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Do, 13:04 Uhr
30.04.2009

Brandbrief aus Schwaben

Wie ernst die Lage angesichts der katastrophalen Krisen auch in anderen Bundesländern ist und wie man dort die verheerende Seuche einschätzt, die gerade über den Erdball zieht, das berichtete der nnz unlängst die Kapelle HISS. Lesen und erschauern Sie selbst.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Leserschaft,

die Lage ist ernst.

Da genügt ein Blick vor die Tür, um zu erkennen, dass uns die schlimmste Weltwirtschaftskrise seit Menschengedenken nun mit voller Wucht getroffen hat:
Überall sehen wir von ihren Besitzern aufgegebene Maseratis und Porsches an den Straßenrändern verrosten. Die hohen Benzinpreise und die allgemeine Aussichtslosigkeit haben viele zu solchen Verzweiflungstaten veranlasst. Die einst von fröhlichen Flaneuren und einkaufsfreudigen Verbrauchern bevölkerten Innenstädte sind zum Dorado von bettelnden Bankern, mittellosen Maklern und volltrunkenen Finanzberatern geworden, die meisten Geschäfte in ehedem pulsierenden Passagen sind geschlossen, die Fenster und Türen nur notdürftig mit Brettern verrammelt.

Der Wind heult durch die Fußgängerzonen, dort wo es nicht gerade zu sozialen Unruhen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommt, herrscht gespenstische Ruhe. Massenverelendung und Hungersnot, wohin das Auge schaut.

Als wäre das nicht genug, macht sich auch noch eine neue Seuche daran, die Welt zu entvölkern. Sie braucht den Vergleich nicht zu scheuen mit den großen Pestilenzen des Mittelalters, an die sich wir Älteren gerne noch mit Schaudern erinnern.
Wir sehen schon menschenleere Vorstädte, einst blühende Metropolen, die von der Natur zurückerobert, Eigenheimsiedlungen und Gewerbegebiete, die von Schling- und Würgepflanzen überwuchert werden.
Da kichert der Ökofanatiker. Ja, ihn erfüllt es mit klammheimlicher Freude, dass die Krone der Schöpfung leidet, Schabe, Ameise und Assel aber nach der Weltherrschaft greifen, um dann die ökologische Nische, die vor dem Aussterben dereinst die unsere war, zu besetzen.

Wir aber rufen Euch zu:
Lasset die Hoffnung nicht fahren. Solange es Straßen gibt, solange unser treuer Bandbus noch betankt werden kann, solange unsere Gesundheit es zulässt (was in den letzten Wochen leider nicht immer der Fall war), kommen wir zu Euch, um Mut zu machen und Zuversicht zu geben.

In re mala animo si bono utare, adiuvat

Eure Kapelle HISS
Autor: nnz

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