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Do, 07:04 Uhr
13.11.2008

Hier macht es Spaß

Von den Erfolgen der Bossler des BRSG Kyffhäuser e.V. angestachelt, hat es sich kn nicht nehmen lassen, mal selbst beim Bosseln zu zuschauen und mal einige Bosseln zu werfen.

Einige Jahre war es in Sondershausen still um das Bosseln geworden. Aber einer hat seit Jahren weitergemacht, Dieter Grabe. Der „Chef-Bossler“ von Sondershausen ist sogar Bundesschiedsrichter beim Bosseln. Die Bossler von Sondershausen sind in der Behinderten Rehabilations-Sportgruppe Kyffhäuser e.V. organisiert. Mit einer Mitgliederzahl von fast 500 ist es der größte Sportverein Sondershausen, und sicher auch einer der größten des Kyffhäuserkreises.

Eine Sektion davon sind die Bossler, die eine Stärke von zurzeit 17 Mitgliedern sind, wie Volker Stietzel beim Probetraining schon mal verriet. Auch benötigt man keine besonderen Ausrüstungen, um teilnehmen zu können. Allerdings muss man wenigstens Halleturnschuhe haben, sonst darf man natürlich nicht in eine Sporthalle. Wer gar aktiv im Verein mitspielt, bekommt sogar so einen schicken Anzug mit Schriftzug, wie ihn Volker Stietzel hier vorführt. Natürlich geht so ein Wettkampfbetrieb nur mit Sponsoren, so z.B. die Wohnungsgenossenschaft „Glückauf“, Edeka Borntal (Deminn und Einspänner) oder der neuen Spowa (Anett Pötsch).
Bosseln  (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bosseln (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Man muss nicht alt sein, um beim Bosseln dabei sein zu dürfen. Es ist aber auch keine Sportart, die nur für ältere Leute gedacht ist, auch wenn die älteste Teilnehmerin schon 74 Jahre alt sein soll. Auch wenn man keine besonderen körperlichen Voraussetzungen braucht, aber für einige „Couchpotatos“, die nur vor der Glotze hängen, könnte es ein Problem sein, sich leicht zu bücken und tatsächlich so eine ca. 4,5 kg schwere Bossel zielgerecht aufs Parket zu werfen. Der Autor dieser Zeilen hat natürlich auch mal einen Wurf probiert und festgestellt, ist ja wirklich fast wie beim Kegeln.
Bosseln (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bosseln (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Die Regeln beim Bosseln sind ähnlich wie beim Eisstockschießen, bzw. beim Curling. Hat sicher jeder schon mal im Fernsehen gesehen, nur dass das anstrengende Wischen mit dem Besen wegfällt. Die hölzernen Schiebestöcke werden als Bosseln bezeichnet. Sie sehen aus wie überdimensionierte Rasierpinsel, die gestutzt wurden. Gespielt wird ausschließlich in Turnhallen.
Bosseln (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bosseln (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Das Spielfeld beinhaltet eine 12 m (bei Frauen 10 m) lange Wurfbahn sowie ein sich daran anschließendes 4 m langes Zielfeld. Es spielen jeweils zwei Mannschaften mit drei Spielern gegeneinander, zu jeder Mannschaft gehört ein zusätzlicher Mannschaftsführer. Jeder Spieler einer Mannschaft hat pro Durchgang einen Wurf.

Durch abwechselnde Würfe wird nun versucht, die Bosseln nahe an die Daube heranzubringen, dass ist dieser kleine Würfel im Bild rechts der Bildergalerie. Dabei darf man durchaus gegnerische Bosseln mit dem Wurf aus dem Zielfeld entfernen oder auch die Daube selbst positionell verändern. Das Schöne am Bosseln ist, dass es in der Mannschaft Spaß macht, und auch in der Mannschaft nicht so todernst genommen wird, wie Volker Stietzel versicherte, auch wenn man sich natürlich trotzdem anstrengt. Wer will schon freiwillig verlieren.

Alle Bosseln im Zielfeld enthalten Wurfpunkte. Die am nächsten an der Daube platzierte Bosseln enthält zwei Punkte. Gewonnen hat die Mannschaft, die nach sechs Durchgängen die meisten Punkte erzielt hat. Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, auf Wettkämpfe muss man nicht verzichten, denn es gibt Thüringenmeisterschaften und Deutsche Meisterschaften. Kn hofft, etwas mehr Licht in die Sportart Bosseln gebracht zu haben, die sich hinter Sportarten, wie z.B. Kegeln nicht verstecken muss. Da sich hier nach jedem Wurf soviel ändern kann, ist sogar oft für mehr Spannung gesorgt, als viele denken werden. Etwas Kraft braucht man, ein gutes Zielvermögen und auch viel taktisches Geschick sind bei dieser noch viel zu sehr belächelten Sportart notwendig.

Wer Interesse am Bosseln hat kann jederzeit zum Training am Dienstag um 19:30 Uhr in die Turnhalle Haus II Gymnasium (ehemals) und Donnerstags um 16:30 Uhr in die Turnhalle in die Talstraße von Sondershausen kommen. Statt auf dem Sofa zu sitzen, sollten Sie es mal mit etwas Bewegung versuchen. Das Gute dabei, man muss beim Bosseln aber wirklich nicht hetzen. Schwer wird es allerdings, wenn man das Bosseln zu Hause richtig über will. Wer hat schon ein 12 m langen Parkettfußboden. Kommen Sie also lieber zum Probetraining vorbei.

Am 29.11.2008 um 10:00 Uhr ist in der Dreifeldhalle am Rosengarten Sondershausen ein großes Einladungsturnier mit Mannschaften aus ganz Deutschland, so aus Gladbeck, Paderborn, Arnstadt (2) Rudolstadt, Zeitz, Stendal, Köthen und natürlich Sondershausen. Schauen Sie doch mal rein.


Bosseln (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bosseln (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bosseln (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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