Do, 10:54 Uhr
10.12.2009
Unter Tränen gestanden
In der Nacht zum Donnerstag ist der Verfasser der Amokdrohung gegen das Humboldt-Gymnasium in Nordhausen ermittelt worden. Hier weitere Einzelheiten...
Am Mittwochvormittag war der Polizei angezeigt worden, dass ein Unbekannter mit einem Schriftzug an einer Toilettenwand einen Amoklauf für den 10. Dezember angedroht hat (siehe nnz-Archiv). Entsprechend den Festlegungen für derartige Fälle liefen sofort alle erforderlichen Maßnahmen in der Schule und bei der Polizei an. Schüler- und Elternsprecher wurden informiert, Kriminaltechniker und Ermittler nahmen ihre Arbeit auf.
Als hätte man es trainiert, bestand von Anfang an eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Polizei. Ruhig und besonnen, aber sehr engagiert wurden die abgesprochenen Maßnahmen in der Schule umgesetzt. Nicht zuletzt durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Lehrer-Kollegium konnte die Tat noch am späten Abend aufgeklärt werden.
Nicht einfacher wurde die Arbeit der Polizei allerdings durch den Umstand, dass eine Reinigungskraft inzwischen den Schriftzug entfernt hatte. Gemeinsam mit der Schulleitung wurde besprochen, wie am Donnerstagmorgen der Schutz der Schüler und der Schule organisiert und trotzdem ein reibungsloser Unterrichtsverlauf garantiert werden kann.
Ohne aus der Schule eine Festung zu machen und Angst und Panik unter den Kindern aufkommen zu lassen, sollte niemand unkontrolliert das Schulgebäude betreten können. Auf diese einschneidenden Mittel konnte nunmehr verzichtet werden. In den späten Abendstunden stand fest: Der Verfasser der Drohung ist ein 13-jähriger Schüler der Schule gewesen.
Unter Tränen und im Beisein der Mutter gestand er gegenüber den Beamten der Kriminalpolizei die Tat. Dabei beteuerte er immer wieder, dass er nie ernsthaft vorgehabt habe, die angedrohte Tat auch tatsächlich durchzuführen, sondern aus kindlicher Dummheit gehandelt habe. Die Folgen seines Handelns habe er nicht vorhergesehen.
Der Schüler ist für den Rest der Woche vom Unterricht suspendiert worden. Anfang der kommenden Woche wird über weitere Maßnahmen entschieden.
Autor: nnz/knAm Mittwochvormittag war der Polizei angezeigt worden, dass ein Unbekannter mit einem Schriftzug an einer Toilettenwand einen Amoklauf für den 10. Dezember angedroht hat (siehe nnz-Archiv). Entsprechend den Festlegungen für derartige Fälle liefen sofort alle erforderlichen Maßnahmen in der Schule und bei der Polizei an. Schüler- und Elternsprecher wurden informiert, Kriminaltechniker und Ermittler nahmen ihre Arbeit auf.
Als hätte man es trainiert, bestand von Anfang an eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Polizei. Ruhig und besonnen, aber sehr engagiert wurden die abgesprochenen Maßnahmen in der Schule umgesetzt. Nicht zuletzt durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Lehrer-Kollegium konnte die Tat noch am späten Abend aufgeklärt werden.
Nicht einfacher wurde die Arbeit der Polizei allerdings durch den Umstand, dass eine Reinigungskraft inzwischen den Schriftzug entfernt hatte. Gemeinsam mit der Schulleitung wurde besprochen, wie am Donnerstagmorgen der Schutz der Schüler und der Schule organisiert und trotzdem ein reibungsloser Unterrichtsverlauf garantiert werden kann.
Ohne aus der Schule eine Festung zu machen und Angst und Panik unter den Kindern aufkommen zu lassen, sollte niemand unkontrolliert das Schulgebäude betreten können. Auf diese einschneidenden Mittel konnte nunmehr verzichtet werden. In den späten Abendstunden stand fest: Der Verfasser der Drohung ist ein 13-jähriger Schüler der Schule gewesen.
Unter Tränen und im Beisein der Mutter gestand er gegenüber den Beamten der Kriminalpolizei die Tat. Dabei beteuerte er immer wieder, dass er nie ernsthaft vorgehabt habe, die angedrohte Tat auch tatsächlich durchzuführen, sondern aus kindlicher Dummheit gehandelt habe. Die Folgen seines Handelns habe er nicht vorhergesehen.
Der Schüler ist für den Rest der Woche vom Unterricht suspendiert worden. Anfang der kommenden Woche wird über weitere Maßnahmen entschieden.