Do, 08:20 Uhr
11.06.2009
Abnehmen in der Apotheke
In weniger als einem Monat ist Sommeranfang. In der warmen Jahreszeit lassen sich überschüssige Pfunde nur schwer verbergen. Viele Thüringerinnen und Thüringer wollen deshalb schon im Vorfeld ihr Gewicht reduzieren. Wie die Ernährung erfolgreich umgestellt werden und mehr Sport in den Alltag integriert werden kann, erklären Thüringens Apothekerinnen und Apotheker.
In Deutschland sind zwei Drittel der Männer und rund die Hälfte aller Frauen zwischen 18 und 80 Jahren zu dick. Die Thüringer haben laut einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr den größten Bauchumfang: 98,27 Zentimeter schaffen die Männer, der weibliche Durchschnittsbauch misst in Thüringen 87,10 Zentimeter - beide Geschlechter liegen damit über dem Bundesdurchschnitt.
Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem. "Wer zu viele Pfunde auf die Waage bringt, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region Nordhausen. Unzählige Studien zeigen dem Apotheker zufolge, dass gesundheitsbewusstes Verhalten das Risiko für zahlreiche Erkrankungen senken kann.
"Wundermittel zur Gewichtsreduktion gibt es nicht", sagt Garke. Insbesondere im Internet sind häufig überteuerte Produkte im Angebot, die nicht halten, was sie versprechen, und im schlimmsten Falle sogar Nebenwirkungen haben. "Wer abnehmen möchte und gesünder leben will, muss sich mehr bewegen und sich ausgewogen ernähren", sagt Garke.
"Den meisten Menschen ist dies durchaus bewusst. Der Schritt, die eingefahrenen Gewohnheiten tatsächlich abzulegen und den eigenen Lebensstil aktiv und dauerhaft zu ändern, fällt jedoch häufig schwer", erklärt Garke. Nicht selten scheitern die guten Vorsätze an falschen Erwartungen: "Fünf Kilo weniger in einer Woche sind weder realistisch noch gesund", sagt Garke. Von Crashdiäten oder allzu viel Sport rät er ab.
Um langfristig erfolgreich zu sein, sollten die eingefahrenen Verhaltensweisen kontinuierlich geändert werden. "Gesundheitsbewusster zu leben heißt nicht, gleich zum Leistungssportler zu werden. Wer bislang kaum Sport getrieben hat, sollte zu Beginn nicht allzu viel von seinem Körper verlangen, sondern seine Leistung mit der Zeit steigern", informiert Garke.
Auch der Speiseplan sollte nicht radikal umgestellt werden. "Zu einer gesunden Ernährung gehören viel Obst und Gemüse, der häufige Verzehr von Vollkornprodukten und Fisch", sagt Garke. Der richtige Mix besteht zur Hälfte aus Kohlenhydraten, zu 10 bis 20 Prozent aus Eiweißen und zu weniger als 30 Prozent aus Fetten. Süßigkeiten und Alkohol sollten nur in Maßen genossen werden.
"Wer sich für eine Diät entscheidet, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen achten", rät Garke. Denn mit der Kalorienreduzierung sinkt häufig auch die aufgenommene Menge an anderen wichtigen Vitalstoffen. Ob die diätbegleitende Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Hilfe und Tipps erhalten Verbraucher in den Thüringer Apotheken.
Autor: nnz/knIn Deutschland sind zwei Drittel der Männer und rund die Hälfte aller Frauen zwischen 18 und 80 Jahren zu dick. Die Thüringer haben laut einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr den größten Bauchumfang: 98,27 Zentimeter schaffen die Männer, der weibliche Durchschnittsbauch misst in Thüringen 87,10 Zentimeter - beide Geschlechter liegen damit über dem Bundesdurchschnitt.
Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem. "Wer zu viele Pfunde auf die Waage bringt, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region Nordhausen. Unzählige Studien zeigen dem Apotheker zufolge, dass gesundheitsbewusstes Verhalten das Risiko für zahlreiche Erkrankungen senken kann.
"Wundermittel zur Gewichtsreduktion gibt es nicht", sagt Garke. Insbesondere im Internet sind häufig überteuerte Produkte im Angebot, die nicht halten, was sie versprechen, und im schlimmsten Falle sogar Nebenwirkungen haben. "Wer abnehmen möchte und gesünder leben will, muss sich mehr bewegen und sich ausgewogen ernähren", sagt Garke.
"Den meisten Menschen ist dies durchaus bewusst. Der Schritt, die eingefahrenen Gewohnheiten tatsächlich abzulegen und den eigenen Lebensstil aktiv und dauerhaft zu ändern, fällt jedoch häufig schwer", erklärt Garke. Nicht selten scheitern die guten Vorsätze an falschen Erwartungen: "Fünf Kilo weniger in einer Woche sind weder realistisch noch gesund", sagt Garke. Von Crashdiäten oder allzu viel Sport rät er ab.
Um langfristig erfolgreich zu sein, sollten die eingefahrenen Verhaltensweisen kontinuierlich geändert werden. "Gesundheitsbewusster zu leben heißt nicht, gleich zum Leistungssportler zu werden. Wer bislang kaum Sport getrieben hat, sollte zu Beginn nicht allzu viel von seinem Körper verlangen, sondern seine Leistung mit der Zeit steigern", informiert Garke.
Auch der Speiseplan sollte nicht radikal umgestellt werden. "Zu einer gesunden Ernährung gehören viel Obst und Gemüse, der häufige Verzehr von Vollkornprodukten und Fisch", sagt Garke. Der richtige Mix besteht zur Hälfte aus Kohlenhydraten, zu 10 bis 20 Prozent aus Eiweißen und zu weniger als 30 Prozent aus Fetten. Süßigkeiten und Alkohol sollten nur in Maßen genossen werden.
"Wer sich für eine Diät entscheidet, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen achten", rät Garke. Denn mit der Kalorienreduzierung sinkt häufig auch die aufgenommene Menge an anderen wichtigen Vitalstoffen. Ob die diätbegleitende Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Hilfe und Tipps erhalten Verbraucher in den Thüringer Apotheken.
