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So, 10:00 Uhr
12.04.2009

Im Kulturwirtschaftsbericht genannt

Im Rahmen des ersten Pressegesprächs mit Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) wurden auch die für Sondershausen relevante Teile des Kulturwirtschaftsberichts Thüringen (2007) vorgestellt. ...

Bei den öffentlichen Kulturausgaben liegt Thüringen mit rund 101 Euro / Einwohner und Jahr an 3. Stelle in den deutschen Länder, bei einem Bundesschnitt von 84 Euro. Die Zahlen basieren aus Rechnungen des Jahres 2005. Für Sondershausen sind im Haushalt 2009 immerhin 104 Euro / Einwohner vorgesehen. Wurden in Thüringen im Jahre 2006 ca. 1,2 Milliarden Euro für Kultur ausgegeben. Im Haushalt von Sondershausen sind für 2009 ca. 2,5 Millionen Euro vorgesehen.

Im 1. Kulturwirtschaftsberichts Thüringen wurden auch speziell die Residenzstädte Weimar, Gera, Gotha und Sondershausen untersucht. Hinsichtlich Sondershausen wird in dem Bereicht gesagt: "Herausragendes touristisches Highlight ist das Residenzschloss Sondershausen, das zu den beeindruckendsten Schlossanlagen Thüringens zahlt. Es beherbergt heute das Schlossmuseum mit Ausstellungsbereichen zur Stadt- und Regionalgeschichte, zur Musikgeschichte und zur Geschichte des Hauses Schwarzburg, u.a. mit der inzwischen restaurierten "Goldene Kutsche" des Landesfürsten aus dem Jahre 1710. Das Museum hat jährlich gut 20.000 Besucher.

Neben der historischen Baukultur gehört vor allem die vielseitige Musikkultur in Sondershausen
zu den kulturtouristischen Highlights der Residenzstadt. Entsprechend tragt Sondershausen
bereits seit den 1920er Jahren den Beinamen "Musikstadt". Auch die Musiktradition geht auf die Fürsten bzw. deren Musikforderung zurück.

Die Residenzstadt Sondershausen besitzt ein großes kulturhistorisches Potenzial. Sie kann darüber hinaus mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten "Musikstadt" und "Bergstadt" unterschiedliche Ziel- und Lebensstilgruppen ansprechen, und sich von anderen Städten abheben. Insbesondere die jahrhundertealte Tradition der Musikausbildung wird in Sondershausen lebendig gehalten. Damit gelingt es, junge Kreative nach Sondershausen zu ziehen.

Wenig schmeichelhaft
Allerdings geht der Bericht an anderer Stelle mit Sondershausen hart ins Gericht:
„Allerdings bestehen angesichts der heutigen Anforderungen an städte- und kulturtouristische Destinationen eine Reihe von gravierenden strukturbedingten Entwicklungshindernissen. Hier sind insbesondere die geringe Stadtgröße, eine überdurchschnittlich alte Bevölkerung sowie der Strukturwandel (Agrarwirtschaft, Kali-Abbau) zu nennen. Hierauf ist nicht nur das geringe Angebot an kulturwirtschaftlichen Komplementärangeboten, sondern ebenso das geringe Gastronomie- und Shopping-Angebot zurückzuführen.“

Wenn an einer Stelle des Berichtes gesagt wurde, dass das Schlossmuseum ca. 20.000 Besucher angezogen, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Zum Schlosskomplex gehört ja auch die Landesmusikakademie (Residenzfest, Schlossfestspiele) und andere Stätten, so dass der Schlosskomplex ca. 69.000 Menschen angezogen hat.

Höhepunkte diesen Jahres werden wieder das Residenzfest und die Schlossfestspiele sein. Bei den Schlossfestspielen wird das Weiße Rösl aufgeführt werden. Dieses Jahr wird es acht Veranstaltungen geben und die Sitzplatzkapazität wird von ca. 500 auf 700 Plätze erhöht. Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Wetter richtig mitspielt. Die Auslastung der drei Aufführungen lag bei 93% (2006), 87 % (2007) und 80,2% (2008).

Schlossfestspiele (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schlossfestspiele (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Das Konzept der Schlossfestspiele soll weiterhin in der Form bestehen bleiben, das heißt, junge Künstler sollen hier eine Möglichkeit des Auftritts bekommen. Die Stadt Sondershausen hat die Ausgaben für die Theater Nordhausen / Sondershausen Lohorchester GmbH, von 760.000 auf 910.000 Euro erhöht, unter der Bedingung, dass die Schlossfestspiele mit diesem Konzept in dieser Form weitergeführt werden, so der Fachbereichsleiter Kultur, Dr. Klaus Buchmann, im Pressegespräch.

Am 24.02.2009 hatte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) im Rahmen der Regierungspressekonferenz den "1. Kulturwirtschaftsbericht Thüringen" vorgestellt. Dieser Bericht um fasst stolze 193 Seiten.
Autor: khh

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