Do, 12:05 Uhr
11.06.2009
Weniger arbeiten, mehr lernen
Seit Beginn des Jahres können Unternehmen die Zeit der Kurzarbeit sinnvoll für die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter nutzen. Dazu ein Beispiel aus Nordthüringen...
Michael Klöppel (Foto: BA)
Die Arbeitsagentur Nordhausen zahlt dafür entweder aus Mitteln der Europäischen Sozialfonds oder als reguläre Weiterbildung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) Weiterbildungskosten und Sozialversicherungsbeiträge. Mehr Know-how für den Betrieb und Arbeitnehmer, deren Wissen auf dem neusten Stand ist, das ist die Botschaft. Es gibt mittlerweile zahlreiche Unternehmer in Nordthüringen die die Krise als Gunst der Stunde nutzen.
Seit fast 20 Jahren führt Annette Puntschuh ihr eigenes Unternehmen in Wiehe im Kyffhäuserkreis. Als kompetent und zuverlässig versteht sie sich, wenn es um Nachtspeicheranlagen, Elektroinstallationen und Schaltschrankbau geht. Dennoch hat auch sie, wie viele Andere, nach zahlreichen guten Geschäftsjahren, mit schwankender Auftragslage zu kämpfen.
Annette Puntschuh reagierte sehr frühzeitig auf die wirtschaftlichen Veränderungen, indem sie zu Beginn des Jahres Kurzarbeit bei der Nordhäuser Arbeitsagentur anzeigte. Für die meisten Mitarbeiter musste die Arbeitszeit zurückgeschraubt werden, so die Firmeninhaberin. Die Kurzarbeit ist eine gute Möglichkeit, schwierige Zeiten zu überbrücken. Und nicht nur das. Sie nutzt die freien Zeitkapazitäten, um ihre Mitarbeiter weiterzubilden und damit für kommende Aufträge zu rüsten.
Einer von ihnen ist Elektroinstallateur Michael Klöppel (Foto). Er steht kurz vor den Prüfungen und qualifiziert sich derzeit auf dem Gebiet der Photovoltaik. Das sei erforderlich, um die Arbeiten in der Solartechnik weiter ausbauen zu können, schildert die Elektrofachfrau.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist der Blick nach vorn wichtig. Außerdem ist die Zeit für Schulungen im normalen Tagesgeschäft eher begrenzt, weiß auch Karl-Heinz Müller, Geschäftsführer der Firma Schrott-, Wertstoffhandel und Transport GmbH im Landkreis Eichsfeld.
Auch er hat die kürzeren Arbeitszeiten zum Anlass genommen, für drei seiner Mitarbeiter einen ADR-Grundlehrgang zu ermöglichen. Damit sollen sie künftig flexibler einsetzbar und in der Lage sein, Gefahrgüter zu transportieren.
In der vergangenen Woche hat die Bundesregierung die maximal mögliche Dauer der Kurzarbeit auf 24 Monate erhöht. Wie diese Zeit effektiv genutzt werden kann, ist derzeit Inhalt vieler Beratungen im Arbeitgeber-Service der Nordhäuser Arbeitsagentur. Wer Fragen hat, sollte sich an die persönlichen Ansprechpartner wenden oder einen Termin über 01801 66 44 66 vereinbaren.
Autor: nnz/kn
Michael Klöppel (Foto: BA)
Die Arbeitsagentur Nordhausen zahlt dafür entweder aus Mitteln der Europäischen Sozialfonds oder als reguläre Weiterbildung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) Weiterbildungskosten und Sozialversicherungsbeiträge. Mehr Know-how für den Betrieb und Arbeitnehmer, deren Wissen auf dem neusten Stand ist, das ist die Botschaft. Es gibt mittlerweile zahlreiche Unternehmer in Nordthüringen die die Krise als Gunst der Stunde nutzen.Seit fast 20 Jahren führt Annette Puntschuh ihr eigenes Unternehmen in Wiehe im Kyffhäuserkreis. Als kompetent und zuverlässig versteht sie sich, wenn es um Nachtspeicheranlagen, Elektroinstallationen und Schaltschrankbau geht. Dennoch hat auch sie, wie viele Andere, nach zahlreichen guten Geschäftsjahren, mit schwankender Auftragslage zu kämpfen.
Annette Puntschuh reagierte sehr frühzeitig auf die wirtschaftlichen Veränderungen, indem sie zu Beginn des Jahres Kurzarbeit bei der Nordhäuser Arbeitsagentur anzeigte. Für die meisten Mitarbeiter musste die Arbeitszeit zurückgeschraubt werden, so die Firmeninhaberin. Die Kurzarbeit ist eine gute Möglichkeit, schwierige Zeiten zu überbrücken. Und nicht nur das. Sie nutzt die freien Zeitkapazitäten, um ihre Mitarbeiter weiterzubilden und damit für kommende Aufträge zu rüsten.
Einer von ihnen ist Elektroinstallateur Michael Klöppel (Foto). Er steht kurz vor den Prüfungen und qualifiziert sich derzeit auf dem Gebiet der Photovoltaik. Das sei erforderlich, um die Arbeiten in der Solartechnik weiter ausbauen zu können, schildert die Elektrofachfrau.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist der Blick nach vorn wichtig. Außerdem ist die Zeit für Schulungen im normalen Tagesgeschäft eher begrenzt, weiß auch Karl-Heinz Müller, Geschäftsführer der Firma Schrott-, Wertstoffhandel und Transport GmbH im Landkreis Eichsfeld.
Auch er hat die kürzeren Arbeitszeiten zum Anlass genommen, für drei seiner Mitarbeiter einen ADR-Grundlehrgang zu ermöglichen. Damit sollen sie künftig flexibler einsetzbar und in der Lage sein, Gefahrgüter zu transportieren.
In der vergangenen Woche hat die Bundesregierung die maximal mögliche Dauer der Kurzarbeit auf 24 Monate erhöht. Wie diese Zeit effektiv genutzt werden kann, ist derzeit Inhalt vieler Beratungen im Arbeitgeber-Service der Nordhäuser Arbeitsagentur. Wer Fragen hat, sollte sich an die persönlichen Ansprechpartner wenden oder einen Termin über 01801 66 44 66 vereinbaren.