eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 13:02 Uhr
30.04.2009

Gesellschafter-Führerschein forderte heraus

Seit 1998 besteht in Artern die Interessengemeinschaft "Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte", damals vom VdK-Ortsverband ins Leben zu gerufen, um deren Probleme mehr in die Öffentlichkeit zu rücken und besser Einfluss auf den Abbau von Barrieren auf öffentlichen Straßen und Plätzen sowie in öffentlichen Einrichtungen abzubauen. Hier zu ein Bericht von Klaus Henze...

Als im Jahre 2001 der Kreisverband mit der von der Aktion Mensch geförderten "Aktion Grundgesetz" konfrontiert wurde, welche sich alljährlich um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (5. Mai) stattfand, sagten die Mitglieder der Interessengemeinschaft: Das ist doch genau unser Thema und so sind sie seit dem zu den alljährlichen Aktionstagen, die seit 2006 unter dem Namen "Gesellschafter-Projekt" laufen, dabei. Das schöne ist, dass sie viele Partner gefunden haben, die inzwischen mit ihnen gemeinsam für Barrierefreiheit und Teilhabe streiten.

Das konnte man auch zur diesjährigen Diskussionsrunde am 29. April im Arterner Ratskeller feststellen. Obwohl zur gleichen Zeit ein paar Etagen höher der zweitägige Bürgerworkshop , zu dem ältere Arterner Bürger über die zweckmäßige Gestaltung der Arterner Innenstadt berieten, zuende ging, ließen es sich Bürgermeister Wolfgang Koenen (Die Linke) und seine Bau- und Ordnungsamtsleiterin Antje Große nicht nehmen, wenigstens eine Stunde an der Veranstaltung teilzunehmen. Ebenfalls unter den Gästen war Christine Zimmer, welche im Auftrage der CDU dem Bürgermeister bei der dieses Jahr noch anstehende Bürgermeisterwahl das Amt streitig machen möchte. Doch bis dahin ist noch einige Zeit. An diesem Nachmittag vermittelten beide jedenfalls den Eindruck, dass sie die Belange der Menschen mit Behinderungen auch als ihre Ansehen.

Gesellschaftsführerschein Artern (Foto: Klaus Henze) Gesellschaftsführerschein Artern (Foto: Klaus Henze) Neben den von der "UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" thematisierten Fragen, die dann auch im Mittelpunkt des Testes zum Gesellschafter-Führerschein standen, ging es am Nachmittag um recht praktische Fragen. Da wurde die schnelle Einrichtung von Fußgängerüberwegen als Ersatz für die abgeschalteten Ampeln in der Breitscheid- und Puschkinstraße gefordert. Die Sicherheit auf dem Boulevard, mit der sich ganz gewiss auch der bereits erwähnt Bürgerworkshop befasste, spielte eine besondere Rolle. Harsche Kritik gab es aber auch an der Deutschen Bahn AG, die Behinderten das Reisen nicht einfach macht.

Goldi Morcinek, Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserreises und Mitglied des Landesbeirates Thüringen des Sozialverbandes VdK machte Mut, am Ball zu bleiben und fand dazu diese Runde eine gute Sache, die noch nicht überall selbstverständlich ist. Die nicht wenigen noch anstehenden Probleme zu lösen, erfordere die gemeinsamen Anstrengungen.
Als der Behindertenvertreter der Stadt Ronald Römer dann die Testbogen zum Gesellschafter-Führerschein zurück gab, musste er feststellen, dass doch noch einige Wissenslücken um die Problematik der UN-Konvention bestehen, wenn auch alle sich mit ihr identifizieren. Es ist also noch einige Aufklärungsarbeit zu den Inhalten erforderlich.

Fotos: 01 und 02 Blick auf die Teilnehmer.
Fotos: 03 Der Gesellschafter-Führerschein erforderte doch einiges Grübeln.
Text und Fotos: Klaus Henze



Gesellschaftsführerschein Artern (Foto: Klaus Henze)
Gesellschaftsführerschein Artern (Foto: Klaus Henze)
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)