So, 17:33 Uhr
26.10.2008
nnz/kn-Forum: Kritik und Forderung
Auf dem dritten Kreisverbandstages des Sozialverbandes VdK Nordthüringen am 18.Oktober 2008 in Bad Frankenhausen hatte dass Thema Armut und deren Bekämpfung höchste Priorität. Dazu eine Anmerkung in unserem Forum...
Der Verband, unter ihnen Delegierte aus den Ortsverbänden Nordhausen, Ilfeld, Artern, Sondershausen, Sömmerda und anderen Ortsverbänden treten dafür ein, dass der Sozialabbau in unserem Lande gestoppt wird. Solidarität und soziale Gerechtigkeit sollen wieder zu Grundprinzipien unseres Staates werden und auch die Zukunft der Sozialsysteme für kommende Generationen sichern. Die Belastung der Menschen nach Leistungsfähigkeit muss geltendes Prinzip sein. Deshalb unterstützen die Mitglieder die gegenwärtige bundesweite VdK – Aktion gegen Armut. Dazu gehört auch, dass sich der Verband konsequent für Rentengerechtigkeit und eine rasche Angleichung der Renten in Ost und West einsetzt. Das und die Beseitigung der Hartz – Gesetze sind eine entscheidende Grundlage der Bekämpfung der sich im Osten verstärkenden Altersarmut.
Der Sozialverband zeigt, wie Notwendig es ist die Aktion gegen Armut zu verstärken und weiter auszubauen. Wir benötigen eine gerechte Chancenverteilung und eine Verteilungsgerechtigkeit, damit die Schere zwischen Arm und Reich in unserer Gesellschaft nicht noch weiter auseinander driftet.
Kinder und Altersarmut sind in unserem Land zu einem Problem herangewachsen, was man sofort an der Wurzel bekämpfen muss, damit es nicht zu einer starken Pflanze heranwachsen kann. So sei die Zahl der von Armut bedrohter Rentnerinnen und Rentner aufgrund von Beitrags – und Steuererhöhungen, Leistungseinschränkungen und Preissteigerungen in den letzten Jahren deutlich angestiegen.
Echte Finanzsorgen verwandeln den täglichen Einkauf in ein Konsumroulette, Mehrfachbelastungen potenzieren sich. Durch eine hohe Verschuldung, finden sich viele Menschen im gesellschaftlichen Abseits wieder, stellt der Sozialverband fest.
Der VdK sieht sich in der steigenden Kinderarmut mit einer neuen Risikogruppe konfrontiert, die sich neben der Altersarmut gebildet hat. Beginnt dass Rückrat der Gesellschaft zu bröckeln? fragt sich der Sozialverband.
2,5 Millionen Kinder in Deutschland leben in Armut, 3 Millionen Rentnerinnen und Rentner sind von Armut bedroht, Der VdK fordert deshalb eine Anhebung des Hartz IV – Regelsatzes bei Erwachsenen von 351 Euro auf mindestens 420 Euro, und bei Kindern unter 14 Jahren von 211 Euro auf 250 Euro. Im Hartz IV – Regelsatz seien für die Ernährung eines Kindes pro Tag 2,59 Euro vorgesehen. Dies so sagen die Mitglieder, reiche bei weitem nicht aus, um ein Kind gesund und ausgewogen zu ernähren.
Zwar ist es richtig und wichtig und es ist ein erster guter Schritt, dass vom VdK geforderte kostenlose Mittagessen in Kindergärten und Schulen einzuführen, doch damit wird dass Problem Armut nicht gelöst, aber zumindest gelindert.
Im Gefolge von Niedriglohn und Hartz IV verarmen immer mehr Familien mit mehreren Kindern. Armut setzt einen Prozess des physischen und psychischen Verfalls in Gang, der nur mit erheblichem Aufwand – und mit politischem Weitblick - zu stoppen ist.
Je länger die Arbeitslosigkeit und HartzIV andauert, desto verheerender sind ihre Folgen für den Einzelnen, die Familie, die nachfolgende Generation und letztlich für die Gesellschaft. Der VdK fordert deshalb von den politischen Verantwortlichen die wachsende soziale Kluft in unserem Land entgegenzuwirken.
Wir müssen uns auf den Stachel, der tief im Fleisch des Volkes steckt konzentrieren, die Arbeitslosigkeit, die Wohlstand und soziale Sicherung bedroht. Lassen wir nicht zu, dass aus dem Sozialstaat Deutschland, ein Almosenstaat Deutschland wird.
Andreas Links
Autor: nnz/knDer Verband, unter ihnen Delegierte aus den Ortsverbänden Nordhausen, Ilfeld, Artern, Sondershausen, Sömmerda und anderen Ortsverbänden treten dafür ein, dass der Sozialabbau in unserem Lande gestoppt wird. Solidarität und soziale Gerechtigkeit sollen wieder zu Grundprinzipien unseres Staates werden und auch die Zukunft der Sozialsysteme für kommende Generationen sichern. Die Belastung der Menschen nach Leistungsfähigkeit muss geltendes Prinzip sein. Deshalb unterstützen die Mitglieder die gegenwärtige bundesweite VdK – Aktion gegen Armut. Dazu gehört auch, dass sich der Verband konsequent für Rentengerechtigkeit und eine rasche Angleichung der Renten in Ost und West einsetzt. Das und die Beseitigung der Hartz – Gesetze sind eine entscheidende Grundlage der Bekämpfung der sich im Osten verstärkenden Altersarmut.
Der Sozialverband zeigt, wie Notwendig es ist die Aktion gegen Armut zu verstärken und weiter auszubauen. Wir benötigen eine gerechte Chancenverteilung und eine Verteilungsgerechtigkeit, damit die Schere zwischen Arm und Reich in unserer Gesellschaft nicht noch weiter auseinander driftet.
Kinder und Altersarmut sind in unserem Land zu einem Problem herangewachsen, was man sofort an der Wurzel bekämpfen muss, damit es nicht zu einer starken Pflanze heranwachsen kann. So sei die Zahl der von Armut bedrohter Rentnerinnen und Rentner aufgrund von Beitrags – und Steuererhöhungen, Leistungseinschränkungen und Preissteigerungen in den letzten Jahren deutlich angestiegen.
Echte Finanzsorgen verwandeln den täglichen Einkauf in ein Konsumroulette, Mehrfachbelastungen potenzieren sich. Durch eine hohe Verschuldung, finden sich viele Menschen im gesellschaftlichen Abseits wieder, stellt der Sozialverband fest.
Der VdK sieht sich in der steigenden Kinderarmut mit einer neuen Risikogruppe konfrontiert, die sich neben der Altersarmut gebildet hat. Beginnt dass Rückrat der Gesellschaft zu bröckeln? fragt sich der Sozialverband.
2,5 Millionen Kinder in Deutschland leben in Armut, 3 Millionen Rentnerinnen und Rentner sind von Armut bedroht, Der VdK fordert deshalb eine Anhebung des Hartz IV – Regelsatzes bei Erwachsenen von 351 Euro auf mindestens 420 Euro, und bei Kindern unter 14 Jahren von 211 Euro auf 250 Euro. Im Hartz IV – Regelsatz seien für die Ernährung eines Kindes pro Tag 2,59 Euro vorgesehen. Dies so sagen die Mitglieder, reiche bei weitem nicht aus, um ein Kind gesund und ausgewogen zu ernähren.
Zwar ist es richtig und wichtig und es ist ein erster guter Schritt, dass vom VdK geforderte kostenlose Mittagessen in Kindergärten und Schulen einzuführen, doch damit wird dass Problem Armut nicht gelöst, aber zumindest gelindert.
Im Gefolge von Niedriglohn und Hartz IV verarmen immer mehr Familien mit mehreren Kindern. Armut setzt einen Prozess des physischen und psychischen Verfalls in Gang, der nur mit erheblichem Aufwand – und mit politischem Weitblick - zu stoppen ist.
Je länger die Arbeitslosigkeit und HartzIV andauert, desto verheerender sind ihre Folgen für den Einzelnen, die Familie, die nachfolgende Generation und letztlich für die Gesellschaft. Der VdK fordert deshalb von den politischen Verantwortlichen die wachsende soziale Kluft in unserem Land entgegenzuwirken.
Wir müssen uns auf den Stachel, der tief im Fleisch des Volkes steckt konzentrieren, die Arbeitslosigkeit, die Wohlstand und soziale Sicherung bedroht. Lassen wir nicht zu, dass aus dem Sozialstaat Deutschland, ein Almosenstaat Deutschland wird.
Andreas Links
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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