Di, 07:02 Uhr
22.07.2008
IHK – Infos in Ebeleben
Letzte Woche hatte Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD) die Gewerbetreibenden der Innenstadt zu einem Unternehmergespräch geladen. Mit dabei der Leiter des Regionalen-Service Nordhausen der IHK Erfurt, Udo Rockmann, der für alle Geschäftsleute des Kreises ein bittere Pille dabei hatte....
Über diese Veranstaltung vorige Woche im Thüringer Hof von Ebeleben, hatten wir schon ausführlich berichtet. Udo Rockmann hatte die Chance genutzt, die Gewerbetreibenden von Ebeleben über einige neue Trends zu informieren, die sich aus dem demografischen Wandel auch in unserer Region ergeben. Ein Schwerpunkt dabei, man solle mehr auf die Belange der Generation 50+ eingehen. Man solle such nicht verschätzen, denn in dieser Generation gibt es genügend Personen, die eine unterschätzte Kaufkraft haben.
Auf dieses Klientel sollten sich die Händler in unserer Region einstellen. So sei eben ein möglicher Senioreneinkaufstag durchaus eine Option, auch mal diese Käufergruppe verstärkt in die Geschäfte zu locken. Aber nicht nur besondere Einkaufstage sind interessant. Durch die Gestaltung der Geschäftsräume und des Umfeldes muss es zu einer besseren Kundenbindung kommen. Unter anderem schlug Udo Rockmann einige Punkte vor, auf welche die Geschäftsleute, nicht nur in Ebeleben, achten sollten:
Wer die Möglichkeit hat, sollte Kundentoiletten anbieten, bei den die Kunden nicht abgezockt werden.
Da es sie oft im öffentlichen Bereich nicht gibt, sollten die Gewerbetreibenden ihren Kunden Sitzmöglichkeiten anbieten, was sich durchaus auf die Kauffreudigkeit und Kundenbindung auswirkt.
Bei Beidarf sollte man Getränke anbieten.
Auch vor dem Geschäft könne man schon etwas machen. Auf Kundenparkplätzen extra breite Parkplätze anbieten, da ältere Menschen immer wieder Probleme beim Aus- und Einsteigen in schmalen Parkbuchten haben, und dann lieber woanders hinfahren.
Wenn sich dann die Geschäftsleute einer Region solchen Maßnahmen entschließen, ist es durchaus eine Möglichkeit dem Trend vorzubeugen, dass man Einkaufszentren in der Großstadt bevorzugt.
Udo Rockmann erinnerte aber auch die Geschäftsleute an das Sprichwort: Weniger ist oft mehr. Hintergrund dafür, als es darum ging, welche Events den eventuell für Ebeleben sinnvoll wären. Wenn die Kunden aus zu vielen Möglichkeiten wählen müssen, kann der Schuss sehr schnell nach hinten losgehen.
Aber auch einen großen Wermutstropfen, um nicht gar zu sagen bittere Pille hatte Udo Rockmann im Gepäck. Es gäbe, so Rockmann, im Bundesfinanzministerium einen Gesetzentwurf, der alle Taxameter und Registrierkassen verpflichtet, einen Chip einzubauen, der gleich die abzuführende Mehrwertsteuer erfassen soll. Der Einbau diese Chips soll verpflichtend sein und natürlich auf Kosten des Gewerbetreibenden erfolgen soll. Wer vielleicht noch eine etwas ältere Registrierkasse hat, auf den kommt gar ein Neueinkauf zu. Diese Kosten, die wohl pro Kasse kaum unter 50 Euro liegen dürften (vom Neukauf mal ganz abgesehen), sollte jeder Gewerbetreibende für die Zukunft einplanen.
Ob dieser Gesetzentwurf gestoppt werden kann, ist natürlich völlig ungewiss. Zumindest müssten die Gewerbetreibenden aber dann mächtig Druck auf die Politiker ausüben.
Autor: khhÜber diese Veranstaltung vorige Woche im Thüringer Hof von Ebeleben, hatten wir schon ausführlich berichtet. Udo Rockmann hatte die Chance genutzt, die Gewerbetreibenden von Ebeleben über einige neue Trends zu informieren, die sich aus dem demografischen Wandel auch in unserer Region ergeben. Ein Schwerpunkt dabei, man solle mehr auf die Belange der Generation 50+ eingehen. Man solle such nicht verschätzen, denn in dieser Generation gibt es genügend Personen, die eine unterschätzte Kaufkraft haben.
Auf dieses Klientel sollten sich die Händler in unserer Region einstellen. So sei eben ein möglicher Senioreneinkaufstag durchaus eine Option, auch mal diese Käufergruppe verstärkt in die Geschäfte zu locken. Aber nicht nur besondere Einkaufstage sind interessant. Durch die Gestaltung der Geschäftsräume und des Umfeldes muss es zu einer besseren Kundenbindung kommen. Unter anderem schlug Udo Rockmann einige Punkte vor, auf welche die Geschäftsleute, nicht nur in Ebeleben, achten sollten:
Wer die Möglichkeit hat, sollte Kundentoiletten anbieten, bei den die Kunden nicht abgezockt werden.
Da es sie oft im öffentlichen Bereich nicht gibt, sollten die Gewerbetreibenden ihren Kunden Sitzmöglichkeiten anbieten, was sich durchaus auf die Kauffreudigkeit und Kundenbindung auswirkt.
Bei Beidarf sollte man Getränke anbieten.
Auch vor dem Geschäft könne man schon etwas machen. Auf Kundenparkplätzen extra breite Parkplätze anbieten, da ältere Menschen immer wieder Probleme beim Aus- und Einsteigen in schmalen Parkbuchten haben, und dann lieber woanders hinfahren.
Wenn sich dann die Geschäftsleute einer Region solchen Maßnahmen entschließen, ist es durchaus eine Möglichkeit dem Trend vorzubeugen, dass man Einkaufszentren in der Großstadt bevorzugt.
Udo Rockmann erinnerte aber auch die Geschäftsleute an das Sprichwort: Weniger ist oft mehr. Hintergrund dafür, als es darum ging, welche Events den eventuell für Ebeleben sinnvoll wären. Wenn die Kunden aus zu vielen Möglichkeiten wählen müssen, kann der Schuss sehr schnell nach hinten losgehen.
Aber auch einen großen Wermutstropfen, um nicht gar zu sagen bittere Pille hatte Udo Rockmann im Gepäck. Es gäbe, so Rockmann, im Bundesfinanzministerium einen Gesetzentwurf, der alle Taxameter und Registrierkassen verpflichtet, einen Chip einzubauen, der gleich die abzuführende Mehrwertsteuer erfassen soll. Der Einbau diese Chips soll verpflichtend sein und natürlich auf Kosten des Gewerbetreibenden erfolgen soll. Wer vielleicht noch eine etwas ältere Registrierkasse hat, auf den kommt gar ein Neueinkauf zu. Diese Kosten, die wohl pro Kasse kaum unter 50 Euro liegen dürften (vom Neukauf mal ganz abgesehen), sollte jeder Gewerbetreibende für die Zukunft einplanen.
Ob dieser Gesetzentwurf gestoppt werden kann, ist natürlich völlig ungewiss. Zumindest müssten die Gewerbetreibenden aber dann mächtig Druck auf die Politiker ausüben.