Fr, 07:02 Uhr
21.11.2008
Wir wollen was zurückgeben
Ehrenamtlich unterstützen drei Beschäftigte der Finneck-Werkstatt in Artern das Netzwerk Soziale Gerechtigkeit beim Projekt Gesundes Frühstück. Hierzu erreicht kn folgender Bericht...
Menschen mit Behinderung müssen nicht ausschließlich Bittsteller sein. Dass sie auch geben können, bewiesen drei Beschäftigte der Finneck-Werkstatt mit ihrem ehrenamtlichen Engagement beim Projekt Gesundes Frühstück in Artern.
Morgens um 7 Uhr versammeln sich an die 15 ehrenamtlichen Helfer in der Grundschule Am Königsstuhl in Artern. Es werden Gurken, Karotten, Äpfel und Bananen geschnitten, Brote geschmiert und Tee aufgebrüht. Es ist wieder Donnerstag und die Grundschulkinder sollen ein gesundes Frühstück bekommen. Diese Woche sind drei Beschäftigte aus der Zweigwerkstatt in Artern dabei.
In der Servicegruppe der Werkstatt haben sie alles Hauswirtschaftliche gelernt. Heute bereiten Gabriele Willert, Christian Preuß und Sandra Henne mit den anderen ehrenamtlichen Helfern zwei Stunden lang Frühstückstüten für die Schüler vor.
Gesundes Frühstück (Foto: Finneck Stiftung)
Seit rund zwei Monaten läuft das Projekt Gesundes Frühstück schon, das vom Netzwerk Soziale Gerechtigkeit ins Leben gerufen wurde und ausschließlich durch Spenden finanziert ist. Trampelpfad lautet der Arbeitstitel des Netzwerks. Weil wir auf kurzem Wege den Menschen helfen wollen, die sozial benachteiligt sind, erklärt Initiatorin Uta Kopp. Anlass war schon, dass einige Kinder ohne Pausenbrot in die Schule gehen oder hier kein Mittag bekommen, erklärt die ehrenamtliche Helferin und Mutter Simone Severing. Zusammen mit Christian Preuß aus der Finneck-Werkstatt bringt sie heute die Tüten an Ort und Stelle.
Dort noch ein paar Brote mit Ei hinein, dann müssen wir den Tee holen, sagt Simone Severing. Dann huschen alle wieder die Treppe hinunter und hinauf – bis es um neun zur Pause läutet und die Schüler in die Gänge stürmen. Sandra Henne schaut sich um, wer noch keinen Tee bekommen hat, fragt nach und verteilt mit einem schüchternen Lächeln.
Umringt von Kindern steht Gabriele Willert auf dem Schulgang. Sie kann gar nicht so schnell gucken, wie die Brote vergriffen sind. Sie ist selbst vierfache Mutter und freut sich etwas zurückgeben zu können: Wenn wieder was ist, bin ich dabei. Jeden zweiten Donnerstag im Monat wird das nun der Fall sein, denn die Zweigwerkstatt der Stiftung Finneck wird Teil des Netzwerks, indem sie sich monatlich am Gesunden Frühstück beteiligt.
Autor: khhMenschen mit Behinderung müssen nicht ausschließlich Bittsteller sein. Dass sie auch geben können, bewiesen drei Beschäftigte der Finneck-Werkstatt mit ihrem ehrenamtlichen Engagement beim Projekt Gesundes Frühstück in Artern.
Morgens um 7 Uhr versammeln sich an die 15 ehrenamtlichen Helfer in der Grundschule Am Königsstuhl in Artern. Es werden Gurken, Karotten, Äpfel und Bananen geschnitten, Brote geschmiert und Tee aufgebrüht. Es ist wieder Donnerstag und die Grundschulkinder sollen ein gesundes Frühstück bekommen. Diese Woche sind drei Beschäftigte aus der Zweigwerkstatt in Artern dabei.
In der Servicegruppe der Werkstatt haben sie alles Hauswirtschaftliche gelernt. Heute bereiten Gabriele Willert, Christian Preuß und Sandra Henne mit den anderen ehrenamtlichen Helfern zwei Stunden lang Frühstückstüten für die Schüler vor.
Gesundes Frühstück (Foto: Finneck Stiftung)
Seit rund zwei Monaten läuft das Projekt Gesundes Frühstück schon, das vom Netzwerk Soziale Gerechtigkeit ins Leben gerufen wurde und ausschließlich durch Spenden finanziert ist. Trampelpfad lautet der Arbeitstitel des Netzwerks. Weil wir auf kurzem Wege den Menschen helfen wollen, die sozial benachteiligt sind, erklärt Initiatorin Uta Kopp. Anlass war schon, dass einige Kinder ohne Pausenbrot in die Schule gehen oder hier kein Mittag bekommen, erklärt die ehrenamtliche Helferin und Mutter Simone Severing. Zusammen mit Christian Preuß aus der Finneck-Werkstatt bringt sie heute die Tüten an Ort und Stelle. Dort noch ein paar Brote mit Ei hinein, dann müssen wir den Tee holen, sagt Simone Severing. Dann huschen alle wieder die Treppe hinunter und hinauf – bis es um neun zur Pause läutet und die Schüler in die Gänge stürmen. Sandra Henne schaut sich um, wer noch keinen Tee bekommen hat, fragt nach und verteilt mit einem schüchternen Lächeln.
Umringt von Kindern steht Gabriele Willert auf dem Schulgang. Sie kann gar nicht so schnell gucken, wie die Brote vergriffen sind. Sie ist selbst vierfache Mutter und freut sich etwas zurückgeben zu können: Wenn wieder was ist, bin ich dabei. Jeden zweiten Donnerstag im Monat wird das nun der Fall sein, denn die Zweigwerkstatt der Stiftung Finneck wird Teil des Netzwerks, indem sie sich monatlich am Gesunden Frühstück beteiligt.
