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Mo, 15:01 Uhr
09.02.2009

Warnstreiks auch in Nordthüringen

Ab morgen werden Warnstreiks in 16 Thüringer Städten stattfinden. Von ver.di hat nnz/kn erfahren, wo im Norden Thüringens Warnstreiks stattfinden werden...


In der Woche vor der dritten und vorerst letzten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in den Ländern weitet ver.di die Warnstreiks aus. Morgen und am Mittwoch sind Landeseinrichtungen in 16 Thüringer Städten vom Ausstand betroffen. Darunter die verschiedensten Landesämter, das Landesrechenzentrum, Gerichte, Hochschulen und Autobahnmeistereien. Dazu kommen noch die von der GEW in den Streik gerufenen Lehreinnen und Lehrer. Gemeinsam mit ihnen wird es vielerorts Streikkundgebungen geben.

"Die beim Land Beschäftigten sind keine Gutverdiener mit sicheren Jobs, wie es die Arbeitgeber immer wieder als Argument gegen Tariferhöhungen ins Feld führen", rückt Thomas Voß, Landesbezirksleiter von ver.di in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Fakten gerade.

Eine Justizfachangestellte verdient Brutto etwa 2000 Euro, ein Laborant in der Lebensmitteluntersuchung 2250 Euro, ein junger Straßenwärter 1740 Euro und ein Ingenieur nach 10 Jahren 2840 Euro. "Sie haben in den letzten Jahren angesichts steigender Preise wie viele andere auch beim Einkauf knapp rechnen und manche Anschaffung verschieben müssen", so Voß. "Eine Einkommenserhöhung ist überfällig!"

Dass die Jobs auch im öffentlichen Dienst schon lange keine sichere Bank mehr sind, zeige sich an der massiven Personalausdünnung. "Einige Bereiche arbeiten absolut in der Unterdeckung, weil freie Stellen nicht wieder besetzt, junge Leute nicht eingestellt werden. Gerade im Osten wurden, um den Stellenabbau zu begrenzen, auch Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich reduziert", beschreibt der Gewerkschafter die Lage. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten ist gerade im Landesdienst mit durchschnittlich 30 Prozent besonders hoch. In Thüringen sind es sogar 43 Prozent.

67.000 Thüringer Angestellte und Beamte erwarten deshalb am nächsten Wochenende endlich ein verhandelbares Angebot der Arbeitgeber.
Am 10. Februar werden die Warnstreiks im Norden Thüringens an folgenden Orten stattfinden:

Leinefelde
Straßenbauamt Nordthüringen und Autobahnmeisterei Breitenworbis
Warnstreik 6:30 – 8:30 Uhr

Bad Langensalza
Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz
Warnstreik 12 – 14 Uhr

Einen Tag später, also am 11. Februar wird hier gestreikt:

Nordhausen
Rathausplatz Nordhausen
Warnstreik 11.30 Uhr - 12.30 Uhr
Autor: khh

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Kommentare
F.K.
09.02.2009, 19:24 Uhr
Ich will auch streiken
Von solchen Einkommen wie oben beschrieben kann ich als Selbständiger nur träumen. Macht weiter so, dann steigt vielleicht auch mein Einkommen.
H.Buntfuß
09.02.2009, 22:21 Uhr
Streik
Nun streikt der öffentliche Dienst auch in Nordhausen. Ich halte es für richtig, dass man zum Streik aufruft. Jeder sollte um seinen Job und für eine menschenwürdige Bezahlung kämpfen. Gerade weil sich Politiker hinstellen und die Streikenden verhöhnen, anders kann man das Verhalten von Brandenburgs Finanzminister Rainer Speer SPD – Partei der Arbeiter – nicht bezeichnen. Speer sagte, der Streik im öffentliche Dienst juckt uns nicht und die Gewerkschaften sind doch sowieso am Ende.

Diese Aussage von Speer sollte jeden Bürger zeigen, wie arrogant und abgehoben Politiker sein können. Denken Sie daran, wenn Sie zur Wahlurne gehen. Zeigen Sie den Politikern, was den Wähler nicht juckt.
Albert
10.02.2009, 10:58 Uhr
Streik der Steuerzahler
Was würde wohl aus GEW und VERDI, wenn die Steuerzahler in den Streik treten würden?
Verdianer
10.02.2009, 13:02 Uhr
Am Thema vorbei!
Hallo Albert, diese Frage passt wohl nicht so ganz und hat das Thema verfehlt. Bekanntlich finanzieren sich Gewerkschaften von den Beiträgen ihrer Mitglieder und nicht von Steuergeldern!!
Albert
10.02.2009, 17:00 Uhr
@verdianer
Bitte einen Schritt weiter denken: Von wem erhalten denn die Mitglieder von GEW und VERDI (soweit sie bei Bund, Ländern und Kommunen angestellt sind) und damit diese Gewerkschaften selbst ihr Geld? Doch wohl vom Steuerzahler. Und so mancher Steuerzahler findet es doch bemerkenswert, was er im Verwaltungsapparat so alles finanzieren darf! - Den Einwand, dass auch öffentlich Bedienstete Steuern zahlen, können Sie sich schenken. Die zahlen ja praktisch an sich selbst.
Verdianer
10.02.2009, 17:43 Uhr
An Albert
In Verdi sind über 1000 Berufe vertreten, nicht nur der öffentliche Dienst. Viele Einrichtungen aus dem ehemaligen ÖD sind inzwischen privatisiert und die Beschäftigten gerade dort brauchen eine starke Gewerkschaft. Wer denn sonst soll für mehr Geld kämpfen?? Da kann man sich doch nicht so gegen Gewerkschaften äußern!!!! Übrigens, es ist ein Grundrecht, sich zu organisieren!
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