstattung blieben zwei eiserne Lanzenspitzen, die eiserne Bewehrung des Schildes, ein eisernes Klappmesser, ein Langschwert mit Resten der Gürtelgarnitur und ein Kurzschwert, ein so genannter Sax, erhalten. Die Scheide des Saxes war reich mit Silberblech und silbernen Nieten beschlagen. Im Bereich der Füße fanden sich Reste von silbernen Wadenbändern mit Goldauflagen. Erstmalig gelang damit der archäologische Nachweis der Oberschicht des frühen Mittelalters im nord-östlichen Randbereich des ostfränkischen Reiches. Die kostbaren z.T. sehr schlecht erhaltenen Stücke aus dem Grab wurden zunächst in Kunststoff eingebettet und müssen nun von den Restauratoren des Landesamtes aufwändig konserviert und restauriert werden.
Zusammen mit den Ergebnissen der Ausgrabungen an der Ortsumfahrung der B 4 bei Sondershausen, bei denen bereits vor einigen Jahren ein kleiner Adelsfriedhof geborgen wurde, wollen Archäologen und Historiker nun ein differenziertes Bild der historischen Ereignisse in Zusammenhang mit der Christianisierung und der Herausbildung mittelalterlicher Herrschaftsstrukturen im nördlichen Thüringen herausarbeiten.
Die Fundstücke werden heute in einer Pressekonferenz ab 10:00 Uhr in Weimar (Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mit Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens) präsentiert.
Autor: nnz/knÜber die Freilegung einer alten Kirche hatten wir schon berichtet und auch das einige Gräber darum freigelegt und teilweise wieder geschlossen wurden, hier ein Archivbild.
Vom Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mit Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens, Dr. Diethard Walter, erhielten wir folgende Informationen:
In der vorigen Woche gelang die Entdeckung eines für die thüringische Landesgeschichte sehr bedeutsamen Grabfundes: bei Ausgrabungen in Zusammenhang mit der Sicherung und Rekonstruktion eines mittelalterlichen Kirchengrundrisses fanden Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Sondershausen bei Jechaburg die reich ausgestattete Bestattung eines Mannes vom Beginn des 8. Jh., einem Zeithorizont, aus dem kaum Schriftquellen vorliegen.
Von der Ausstattung blieben zwei eiserne Lanzenspitzen, die eiserne Bewehrung des Schildes, ein eisernes Klappmesser, ein Langschwert mit Resten der Gürtelgarnitur und ein Kurzschwert, ein so genannter Sax, erhalten. Die Scheide des Saxes war reich mit Silberblech und silbernen Nieten beschlagen. Im Bereich der Füße fanden sich Reste von silbernen Wadenbändern mit Goldauflagen. Erstmalig gelang damit der archäologische Nachweis der Oberschicht des frühen Mittelalters im nord-östlichen Randbereich des ostfränkischen Reiches. Die kostbaren z.T. sehr schlecht erhaltenen Stücke aus dem Grab wurden zunächst in Kunststoff eingebettet und müssen nun von den Restauratoren des Landesamtes aufwändig konserviert und restauriert werden.
Zusammen mit den Ergebnissen der Ausgrabungen an der Ortsumfahrung der B 4 bei Sondershausen, bei denen bereits vor einigen Jahren ein kleiner Adelsfriedhof geborgen wurde, wollen Archäologen und Historiker nun ein differenziertes Bild der historischen Ereignisse in Zusammenhang mit der Christianisierung und der Herausbildung mittelalterlicher Herrschaftsstrukturen im nördlichen Thüringen herausarbeiten.
Die Fundstücke werden heute in einer Pressekonferenz ab 10:00 Uhr in Weimar (Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mit Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens) präsentiert.
