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Di, 07:01 Uhr
28.04.2009

Projekt hat Freunde in Nordthüringen

Über den geplante Beginn der diesjährigen Gesellschafteraktion liegt jetzt erste Bericht von von der diesjährigen Gesellschafteraktion - er kommt aus Wiehe...

Die Frage:" In welcher Gesellschaft wollen wir leben?" und was dazu als "Gesellschafter" tun, steht im Mittelpunkt des von der Aktion Mensch geförderten Gesellschafterprojektes. Es löste 2006 die alljährlich um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (5. Mai) stattfindende Aktion Grundgesetz ab.

Der VdK-Kreisverband Nordthüringen ist seit 2001 dabei, weil er in den ideell und materiell geförderten Aktionen eine gute Möglichkeit sieht, öffentlichkeitswirksame Höhepunkte im alltäglichen Kampf um Abbau von Barrieren, Gleichstellung, Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu schaffen.
Das hat sich bewährt. So beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder die Ortsverbände in Roßleben, Wiehe, Artern, Sondershausen und Bleicherode an der Aktion.

Dabei fanden vielfältige Gespräche mit Abgeordneten vom Gemeinderat bis Bundestag, mit Schulkindern, Jugendlichen Hartz-IV-Empfängern und natürlich unseren Verbandsmitgliedern statt. Immer wieder gab es dabei einen engen Bezug zur VdK-Aktion gegen Armut.

In Wiehe trafen sich gestern Mitglieder des Ortsverbandes Donndorf-Wiehe-Bottendorf im genau ein Jahr zuvor nach umfangreicher Sanierung eingeweihten Stadtpark, dessen soziale Wurzeln (natürlich auf niedrigstem Niveau) in der Geschichte des vor vielen Jahren als Hospital gebauten Hauses lagen. Das allerdings 1832 bereits zu einem Schützenhaus umgebaut wurde und nun (nach eingangs erwähnter Sanierung) bereits ein beliebter kultureller Treffpunkt in der kleinen Stadt Wiehe geworden ist. Das und vieles mehr zur Geschichte des Hauses wusste Rudolf Eube als Behindertenbeauftragter der Stadt zu berichten.

Bemerkenswert ist, dass der Saal und Gastraum in der unteren Etage behindertengerecht sind. Darauf legt neben Eube die Bürgermeisterin Dagmar Dittmer Wert, welche die Gelegenheit nutzte in dieser Veranstaltung dazu Stellung zu nehmen, wie ernst der Stadtrat die Erklärung von Barcelona "Die Stadt und die Behinderten" nimmt. Dabei berichtete sie davon, dass man diese Problematik auch beim Ausbau des Schlosses sehr ernst nehme.

Landtagsabgeordnete Gudrun Holbe, zugleich Bürgermeisterin im Nachbarort Donndorf, konnte von solchen nicht einfachen Bemühungen ihrer Gemeinde vor allem beim Abbau von Barrieren im denkmalgeschützten Kloster-Donndorf berichten, wo eine recht rührige und überregional tätige Heimvolkshochschule ihren Sitz hat.

Sie sprach aber auch von ihren Bemühungen als Landtagsabgeordnete den sozialverband VdK, der sich gerade in der Region Roßleben, Wiehe, Donndorf bis hin nach Artern recht rege bemerkbar mache, zu unterstützen.

Ein Rundgang durch den sanierten Stadtpark bestätigte, dass große Anstrengungen unternommen werden, um behinderten Menschen auch hier eine ungehinderte Teilhabe zu ermöglichen. So gab es bereits Überlegungen, auch für dieses Objekt, nachdem im vorigen Jahr der Mehrzwecksaal und die Kupferhütte ausgezeichnet wurden, die VdK-Plakette "barrierefrei erbaut" zu beantragen.

Aber die Erreichbarkeit des sehr schönen "kleinen Saales" im zweiten Geschoss über eine für gehbehinderte Menschen wohl beschwerliche Treppe steht dem letztlich entgegen. Irgendwann muss man wohl auch zur Kenntnis nehmen, dass bei der Sanierung eines Altbaus vielleicht alles möglich, aber nicht unbedingt sofort realisierbar ist. Ob die Anerkennung auch für den wichtigsten Bereich des Hauses separat vergeben werden kann, das muss wohl der Landesvorstand des Sozialverbandes VdK in Frankfurt/Main entscheiten.

Margot Schüchner, Schatzmeisterin des Ortsverbandes konnte resümierend feststellen: "Es geht voran. Die Belange der älteren und behinderten Bürger werden in den Kommunen unseres Einzugsbereiches ernst genommen. Daran haben wir als Sozialverband keinen geringen Anteil. Für eine solche Gesellschaft lohnt es sich zu streiten."

Bildtext:
Leider noch nicht alltäglich sind solche Hebebühnen für Rollstuhlfahrer, welche die Zugänglichkeit öffentlicher Einrichtungen ermöglichen, wenn es sich in den Altbauten nicht anders lösen lässt. Angnes Funke freut sich jedenfalls so an der VdK-Veranstaltung im "Stadtpark" Wiehe teilnehmen zu können.
Fotos:
  • 01 Margot Schüchner führte in das Thema ein und hatte die Veranstaltung im Griff.
  • 02 Bürgermeisterin Dagmar Dittmer brauchte sich nicht zu verstecken, ihre Stadtpolitik liegt auf der Linie des VdK.
  • 03 Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Donndorf zeigte großes Verständnis und Achtung für die Arbeit des VdK.
  • 04 Rudolf Eube ist als Behindertenbeauftragter und Ratsmitglied nicht nur in Sachen Barrierefreiheit sondern auch in der Stadtgeschichte beschlagen.
  • 05, 06, 07, 08 Rundgang
  • 09 Wichtiges Deteil für Rollstuhlfahrer - die Hebebühne, welche ihnen den Zugang ermöglicht.

Text und Fotos: Klaus Henze.
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Gesellschafteraktion Wihe  (Foto: Klaus Henze)
Autor: khh

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