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Fr, 11:22 Uhr
23.01.2009

Noch nicht überall bekannt

Bereits seit Mitte November 2008 können Gemeinden die Formulare und Hinweise zur Förderung der Breitbandversorgung (DSL)ländlicher Räume in Thüringen. Darauf weist eine Pressemitteilung des Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt hin. Mehr dazu hier...

Förderung von schnellem Internet im ländlichen Raum
Am 26. Januar 2009 erscheint im Thüringer Staatsanzeiger Nr. 4/2009 die Richtlinie zur „Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume in Thüringen“.

Bei leitungsgebundener Infrastruktur ist die Verlegung oder Verbesserung der erforderlichen Einrichtungen bis einschließlich der Verteilereinrichtungen förderfähig; bei funkbasierten Lösungen ist die Errichtung der technischen Netzinfrastrukturelemente bis einschließlich des Sendemastes förderfähig.

Die Förderung erfolgt über das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt und ist befristet auf die Jahre 2008 – 2010. Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern können Anträge stellen. Zuwendungen unter 10.000 EUR und über 75.000 EUR werden nicht gewährt. Beratungsleistungen werden nicht gefördert. Die Zuwendungsempfänger müssen mindestens 40 % der förderfähigen Kosten tragen.

Bereits seit Mitte November 2008 können Gemeinden die Formulare und Hinweise zur Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume in Thüringen unter

http://www.thueringen.de/de/landentwicklung/aufgaben/entwicklung/breitbandversorgung

herunterladen. Vollständige Förderanträge nehmen die Ämter für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha, Gera und Meiningen entgegen.

Hinweise zum Thema Breitbandversorgung sind zudem auf den Internetseiten des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Arbeit zu finden,

http://www.thueringen.de/de/tmwta/technologie/breitbandinitiative
Autor: khh

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Kommentare
Nordhäuser
23.01.2009, 11:55 Uhr
DSL für jeden
DSL für jeden so sagt die Telekom. Es ist nicht schlecht gedacht das jetzt auch der ländliche Raum versogt werden soll, aber was ist mit der Stadt Nordhausen? Ich kenne sehr viele Familien hier in Nordhausen die immer noch mit Ihren Uralt-Modem ganz langsam im Netz unterwegs sind und pro Minute bezahlen da kein DSL verfügbar ist. Wer denkt an diese Leute?
Real Human
23.01.2009, 18:05 Uhr
Weg von Magenta und DSL geht doch!
Lieber „Nordhäuser“ und alle anderen!

Sie können davon ausgehen, dass alle Telefongesellschaften und Internetprovider mehr oder weniger auf Betrug aus sind. Wenn es ihn jemals gegeben haben sollte, den „ehrbaren Kaufmann“ werden Sie unter ihnen nicht finden. Das zeigt schon das „Kleingedruckte“ – oft hellgrau auf „dunkelweiß“ und dann noch einmal mit noch kleineren Indizes versehen.

Das ist der „real existierende Kapitalismus“! Nur die leider immer wieder zahlreich nachwachsenden Bäh-Lämmer glauben, dass ihnen ohne Hintergedanken etwas geschenkt wird.
Bis vor einem knappen Jahr war ich auch ein viel zu konservativer Kunde beim magentafarbenen Quasi-Monopolisten. (Irgendwie war ich das „Gewohnheitstier“, das noch nicht richtig realisiert hatte, dass die Corporate Identity von Postkutschengelb auf Paulchen-Panther-Pink gewechselt hatte.)

Schon bevor es YouTube und andere Web-2.0-Angebote gab, reichte natürlich mein 56-K-Modem nicht mehr z. B. für größere Downloads. Mehrfach habe ich bei der Telekom nach DSL nach gefragt, aber immer wieder hieß es, dass für meinen Standort DSL nicht verfügbar sei. So ging es bis vor etwa einem Jahr. Plötzlich sollte es bei Alice (Hansanet) möglich sein. Und es war möglich! Es kommt noch besser: Diesem Provider kann man vier Wochen vor Monatsende kündigen! Das war damals fast ein Alleinstellungsmerkmal (Ich glaube heute auch noch.). Durch den „Fun“-Flat-Tarif für Telefonate ins deutsche Festnetz komme ich bei nur wenigen Telefonaten in Handy-Netze bis jetzt niemals über eine Gebühr von 31 € pro Monat hinaus. Bei der Telekom habe ich bis zu 70 € monatlich nur fürs Telefonieren bezahlt.

Keine 24 Stunden, nachdem ich den Schaltungsauftrag an Alice vergeben hatte, rief eine Mitarbeiterin der Telekom bei mir an. Vorher hatten die sich nie nach meiner Zufriedenheit mit meinem Anschluss ins www erkundigt. Ob ich mir das noch einmal überlegen wolle, fragte die Dame. Und fast mit drohendem Unterton: Ob ich nicht wüsste, dass ich bei Alice mit Qualitätseinschränkungen bei der Datenübertragung beim Telefonieren zu rechnen hätte. Tatsächlich ist es heute noch so, dass sich oft Anrufer bei mir über ein Echo beklagen. Ich rufe dann meistens zurück; und siehe: Das lästige Echo ist weg! Damit will ich der Telekom natürlich auf keinen Fall Sabotage unterstellen!

Ich bot der Dame übrigens an, bei einem besseren Angebot wieder zur Telekom zurück zu wechseln, ich hatte ja jetzt eine nur einmonatige Kündigungsfrist. Sie konnte mir natürlich kein DSL anbieten.

Und wie bin ich mit dem DSL von Alice zufrieden? Nun, es ist nicht gerade berauschend. Aber immerhin erzielte ich beim letzten Test 1432 kbps beim Download und 519 kbps beim Upload.

Es wäre gut, wenn auch weitere Leser über ihre Erfahrungen mit ihren Providern berichten würden.
Baba
23.01.2009, 19:02 Uhr
DSL für jeden??????????
Das ich nicht lache, mein Sohn wohnt in der oberen Rautenstraße, 200 Meter Luftlinie zur Post.
Alles was ihn die Telecom anbieten kann ist DSL 1000
ohne Internet- und Telefonflatrate. Und das auch nur wen eine Leitung frei wird. Die Rautenstraße lohnt sich sicher noch nicht anzuschließen, da ja überwiegend ältere Mitbürger dort wohnen, die keinen Internetanschluss brauchen.viel Spaß noch beim Sürfen
Baba
angel23
24.01.2009, 06:08 Uhr
Es gibt auch zufriedene Telekomkunden
Wir wohnen auch im Randgebiet Nordhausen und haben hier seit 2 Jahren 6000 DSL und ab diesem Jahr sogar 16.000 DSL.
Kombiniert mit einer Telefonflatrate nutzen wir dieses für knapp 50 Euro und sind sehr zufrieden.

Ich denke, langfristig wird es flächendeckend zu bekommen sein, Freunde in NRW und dem Saarland hatten ähnliche Wartezeiten auf DSL als wir hier.

Gut Ding will Weile haben, mich hat mein 56k-Modem auch genervt, war dann mit meinem 100k-ISDN-Modem schon happy und jetzt eben sehr zufrieden ;-)
Norbert
24.01.2009, 09:32 Uhr
Wir wohnen im Stadtzentrum
und alles was wir hier erhalten, trotz Luftlinie zur Post ca. 5-600m ist DSL 2000, obwohl wir laut dem Paket für mehr bezahlen, nur nach mehrmaligen Nachfragen konnte man mir auch keine positive Nachricht übermitteln, im Gegenteil ich solle der Telekom mit Hilfe einer Unterschriftensammlung mit ca. 100 Unterschriften nachweisen, dass hier eine höhere Datenrate "erwünscht" ist.

Komischerweise, weisen div. Verfügbarkeitschecks anderer Provider hier einen viel höheren Datenfluss aus, als dies die Telekom tut.

Man kann nur hoffen, dass die Telekom langsam aufwacht, bevor sie weiter Kunden an die Konkurrenz verliert...
Beate
24.01.2009, 10:55 Uhr
Wieso immer Telekom?
Ich verstehe nicht, dass immer alle so auf der Telekom rumhacken?
Es steht doch auch den anderen Anbietern frei Anschlusskabel zu verlegen. Die scheuen aber in der Regel die damit verbundenen Kosten und so zeigen immer alle schön mit dem Finger auf die Telekom.
Freidenker 1304
24.01.2009, 23:47 Uhr
Telekom = für und wider
Ja, ja, die Telekom.
Vorteile: sehr großer Anbieter, immer ( zwar nach Telefonlabyrinth und durch ewigen Wartezeiten nervige ) kostenfreie Hotline, direkte Problembehebung an Leitung und Anschluß (wenn man ernstgenommen wird und überzeugend einen Servicemitarbeiter vor Ort fordert), sowie zumeist sehr höflich und zuvorkommend.
Nachteile: Wenig Service vor Ort, zum Teil überalterte Belegungspläne von Anschlußports, Mischbelegung in Mehrfamilienhäusern und Anschlußkästen (andere Anbieter) dadurch bei DSL Interferenzstörungen möglich, jeder Hotlineanruf im Servicecenter einer anderen Stadt mit einem anderen Mitarbeiter, dem man die ganze Geschichte nochmals erzählen muß, Konkurrenzdenken zwischen einzelnen Abteilungen (wir sind hier nicht zuständig - oder - ich verbinde weiter), Servicewüste bei Beschwerden.
Trotzdem bin und bleibe ich Kunde. Denn andere Anbieter haben auch ihre Probleme. Und nicht die Anschlußleitungen. Das kann im Problemfall dann dauern...
Zwischenrufer
25.01.2009, 01:40 Uhr
Die Politik ist gefordert!
Das Problem ist, dass der DSL-Hauptverteiler in der Karl-Meyer-Straße im Osten Nordhausens steht. In dieser Gegend gibt es DSL 16.000. Das Stadtzentrum ist schon so weit entfernt, dass man dort offenbar nur noch DSL 1000 bekommt (so nachzulesen im Kommentar von Baba). Am noch weiter entfernten Südharz-Krankenhaus gibt es sogar nur DSL light (384 kbit/s).
Dies ist für die Infrastruktur einer Stadt wie Nordhausen absolut inakzeptabel und schadet erheblich der weiteren Stadtentwicklung. Hier ist die politische Führung der Stadt gefordert. Hinter ihr stehen deutlich mehr als 100 Unterschriften. Sie sollte sich bei der Telekom mit Nachdruck für eine bessere DSL-Erschließung einsetzen.
-MCH-
26.01.2009, 09:08 Uhr
Wechselerfahrungen
Ich verstehe zwar nicht wie der Herr Dubtschekisto jedes, aber auch jedes Thema zunächst in eine Kapitalismuskritik umwandelt, was seine Erfahrung mit der Alice/HanseNet angeht kann ich ihn aber nur beipflichten.

Auch ich habe diesen freundlichen Anruf der Telekom erhalten nachdem ich den Vertrag bei Alice unterschrieben hab. Da wird einem dann erzählt dass Alice den DSL-Anschluß nicht sicherstellen kann und das es sowieso nicht funktioniert. Ich verwies die Dame dann auf die Infrastruktur der Telekom und wofür den meine 15 Jahre Grundgebühr genutzt wurden, jedenfalls nicht zum Ausbau der Infrastruktur vor Ort.

Erstaunlich bleibt für mich aber, wieso die Telekom für andere Anbieter ihre Leitungen schalten kann, selber aber sagt DSL ist nicht verfügbar.

Alles in allem kann ich jeden nur empfehlen zu wechseln, man kann die Monopolstruktur nicht kritisieren wenn man aus Faulheit oder Angst nicht bereit ist, den freien Wettbewerb zu unterstützen.
art-ndh
26.01.2009, 12:56 Uhr
... nachgeschaut
das jetzige Kommentar wird sich weniger auf den Artikel beziehen, eher auf das Kommentar von -MCH- bzw der gleich am Anfang aufgeworfenen Frage " Ich verstehe zwar nicht wie der Herr Dubtschekisto jedes, aber auch jedes Thema zunächst in eine Kapitalismuskritik umwandelt,..."

Ich würde gerne versuchen, sie zu beantworten.

Liest sich Mensch die (meist ellenlangen) Texte von dem Genannten durch, so fällt ein gewisses (immer widerkehrendes) Vokabular auf und eine gewisse Redens-/Schreibart. Das dann im Zusammenhang mit dem jeweiligen Titel-Thema, dem Kommentar-Inhalt und einen Blick in die Kommunal-Themen der NPD dürften klar machen, wessen Geistes Kind der Autor ist.

Um das, für diesen Artikel, etwas zu unterlegen (ließe sich im übrigen auch mit den anderen Artikeln von D. machen, nur würde es hier den Rahmen sprengen und die Frage aufwerfen: Inwieweit sollte Mensch sich mit geschulten NPD'lern auf eine Diskussion einlassen? ...meiner Meinung nach gar nicht! Aber sie zumindest demaskieren!)

...aber zurück zum unterlegen. Das Thema DSL ist nicht neu und das die NPD sich vermeintlich für die Belange des "kleinen Mannes" einsetzt ebensowenig. Ebensowenig, das sie Themen aufgreifen, worin sie sich mit eben jener Kapitalismuskritik -die sich immer an das bestehende demokratische System richtet, welches sie abschaffen wollen- als einzige wirkliche Opposition darstellen will. Schaut Mensch auf der Internetseite des NPD Landesverbandes unter Arbeitsgruppen bei "Referat Kommunales" nach, so wird der/die geneigte Leser/in einen Text zum Thema "DSL in alle Haushalte" finden. Nun ist D. nicht einfach Einer, der das eins zu eins kopiert. Nein, er stellt den Text etwas um, schreibt das mit ein zwei kleinen persönlichen Anmerkungen und Hinweisen, ... doch der Inhalt und der Ausdruck bleiben gleich.

Meines Erachtens soll D. hier ruhig schreiben, ich finde es interessant. Interessant vor allem deshalb, weil Mensch erkennen kann, wie im kommunalen Wahlkampf von der Seite aus argumentiert werden wird und daraus absehbar ist, womit sie sich zu profilieren versuchen.
Real Human
26.01.2009, 15:18 Uhr
System-Wechselerfahrungen
Es sind nun neun Kommentare zu diesem Artikel geschrieben worden, und doch muss ich nun auch noch mal meinen „Senf“ dazugeben. (Auf den eben erschienen 10. gehe ich wegen einer inakzeptablen Spekulation noch einmal extra ein!)

Wären E. Honecker bzw. seine ideologischen Nachfolger heute noch an der Macht, wie hätte wohl das volkseigene Internet ausgesehen? Ich glaube, die meisten hätten bis heute noch keinen Telefonanschluss und nur die Untertanen mit Westbeziehungen hätten einen ordentlichen Computer (Zur Prüfung meiner Vermutung blicke man einmal nach Kuba!). Die Stasi hätte eine spezielle Hauptabteilung Internetüberwachung eingerichtet (Siehe China! Von Nordkorea ganz zu schweigen!). Ich selbst hätte längst meine Hafterfahrungen!

Die Telekommunikation hat also immer etwas mit dem politischen System zu tun in dem sie stattfindet!

Wenn bei jemandem die „Kommunikation“ mit einem seiner Zehen nicht in Ordnung ist, wird der gute Arzt sich immer fragen, ob dahinter nicht eine systemische Erkrankung (z. B. Diabetes) steckt. In biologischen Organismen dient das Kommunikationssystem ausschließlich dem Funktionserhalt des Gesamtsystems und seiner Teile. Es hat eine dienende Funktion. Hat es die nicht mehr, droht größte Gefahr. Natürlich kann man biologische mit gesellschaftlichen Organismen (Familie, Betrieb, Staat) nicht gleichsetzen, aber die Bionik zeigt, dass man aus ersteren, die eine milliardenjahrelange Evolution hinter sich haben, lernen kann.

Im „real existierenden Sozialismus“ krankte das Informationssystem an chronischer Unterentwicklung. Lediglich ein paar gut versorgte aber ideologisch zurückgebliebene Parteibonzen waren wohl damit zufrieden.

Heute haben wir in den Ballungszentren fast ein Überangebot an „Nervenzellen“, die Peripherie ist aber katastrophal unterversorgt (vor allem qualitativ). Analog zur „DDR“ gibt es aber heute noch mehr „Unbedarfte“, die die Möglichkeiten des Multimedia-Zeitalters eher nicht nutzen wollen, als dass sie sie nicht nutzen könnten. Es ist eben schon ein Unterschied ob man sich einseitig BILDet, oder die Welt selbst zu reflektieren versucht, indem man z. B. für eine Internetzeitung selbst Artikel schreibt. Für alle, die – eine zum Teil sehr berechtigte – Angst haben, sich mit ihrem „Klarnamen“ zu outen (z. B. abhängig Beschäftigte), bieten anonyme Blogs und Foren eine ideale Möglichkeit sich auch einmal politisch oder orthografisch „unkorrekt“ zu äußern. Unsere Staatslenker können sich so auch darüber informieren, was ihre „Menschen“ (Formulierung von ANGELA Merkel) bzw. Bürger über ihre Politik denken. Internetzeitungen – wie die nnz – erleichtern die direkte Bürgerbeteiligung viel stärker als oft glattgebügelte und gekürzte „Lesermeinungen“ in den Printmedien.

Damit dies gut funktioniert brauchen wir ein auch in den Randgebieten gut ausgebautes Internet, das auch den gestiegenen Anforderungen des Web 2.0 gerecht wird. Heute haben wir außer der Telekom eine noch beindruckende Zahl von großen Anbietern:

Arcor, Alice, O2, 1&1, congstar, Versatel, Strato, freenet, Kabel Deutschland (Reihenfolge nach Stiftung Warentest, November 2008) Soweit mir bekannt, sind es aber allesamt Aktiengesellschaften, die außer ihren Kunden mindestens auch ihren Shareholdern verpflichtet sind.

Für letztere ist vor allem die Kapitalrendite wichtig. Dafür wird dann getrickst und getäuscht bis die geköderten Kunden das „Kleingedruckte“ weder richtig lesen noch verstehen können. Die Regulierungsbehörde musste in der Vergangenheit mehr als einmal eingreifen um den schlimmsten Auswüchsen der Bauernfängerei Einhalt zu gebieten. Doch hier geht es eben um Macht und Geld wie überhaupt im real existierenden Kapitalismus, der von den Systemverteidigern euphemistisch „soziale Marktwirtschaft“ genannt wird.

Ein Ausweg könnte die demokratische Kontrolle der Netze sein, indem diese z. B. den Landkreisen und Kommunen übereignet werden. Sofern in ihnen Demokratie und Bürgernähe funktionieren, wird so das Netz hoffentlich nach dem dringendsten Bedarf bürgerfreundlich und auch raumordnungspolitisch ausgebaut. Die erwirtschafteten Gewinne sollten dann auch in der Region bleiben und nicht irgendwelchen anonymen Schmarotzern auf den Jungferninseln auf die Konten fließen!

Pardon, Herr/Frau „MCH“, ich bin nun mal Demokrat und damit auch Kapitalismuskritiker!
H.Buntfuß
26.01.2009, 17:34 Uhr
Sonderbare Gedanken
Es wundert mich schon sehr, wie schnell man hier zu Lande über Personen urteilt, die man nicht einmal kennt. So unterstellt die Person die sich hinter art-ndh verbirgt, den Autor des Artikels „Weg von Magenta und DSL geht doch“, dass er der NPD angehört. Wie würde es der Person-art-ndh- gefallen, wenn ich ihn in die rechte Szene stelle, nur weil er sich auf den Internetseiten der NPD gut auskennt, wie er ja selber schreibt. Darüber sollte man nachdenken, bevor man so etwas schreibt, aber in Deutschland scheint es Gewohnheit zu sein, wer nicht in das Staatsschema passt, ist ein Linker, oder er ist ein Nazi. Ich denke mal, so ist es leichter Kritiker zu verunglimpfen.
Der französische Philosoph Helvetius hat gesagt: Der Glaube an ein Vorurteil gilt in der Welt als gesunder Menschenverstand.
Real Human
26.01.2009, 17:46 Uhr
Vorsicht mit Spekulationen!
Eigentlich sollte ich über den Kommentar von „art-ndh“ „nachgeschaut“ schockiert sein. Ich bin es aber überhaupt nicht. Ich will nicht mit Spekulationen über den „ideologischen Schubkasten“ in dem „art-ndh“ steckt „zurückschießen“ (Wieder so eine Formulierung: „Ab 5.45 Uhr wird zurückgeschossen!“).

Eigentlich sollte sich schon aus meinem Nicknamen ergeben, in welche „Schublade“ ich einzuordnen bin. Allerdings ist dies ein sehr kleines „Schächtelchen“, in das heute offensichtlich nur ganz wenige hineinpassen! (Wieder: „Auch die NSDAP war einmal eine ganz kleine Partei!“ – oder so ähnlich)

Mein politisches Schlüsselerlebnis habe ich 1968 gehabt, als Alexander Dubtschek der Hoffnungsträger für einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ war. Die russischen Imperialisten um Leonid Breschnew haben dieser vielleicht letzten Chance für einen demokratischen Sozialismus schnell ein Ende bereitet.

Gestern verbreitete Guido Westerwelle in Jena: „Demokratischen Sozialismus gibt es nicht, es gibt auch kein vegetarisches Schlachthaus.“ Dass ein Vorsitzender einer angeblich demokratischen Partei solche demagogischen Boshaftigkeiten verbreitet, haben wir nicht nur den Leuten um Ronald Reagen, sondern vor allem denen um Breschnew zu verdanken. Die Idee von einem Demokratischen Sozialismus ist durch das Gulag-System auf Jahrzehnte hinaus mit diskreditiert worden.

Deswegen ist sie aber nicht falsch! Was ist eigentlich die „Soziale Marktwirtschaft“? Haben ihre Erfinder nicht versucht die Balance zwischen unternehmerischer Eigeninitiative und sozialer Sicherheit zu finden? Freilich gehört der Artikel 15 GG für die heutige FDP abgeschafft. Dazu haben sie vor einiger Zeit sogar eine Antrag im Bundestag gestellt.

Zur NPD: Ich lasse mir als selbständig denkendem Bürger nicht das Recht nehmen auf deren –übrigens ziemlich gut gestalteten – Webseiten zu surfen. Allerdings zähle ich mich zu denjenigen, die merken, „wann der Wolf Kreide gefressen hat“. Mir ist auch aufgefallen, dass ein „dirlewanger“ einen Kommentar absetzen wollte. Da googelt man einfach und weiß in diesem Fall ziemlich genau, mit wes Geistes Kind man es vermutlich zu tun hat. Ich hoffe nur, dass „dirlewanger“ weiß, wer Dirlewanger war!

Übrigens, die Endung -o soll für Eingeweihte ein Hinweis darauf sein, dass ich mich einmal mit Esperanto beschäftigt habe und die Grundidee auch heute noch faszinierend finde. Die Esperantisten stehen übrigens auch heute noch dem anglo-amerikanischen Kultur- und Sprachimperialismus sehr ablehnend gegenüber. Es kommt noch schlimmer: Wer sich Hitlers „Mein Kampf“ einmal als pdf-Datei herunter geladen hat und „Esperanto“ eingibt – der wird fündig! (Übrigens auch bei Peter Gauweiler.)

Liebe/r „art-ndh“, ich nehme Ihnen Ihre Fehlspekulation nicht weiter übel. Als ich in meiner Jugendzeit ab und zu mal etwas angeschluckt war ist mir so etwas auch schon mal passiert. (Ich hoffe, Sie nehmen diesen Vergleich mit Humor!)
Ich ordne dies wie Friedrich Nietzsche – Hitlers „Lieblingsphilosoph“ – unter „Menschliches, Allzumenschliches“ ein.

Dieser Kommentar ist zwar wieder mal ganz schön lang und „off-topic“ aber die Dinge sind (meiner Meinung nach) nun manchmal leider etwas kompliziert und haben schnell ihre Weiterungen.
art-ndh
26.01.2009, 20:57 Uhr
... einsichten
Dubtschekisto, mir ist sehr wohl bekannt welchen Ursprungs ihr Name ist. Aber schön, dass sie es so ausführlich erörtern, sollte interessant für Alle sein.

Ich wollte sie nicht als NPD'ler hinstellen, auch wenn das so wirkt, es ist/war eher Spekulation. Es ging mir darum, aufzuzeigen das Ihre Argumentation stark an die der NPD erinnert ...und es hätte ja sein können, oder ist es immer noch?

Nun, meine Jugendzeit liegt auch schon etwas hinter mir, von daher weiß ich für mich recht wohl, wo ich was einzuordnen hab. Aber ich habe kein Problem damit, mich zu entschuldigen, sollte ich mit meiner Annahme daneben liegen.

an "Werner". Es geht nicht darum Kritiker/innen zu verunglimpfen, sondern auf Dinge aufmerksam zu machen. Und wenn, wie durch D. geschehen, eine Reaktion erfolgt, erfolgt auch ein Austausch und daraus entsteht eine Diskussion. Aber ihr Vergleich bzw viel mehr die Gleichsetzung von links mit rechts lässt so einiges Erahnen, worauf ich aber nicht eingehen möchte, dass würde in einer Grundsatzdiskussion ausarten, welche hier kein geeigneten Ort findet (da kein Internet-Forum in dem Sinne)

Und, es gibt Menschen die sich einfach aus Berufsgründen mit Seiten, wie die der NPD, beschäftigen müssen. Damit dann Menschen, evtl wie sie, darüber informiert und aufgeklärt werden können, was für ein Wandel die NPD und die rechtsextreme Szene im Allgemeinen vollzogen hat. Oder möchten Sie sagen: es interessiert sie nicht??!!

auch dieses wieder "Off-Topic" und von mir auch das letzte Mal zu und unter diesem Thema. Demnächst dann wieder auf Artikel bezogen. Danke an D., für die Antwort und an die nnz-Redaktion für das zulassen der "Off-Topic"-Diskussion.
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