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Mi, 07:01 Uhr
18.03.2009

Indianer in Sondershausen?

Jede Menge Rauchzeichen gab es kürzlich in Sondershausen. Waren hier versprengte Indianer am Werke?...

Natürlich nicht. Es waren die lieben Kleingärtner, die partout nicht wenigstens eine Woche warten wollten, bis bei den jetzt schnell steigenden Temperaturen das im Herbst und Winter angefallene Schnittmaterial auch oberflächlich bald abgetrocknet ist, und später auch wieder besser verbrennt. Gerade dieses Jahr wäre ein späteres Abrennen für die Kleingärtner besser. Bei den Rosen weiß man noch gar nicht, wo man eigentlich schon abscheiden soll, weil noch nicht klar zu sehen bis, wie weit das Totholz reicht. Das hier anfallende Schnittmaterial kann durch die dieses Jahr späten Schnittmaßnahmen schon nicht mehr mitverbrannt werden.

Rauchzeichen über Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Rauchzeichen über Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Das kommt eben davon, wenn am grünen Tisch blank irgendwelche Termine vorzeitig festgelegt werden, ohne die eventuelle Wetterentwicklung bei den Brennterminen zu berücksichtigen. Die Diskussion um die Brenntage brachte noch einen Vorschlag hervor, der jetzt der Redaktion per Fax ins Haus flatterte.

Anstatt das jeder Kleingärtner sein eigenes Feuer macht, sollte man an einigen Stellen das Abbrennen zentral machen. Und der Leser hat auch schon die Stellen parat, wo es passieren sollte. Allein zu Ostern werden fast an allen Ecken und Ende Osterfeuer angezündet. Warum nicht seinen Baum- und Strauchschnitt dazu legen, fragt der Leser nicht ganz unberechtigt?



So ganz unrecht hat er nicht. Denn seit geraumer Zeit kommen zum Beispiel öfter die Fahrzeuge von Stadtgrün und laden ihren Baumschnitt ab. Warum sollten es jetzt nicht auch die Kleingärtner tun? Schließlich werden auch im Östertal, Stockhausen, Jecha und Berka Osterfeuer angezündet, ohne vollständig sein zu wollen.

So gut der Vorschlag auf der einen Seite ausschaut, sieht die Redaktion auf der anderen Seite allerdings einen ganz großen „Pferdefuß“. Man kann sich eigentlich sicher sein, dass es viele „Pappenheimer“ gibt, die so etwas ausnutzen und statt harmlos Baum- und Strauchschnitt gleich noch ihren „Restmüll“ mitbringen und die Kameraden der Feuerwehr, die ja meist die Feuer aufbauen, dann diesen Müll auch noch entsorgen müssen. Ob diese Verfahrensweise trotzdem gangbar ist, sollte man mal probieren. Versuch macht klug.
Begonnener Aufbau Osterfeuer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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