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Sa, 17:45 Uhr
05.12.2009

Sechs Verletzte – ein Vermisster

Die Autobahn 38 am frühen Samstagmorgen. Auf der Richtungsfahrbahn Leipzig fährt ein Tanklastwagen in den Tunnel Höllberg. Mit hoher Geschwindigkeit rauscht ein PKW an dem mit brennbarer Flüssigkeit beladenen Sattelzug vorbei. So beginnt eine Katastrophe...

Rettungskräfte (Foto: Sos) Rettungskräfte (Foto: Sos)

Das Auto beginnt zu schleudern und drängt den riesigen Gefahrguttransport an die Tunnelwand. Rund 50 Meter weiter überschlägt sich der PKW. Der nachfolgende Verkehr bremst, ein Auto knallt in den querstehenden Tankwagen. Auch ein Pick-up kann nicht mehr rechtzeitig anhalten und rast in die Unfallstelle. Von seiner Ladefläche stürzen mehrere Propangasflaschen auf die Fahrbahn. Zu allem Unglück reißt eine Kammer des Tankers und die Flüssigkeit aus dem Tank strömt ins Freie.

In der Zentralen Leitstelle in Zella-Mehlis leuchten alle Monitore auf, die automatischen Kameras senden Bilder vom Unglück live auf die Bildschirme.
Die Bediensteten der Zentralen Thüringer Tunnelleitstelle drücken geübt einige Knöpfe auf ihrem Schaltpult und in den Rettungsleitstellen in Nordthüringen wird Alarm ausgelöst.

Die Feuerwehren der umliegenden Orte, Rettungskräfte der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen und die Polizei eilen zum Unglücksort. Die Rettungskräfte finden vor Ort sechs Verletzte in den Fahrzeugen, sie sind zum Teil eingeklemmt. Zeugen berichten von einem Mann, der blutend und offensichtlich verwirrt und unter Schock stehend aus dem Tunnel lief.

Um es vorweg zu nehmen: In Wirklichkeit kam niemand zu Schaden. Rettungskräfte und Polizei übten gemeinsam mit der Feuerwehr im Tunnel Höllberg, der die Landkreise Nordhausen und Eichsfeld verbindet und noch nicht für den Verkehr freigegeben ist. Die Retter und Helfer wollen gut vorbereitet sein, wenn der letzte Abschnitt der BAB 38 am 22. Dezember seiner Bestimmung übergeben wird.

In den Tagen bis zur Verkehrsfreigabe werden alle Beteiligten die Übung auswerten und aus Schwachstellen lernen. Das aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es nie in der Realität zu solch einem Unglück kommen mag.
Thomas Soszynski
Autor: nnz

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Kommentare
HausH
05.12.2009, 19:37 Uhr
gefühlte Sicherheit
In einer Zeit, in der Polizeiautos angezündet werden, Polizeiwachen mit Steinen beworfen und Feuerwehrautos mit Krähenfüßen daran gehindert werden zu helfen, kann man sich hier einfach nur mal bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst bedanken.

Weiter so und lasst euch von den Spinnern nicht einschüchtern. H.
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