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Mi, 20:04 Uhr
01.10.2008

Kalilagerstätte Roßleben (1)

In einer Pressemitteilung legt die K+S Gruppe aus Kassel ihr Konzept für Aufbau einer neuen Kaliproduktion in Roßleben vor. Was man vor hat, und wie es laufen soll, erfahren Sie hier...


Mit einem Investitions- und Betriebskonzept für den Aufbau eines neuen Kaliwerkes beteiligt sich die K+S Gruppe an der Ausschreibung der Kalilagerstätte Querfurter Mulde / Bad Bibra nahe Roßleben. Das Unternehmen hat heute der Eigentümerin des entsprechenden Bergwerkseigentums, der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV), Sondershausen, ein Konzept vorgelegt, mit dem bei Investitionen von mehr als 600 Millionen Euro rund 700 dauerhafte Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden könnten. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die erneute Nutzung der Lagerstätte haben sich durch die weltweit steigende Nachfrage nach Kalidüngemitteln deutlich verbessert.

Für K+S hat die Option einer Nutzung der Kalilagerstätte Querfurter Mulde/Bad Bibra im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie einen hohen Stellenwert. Das Unternehmen ist deshalb daran interessiert, sich nachhaltig unternehmerisch in der Region zu engagieren. Nach den K+S bisher zugänglichen Informationen scheinen die verfügbaren Rohsalzvorräte ausreichend, um bei einer Jahreskapazität von rund einer Million Tonnen Kali-/Magnesiumdüngemittel den Betrieb eines Kaliwerkes für 30 bis 40 Jahre zu sichern.

Umfangreiche weitere Prüfungen erforderlich
Zur Vervollständigung der Zahlenbasis für die weitere Planung benötigt K+S allerdings noch entscheidende zusätzliche Informationen. Da alle Schächte des ehemaligen Bergwerkes Roßleben nach dessen Stilllegung verfüllt wurden, ist es derzeit nicht möglich, repräsentative Proben des nach den Kenntnissen aus der Vergangenheit hochkomplexen Rohsalzes zu erhalten.

Dies ist aber unabdingbar, um die Eignung der Mineralien für die Aufbereitung im Elektrostatischen Trennverfahren (ESTA) in einer Technikumsanlage zu prüfen. Nur mit diesem abwasserfreien Verfahren ist die Verarbeitung der Roßlebener Rohsalze zu qualitätsgerechten Produkten möglich. Weiterhin ist zu klären, ob bzw. welche Einschränkungen sich in der Nutzung der Lagerstätte durch die darüber verlaufende ICE-Trasse ergeben. Zu beiden Fragen schlägt K+S der GVV eine enge Zusammenarbeit vor, um möglichst bald die nächsten Schritte zu konkreten Verhandlungen unternehmen zu können.

Eine Industrieansiedlung wie der Bau eines neuen Kaliwerkes erfordert nicht nur Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, sondern benötigt auch eine weitreichende Planungssicherheit, um eine nachhaltige Bindung der erheblichen Mittel zu rechtfertigen. Für K+S ist selbstverständlich, dass dabei der neueste Stand der Technik zum Einsatz kommt und auch hinsichtlich des Umweltschutzes strenge Maßstäbe angelegt werden.

Aber auch die Politik ist gefordert, um durch Schaffung eines langfristig angelegten Rahmens auf der Grundlage nationalen und europäischen Rechts die erforderlichen Genehmigungen für Aufbau und Betrieb eines Kaliwerkes sicherzustellen. Dies betrifft insbesondere die Einrichtung einer Rückstandshalde sowie eine Einleitgenehmigung für salzhaltige Wässer.

Das Unternehmen geht davon aus, dass es mit seinem Investitions- und Betriebskonzept einen überzeugenden Ansatz vorgelegt hat, der in enger Zusammenarbeit mit der GVV und den zuständigen Behörden zügig weiterentwickelt werden kann.
Autor: khh

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