Do, 04:01 Uhr
21.05.2009
Bundesmittel für Hohe Schrecke
Die Gewinner des Wettbewerbs idee.natur - Zukunftspreis Naturschutz stehen fest. Mit dabei das im Osten des Kyffhäuserkreises liegende Waldgebiet "Hohe Schrecke"...
In Bonn wurden gestern die Gewinner des Bundeswettbewerbs für Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung, idee.natur – Zukunftspreis Naturschutz, ermittelt. Eine interdisziplinär besetzte, elfköpfige Jury hat am Mittag aus zehn Beiträgen der zweiten Wettbewerbsstufe die fünf Siegerkonzepte ausgewählt. Zur Umsetzung ihrer Projekte können die Preisträger nun ab Juli mit Bundesmitteln in Millionenhöhe rechnen. Die offizielle Übergabe der Förderurkunden erfolgt im Rahmen eines Festaktes am 23. Juni in Bonn durch die Parlamentarischen Staatsekretärinnen Astrid Klug aus dem Bundesumweltministerium und Ursula Heinen-Esser aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium sowie durch die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel.
Der gemeinsam vom Bundesumwelt- und vom Bundeslandwirtschaftsministerium durchgeführte Wettbewerb soll neue, zukunftweisende Konzepte für Naturschutzgroßprojekte in Deutschland anstoßen. Dabei soll der großflächige Naturschutz besonders beispielhaft mit Maßnahmen und Effekten zur ländlichen Entwicklung verknüpft werden. Im Blickpunkt des Wettbewerbs stehen Wälder, Moore und Urbane/industrielle Landschaften.
In der ersten Stufe des Wettbewerbs hatten sich die zehn Finalisten aus 122 Mitbewerbern als Gewinner durchgesetzt und waren mit je 10.000 Euro ausgezeichnet worden. Innerhalb von nur sechs Monaten war es anschließend allen gelungen, ihre Ideenskizzen zu realisierungsfähigen Konzepten auszuarbeiten. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Vertretern von Kommunen und Naturschutzverbänden, Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaft und Medien wählte daraus nun die fünf Projekte aus, die unmittelbar in die Bundesförderung übernommen werden sollen. Grundlage ihrer Entscheidung war eine erneute fachliche und förderrechtliche Prüfung durch die beiden Bundesministerien und das Bundesamt für Naturschutz. Jedes der Projekte wurde auch besucht.
Die Gewinnerregionen sind:
In der Kategorie Wälder
In der Kategorie Moore
Allgäuer Moorallianz, Bayern
In der Kategorie Urbane/industrielle Landschaften
Landschaft der Industriekultur Nord, Saarland
Mit der Umsetzung der Projekte soll bereits im Juli dieses Jahres begonnen werden. Dafür stellt das Bundesumweltministerium pro Projekt mehrere Millionen Euro über einen Zeitraum von bis zu 12 Jahren bereit. Hinzu kommen Fördermittel aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium für flankierende, umwelt- und naturschutzgerechte Maßnahmen der ländlichen und regionalen Entwicklung in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren.
idee.natur ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich mit einer engen Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg neue Entwicklungsmöglichkeiten für Mensch und Natur ergeben können. Der Wettbewerb ist Teil einer Optimierungsstrategie des Bundesförderprogramms für Naturschutzgroßprojekte, chance.natur. Mit diesem Programm unterstützt der Bund seit 1979 ausgewählte Regionen dabei, besonders schützenswerte und gesamtstaatlich repräsentative Teile von Natur und Landschaft großräumig zu sichern. Bundesweit gibt es derzeit 27 laufende und 40 erfolgreich abgeschlossene Naturschutzgroßprojekte. Insgesamt wurden seit 1979 über 370 Millionen Euro Bundesmittel für die Sicherung und Entwicklung bundesweit bedeutsamer Landschaftsausschnitte bereitgestellt. Mit einem jährlichen Etat von derzeit 14 Millionen Euro ist das Programm einer der größten Naturschutz-Fördertitel in Deutschland. Die Mittel stammen aus dem Haushalt des Bundesumweltministeriums. Für die naturschutzfachliche Betreuung des Förderprogramms sowie die organisatorische und haushalterische Umsetzung ist das Bundesamt für Naturschutz verantwortlich.
Autor: khhIn Bonn wurden gestern die Gewinner des Bundeswettbewerbs für Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung, idee.natur – Zukunftspreis Naturschutz, ermittelt. Eine interdisziplinär besetzte, elfköpfige Jury hat am Mittag aus zehn Beiträgen der zweiten Wettbewerbsstufe die fünf Siegerkonzepte ausgewählt. Zur Umsetzung ihrer Projekte können die Preisträger nun ab Juli mit Bundesmitteln in Millionenhöhe rechnen. Die offizielle Übergabe der Förderurkunden erfolgt im Rahmen eines Festaktes am 23. Juni in Bonn durch die Parlamentarischen Staatsekretärinnen Astrid Klug aus dem Bundesumweltministerium und Ursula Heinen-Esser aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium sowie durch die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel.
Der gemeinsam vom Bundesumwelt- und vom Bundeslandwirtschaftsministerium durchgeführte Wettbewerb soll neue, zukunftweisende Konzepte für Naturschutzgroßprojekte in Deutschland anstoßen. Dabei soll der großflächige Naturschutz besonders beispielhaft mit Maßnahmen und Effekten zur ländlichen Entwicklung verknüpft werden. Im Blickpunkt des Wettbewerbs stehen Wälder, Moore und Urbane/industrielle Landschaften.
In der ersten Stufe des Wettbewerbs hatten sich die zehn Finalisten aus 122 Mitbewerbern als Gewinner durchgesetzt und waren mit je 10.000 Euro ausgezeichnet worden. Innerhalb von nur sechs Monaten war es anschließend allen gelungen, ihre Ideenskizzen zu realisierungsfähigen Konzepten auszuarbeiten. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Vertretern von Kommunen und Naturschutzverbänden, Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaft und Medien wählte daraus nun die fünf Projekte aus, die unmittelbar in die Bundesförderung übernommen werden sollen. Grundlage ihrer Entscheidung war eine erneute fachliche und förderrechtliche Prüfung durch die beiden Bundesministerien und das Bundesamt für Naturschutz. Jedes der Projekte wurde auch besucht.
Die Gewinnerregionen sind:
In der Kategorie Wälder
- Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft, Sachsen-Anhalt/Thüringen
- Im Reich von Aquila pomarina – Die Nordvorpommersche Waldlandschaft, Mecklenburg-Vorpommern
- Das Schwäbische Donautal: Auwaldverbund von nationaler Bedeutung, Bayern
In der Kategorie Moore
Allgäuer Moorallianz, Bayern
In der Kategorie Urbane/industrielle Landschaften
Landschaft der Industriekultur Nord, Saarland
Mit der Umsetzung der Projekte soll bereits im Juli dieses Jahres begonnen werden. Dafür stellt das Bundesumweltministerium pro Projekt mehrere Millionen Euro über einen Zeitraum von bis zu 12 Jahren bereit. Hinzu kommen Fördermittel aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium für flankierende, umwelt- und naturschutzgerechte Maßnahmen der ländlichen und regionalen Entwicklung in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren.
idee.natur ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich mit einer engen Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg neue Entwicklungsmöglichkeiten für Mensch und Natur ergeben können. Der Wettbewerb ist Teil einer Optimierungsstrategie des Bundesförderprogramms für Naturschutzgroßprojekte, chance.natur. Mit diesem Programm unterstützt der Bund seit 1979 ausgewählte Regionen dabei, besonders schützenswerte und gesamtstaatlich repräsentative Teile von Natur und Landschaft großräumig zu sichern. Bundesweit gibt es derzeit 27 laufende und 40 erfolgreich abgeschlossene Naturschutzgroßprojekte. Insgesamt wurden seit 1979 über 370 Millionen Euro Bundesmittel für die Sicherung und Entwicklung bundesweit bedeutsamer Landschaftsausschnitte bereitgestellt. Mit einem jährlichen Etat von derzeit 14 Millionen Euro ist das Programm einer der größten Naturschutz-Fördertitel in Deutschland. Die Mittel stammen aus dem Haushalt des Bundesumweltministeriums. Für die naturschutzfachliche Betreuung des Förderprogramms sowie die organisatorische und haushalterische Umsetzung ist das Bundesamt für Naturschutz verantwortlich.