Di, 07:05 Uhr
09.06.2009
Probleme bei Briefwahl
Bei der gestrige öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses der Stadt Sondershausen musste man auch Probleme bei der Briefwahl einräumen. Aber nicht nur Sondershausen hatte Probleme...
Als es am Wahlsonntag zur Veröffentlichung der Wahlergebnisse der Stadt Sondershausen kommen sollte, hatte ein Stimmbezirk für Probleme gesorgt, die Briefwähler. In der gestrigen öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses räumte man ein, dass die Prozedur des Eintütens der Wahlunterlagen für den Briefwähler zu Hause oft eine Überforderung war.
Zur Gültigkeit dieser Wahlunterlagen musste ja alle Stimmzettel in den richtigen Briefumschlägen stecken. Bei der Vielzahl der Wahlunterlagen konnte man schon durcheinander kommen, denn es ging ja darum, die Wahlzettel von Europawahl, Kreistagswahl, Stadtratswahl und für Einwohner der Ortsteile auch noch der Ortsteilwahlen fein säuberlich getrennt in die Umschläge zu bringen. Insbesondere mussten ja auch noch die Unterschriften für die Berechtigung der Briefwahl an die richtigen Positionen gesetzt werden. Auch hier gab es laut Wahlausschuss offensichtlich erhebliche Probleme.
So war es laut Wahlausschuss nicht verwunderlich, dass es allein bei der Wahl in Sondershausen 436 ungültige Stimmabgaben zu verzeichnen gab, bei einer Zahl von 10.265 Stimmabgaben insgesamt. Das sind immerhin 4,24 Prozent falsche Stimmabgaben. Zwar gab es noch keine konkreten Vorschläge im Wahlausschuss, aber die Forderung scheint berechtigt, dass die Briefwahl bei einer nächsten Wahl unbedingt einfacher gestaltet werden müsse. Schwerpunkt dabei die deutlichere Kennzeichnung, an welchen Stellen die notwendigen Unterschriften gesetzt werden müssen.
Ein Vergleich mit der Wahl von 2004 zeigt allerdings auch, dass es auch dort schon viele ungültige Stimmen gab. Bei 8273 Stimmabgaben waren es 289 ungültige Stimmen. Das entsprach einem Prozentsatz von 3,49 Prozent.
Aber nicht nur der Briefwähler hatte da seine Probleme. Die diesjährige Briefwahl stellte auch höchste Anforderungen an die Wahlhelfer. Als sich dann auch noch ein Fehler beim Übertragen von Zahlen in der Wahlliste einschlich, musste man teilweise nochmals von vorn anfangen. Deshalb konnten die Wahlergebnisse von Stadtrat Sondershausen und Kreistag Kyffhäuserkreis erst nach 15:00 Uhr dem Wahlleiter Thüringen übermittelt werden.
Aber Sondershausen kann sich trösten. Die Stadt Sonneberg hat mit Stand: 08.06.2009 21:02 Uhr, erst 28 ihrer 33 Stimmbezirke ausgezählt und kann offensichtlich erst heute vormittags weiter auszählen!
Autor: khhAls es am Wahlsonntag zur Veröffentlichung der Wahlergebnisse der Stadt Sondershausen kommen sollte, hatte ein Stimmbezirk für Probleme gesorgt, die Briefwähler. In der gestrigen öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses räumte man ein, dass die Prozedur des Eintütens der Wahlunterlagen für den Briefwähler zu Hause oft eine Überforderung war.
Zur Gültigkeit dieser Wahlunterlagen musste ja alle Stimmzettel in den richtigen Briefumschlägen stecken. Bei der Vielzahl der Wahlunterlagen konnte man schon durcheinander kommen, denn es ging ja darum, die Wahlzettel von Europawahl, Kreistagswahl, Stadtratswahl und für Einwohner der Ortsteile auch noch der Ortsteilwahlen fein säuberlich getrennt in die Umschläge zu bringen. Insbesondere mussten ja auch noch die Unterschriften für die Berechtigung der Briefwahl an die richtigen Positionen gesetzt werden. Auch hier gab es laut Wahlausschuss offensichtlich erhebliche Probleme.
So war es laut Wahlausschuss nicht verwunderlich, dass es allein bei der Wahl in Sondershausen 436 ungültige Stimmabgaben zu verzeichnen gab, bei einer Zahl von 10.265 Stimmabgaben insgesamt. Das sind immerhin 4,24 Prozent falsche Stimmabgaben. Zwar gab es noch keine konkreten Vorschläge im Wahlausschuss, aber die Forderung scheint berechtigt, dass die Briefwahl bei einer nächsten Wahl unbedingt einfacher gestaltet werden müsse. Schwerpunkt dabei die deutlichere Kennzeichnung, an welchen Stellen die notwendigen Unterschriften gesetzt werden müssen.
Ein Vergleich mit der Wahl von 2004 zeigt allerdings auch, dass es auch dort schon viele ungültige Stimmen gab. Bei 8273 Stimmabgaben waren es 289 ungültige Stimmen. Das entsprach einem Prozentsatz von 3,49 Prozent.
Aber nicht nur der Briefwähler hatte da seine Probleme. Die diesjährige Briefwahl stellte auch höchste Anforderungen an die Wahlhelfer. Als sich dann auch noch ein Fehler beim Übertragen von Zahlen in der Wahlliste einschlich, musste man teilweise nochmals von vorn anfangen. Deshalb konnten die Wahlergebnisse von Stadtrat Sondershausen und Kreistag Kyffhäuserkreis erst nach 15:00 Uhr dem Wahlleiter Thüringen übermittelt werden.
Aber Sondershausen kann sich trösten. Die Stadt Sonneberg hat mit Stand: 08.06.2009 21:02 Uhr, erst 28 ihrer 33 Stimmbezirke ausgezählt und kann offensichtlich erst heute vormittags weiter auszählen!
